Tour 06 – RUNDTOUREN VON NEUSTRELITZ BIS FÜRSTENBERG

Touren durch den Müritz-Nationalpark und in die Kleinseenlandschaft

Kurzbeschreibung

Unsere Tourenvorschläge basieren auf einem variablen Ansatz von drei eigenständigen,
kombinierbaren, und gut fahrbaren Rundtouren für Radler, da man auch mit der Kleinseenbahn von oder nach Wesenberg bzw. Neustrelitz sein Rad mitnehmen kann. Außerdem liegen Neustrelitz und Fürstenberg/Havel an der Bahnstrecke der DB. Unterwegs bekommen die Naturliebhaber einen unvergesslichen und nachhaltigen Eindruck von der Schönheit der Seenplatte. Darüber hinaus bietet die Residenzstadt zahlreiche kulturelle Einrichtungen, aber auch die Burganlage in Wesenberg oder der Schlosspark in Rheinsberg sollten besucht werden.

Die erste Tour führt von Neustrelitz zunächst in den einzigartigen Müritz-Nationalpark und über Wesenberg, den Radweg Berlin-Kopenhagen nutzend, wieder zurück.

Die zweite Tour beginnt in Wesenberg und führt entlang von zahlreichen Seen, Wiesen und Wäldern wieder an den Ausgangspunkt.

Die dritte Tour startet in Rheinsberg (Brandenburg), dem Tor nach Mecklenburg-Vorpommern, und führt über Kleinzerlang, Canow, Fürstenberg/Havel und Neuglobsow wieder zurück.

Kultur und aktive Erholung ist „Programm“, denn alle 3 Rundtouren bieten zahlreiche Attraktionen und auch vielfältige Rast- und Entspannungsmöglichkeiten.

Tourenverlauf auf Karte

Allgemeine Daten

VON NEUSTRELITZ ZU DEN SÜDWESTLICHEN KLEINSEEN

Touren durch den Müritz-Nationalpark in die Kleinseenlandschaft

ALLGEMEINER CHARAKTER
Von der Residenzstadt durch die unberührte Natur
des Müritz-Nationalparks und vorbei an zahlreichen
Seen. Ab Wesenberg und Rheinsberg in südlicher
Richtung erleben Sie die pure Schönheit der Kleinseenlandschaft.

TOURVERLAUF
Tour 1: Neustrelitz - Zierke – Rudow – Wiesenthal –
Prälank - Langhagen - Blankenförde – Useriner Mühle –
Zwenzow – Wesenberg - Groß-Quassow – Neustrelitz
Tour 2: Wesenberg – Neu-Drosedow – Seewalde – Neu-
Canow – Strasen – Priepert - Ahrensberg - Wesenberg
Tour 3: Rheinsberg – Zechlinerhütte – Kleinzerlang –
Canow – Strasen – Großmenow – Steinförde - Fürstenberg
– Ravenensbrück – Fürstenberg – Dagow
– Neuglobsow – Menz – Rheinsberg

START- UND ZIELPUNKT
Tour A: Marktplatz Neustrelitz
Tour B: Marktplatz Wesenberg
Tour C: Marktplatz Rheinsberg

DATEN
Länge: Tour A - 48 km, Tour B - 43 km, Tour C - 70 km
Dauer (ohne Rast): Tour A: 3,5 h, Tour B : 3 h, Tour C:
5 h
Niveau/Schwierigkeitsgrad: A: leicht, B: leicht,
C: mittel
Wegebeschaffenheit: Tour A - Asphalt/Pflaster 23 %,
Schotterweg 17 %, Unbefestigte Wege 0 %, Straße 60
% Tour B - Asphalt/Pflaster 13 %, Schotter/Kies 13 %,
Unbefestigte Wege 9 %, Straße 66 %
Tour C - Asphalt/Pflaster 56 %, Schotter/Kies 16 %,
Unbefestigte Wege 23 %, Straße 6 %

Beschreibung

Ausführliche Tourenbeschreibung 

Tour 6 A: Rundtour von Neustrelitz bis Wesenberg
Die sternförmige, spätbarocke Stadtanlage mit dem großen
quadratischen Marktplatz in Neustrelitz ist einmalig in
Europa. Allenorts ist noch der Glanz der Vergangenheit als

Residenzstadt zu spüren. Wer etwas mehr über die Stadt
erfahren möchte, der sollte unbedingt bei der Tourismusinformation
Neustrelitz (143) vorbei schauen.
Das Schloss ist 1945 durch einen Brand zerstört worden,
aber der Schlossgarten ist noch erhalten und wird im Sommer
für die „Festspiele im Schlossgarten“ genutzt. Auch die
Schlosskirche (144) ist noch zu besichtigen. Die aus Südafrika
stammende „Stelitzia reginae“ ist das wahrhaft königliche
Symbol der Stadt. Von der Stadtkirche hat man eine herrliche
Aussicht auf den Zierker See. Eine weitere Neustrelitzer
Berühmtheit ist das über 300 Jahre alte Landestheater.
Sollten Sie auf der Tour etwas erschöpft sein haben Sie nun
die Möglichkeit ein Stück des Weges schnell und bequem
mit der Kleinseenbahn „Hans“ (145) der Hanseatischen Eisenbahn
GmbH abzukürzen. Sie fährt in der Woche und auch am
Wochenende von Neustrelitz über Wesenberg weiter nach
Mirow. Sie können natürlich Ihre Räder mitnehmen.
Wenn Sie für Ihre Tour ab Neustrelitz Drahtesel benötigen,
dann nehmen Sie mit dem Team des kompetenten Fahrradcenters
Ballin Kontakt auf oder fahren Sie direkt zum Standort
des „Fahrradcenter Ballin“ (148), Zierke 36, in Neustrelitz.
Dieser befindet sich auch direkt an unserer Tour.
Die Tour beginnt am quadratischen Marktplatz von
Neustrelitz, von dem acht Straßen wegführen. Sie fahren
in südwestlicher Richtung los in die Schlosstrasse und
gelangen zum Kulturquartier Neustrelitz (147), Schloßstraße
12/13. Als ein lebendiger Ort der Kommunikation, Bildung
und Geschichtsvermittlung vereint das Kulturquartier die
erste umfassende Dauerausstellung zur Geschichte des Landes
Mecklenburg-Strelitz, das regionalgeschichtliche Karbe-
Wagner-Archiv und die Stadtbibliothek. Die 1899 erbaute
Kaiserliche Post wurde von 2012 - 2015 zu diesem Zweck
denkmalgerecht saniert. Mit dem sich anschließenden lichtdurchfluteten
Neubau und der großzügigen Gartenanlage
bietet das Haus beste Voraussetzungen, um eine Vielzahl
kultureller Angebote aus einer Hand nutzen zu können. Auf
einen Besuch sollten Sie nicht verzichten.
Sie fahren bis zur Kreuzung, und dann gleich rechts in die
Straße „An der Promenade“. Natürlich können Sie hier auch
noch einen kleinen Abstecher auf das gegenüberliegende
Areal mit Schlossgarten und den historischen Gebäuden wie
Orangerie und Schlosskirche (144) einlegen.
Nun radeln Sie am Kreisel raus westwärts in die Seestraße
in Richtung Stadthafen, welcher zwischen 1841 und 1846
angelegt wurde. Die Speichergebäude sind auch heute noch
erhalten. Der Zierker Nebenstraße folgend gelangen Sie
rechtsabbiegend zunächst auf die Zierker Straße und dann
die Penzliner Straße, die Sie aus Neustrelitz herausführt.
Am Kreisel verlassen Sie diese und radeln weiter in die Rudower-
Str. linkerhand in den Ortsteil Zierke. Das bereits erwähnte
Fahrradcenter Ballin (148), Zierke 36, hat von hier in
500 m seinen Sitz. Weiter der Rudower Str. entlang fahren
Sie an Rudow vorbei und weiter bis nach Wiesenthal. 200 m
hinter Wiesenthal biegen Sie rechts ab, fahren an der Waldkante
entlang und um den Großen Prälanksee nach Prälank
Dorf. Südllich des Großen Prälanksees auf dem Buteberg
gibt es in 500 m einen Findlingsgarten. Wenn Sie dorthin
radeln, dann entdecken Sie in Prälank Kalkofen das wunderschön
gelegene Landhotel & Restaurant Prälank (157). Abseits
von Trubel und Lärm am schönen Müritz Nationalpark ist dies
der richtige Ort zum Entschleunigen. Doppelzimmer, Appartements
sowie Ferienwohnungen- und Ferienhäuser stehen
hier in unmittelbarer Nähe zur Residenzstadt Neustrelitz zur
Verfügung. Das Landhotel bietet sogar ein Restaurant mit 2
Sonnenterrassen, großem Garten und das ganze idyllisch an
einem See gelegen.
Falls Sie nur eine Kurztour um den Zirkower See machen
wollen, dann können Sie 1,3 km in Richtung Lindenberg weiterfahren.
Ansonsten radeln Sie wieder zurück in nördliche Richtung
nach Prälank-Dorf. Kurz vor dem Dorfende biegen Sie nun
links in den Müritz-Nationalpark in das Waldgebiet der Torwitzer
Tannen ab. Dieser Weg durch den schönen Wald zieht
sich 3,8 km bis Langhagen, am Langhäger See. Biegen Sie
jetzt links ab und radeln 4,2 km weiter nach Blankenförde.
Blankenförde wurde 1256 erstmals erwähnt. Sehenswert
sind die Fachwerkkirche mit Ihrem Turm aus dem Jahr 1702
und ein Gutshaus mit Gauben und Türmchen, das heute als
Wohnhaus genutzt wird. Genießen Sie nach einem erlebnisreichen
Urlaubstag auf dem Fahrrad oder mit dem Boot eine
gemütliche Rast auf der Terrasse von der Räucherkate am
Hexenwäldchen (149). Sie finden eine urige Gaststätte mit einem
umfangreichen preiswerten Angebot an selbst gekochten
Speisen aus Fisch und Fleisch, sowie Eierkuchen, Pizza
und Nudeln.
In Blankenförde gibt es eine Nationalpark-Information (150)
mit einer Fotoausstellung in der Nähe der kleinen Fachwerkkirche
im Gebäude der ehemaligen Dorfschule.
Der nächste Tourabschnitt verläuft auf dem Radfernweg
Berlin-Kopenhagen 6,5 km bis zur Useriner Mühle. In Blankenförde

überfahren Sie zunächst die Havel. Im Folgenden
Kakeldütt am Hexenwäldchen nehmen Sie die rechte Abzweigung
und fahren weiter in den Wald am „Roter See“ vorbei
und bis an die L25 heran. Auf diese biegen Sie links ab nach
Zwenzow. In Zwenzow befindet sich hinter dem linksseitigen
Rohrsee der Haveltourist Campingplatz „FKK-Camping
am Useriner See“ (151).
Bis zur Useriner Mühle sind es von dort nur 1,2 km. Auf
dem Weg dahin überfahren Sie den Havel-Kanal, hier entstand
auch die erste und längste Schleuse der Mecklenburger
Seenplatte, die den Useriner See mit dem Großen
Labussee verbindet. In Useriner Mühle angekommen bietet
sich eine Rast am Strand und beim Imbiss „Seeblick“ (152) am
idyllisch gelegenen Useriner See an, bei schönem Wetter
können Sie an der Badestelle eine Erfrischung suchen. Die
mächtigen Industriegebäude der stillgelegten Mühle sind
hier noch deutlich sichtbar.
Hier in Useriner Mühle kann man natürlich auch die Tour
abkürzen. Ein straßenbegleitender, asphaltierter Radweg
führt direkt bis nach Neustrelitz. Dieser Alternativweg von
der Useriner Mühle bis nach Lindenberg beträgt 5 km. Nach
2,2 km erreichen Sie dabei das Nationalparkdorf Userin mit
mehreren Einkehrmöglichkeiten.
Wieder nach Zwenzow zurückradelnd, biegen Sie an der
Hauptstraße links ab und fahren vorbei am Campingplatz
„Zwenzower Ufer am Großen Labussee“ (153) und an dem See
und durch den Wald, vovrbei am Kleinen Labussee bis zum
„Großer Weißer See“. Im Strandrestaurant können Sie nun
eine Rast einlegen. Hier befindet sich mit dem Campingpark
am Weißen See (154) ein weiterer Haveltourist-Campingplatz.
In unmittelbarer Nähe gibt es sogar einen Haltepunkt der
Kleinseenbahn. Sie fahren nun 500 m bis zur B 198 heran
und weiter auf dem straßenbegleitenden Radweg nach Wesenberg
bis zur Kreuzung und biegen links in die Straße „Vor
dem Wendischen Tor“.
Die Fischereihof Wesenberg (155) „Obere Havel“ e.G. ist ein
Muss für Fischliebhaber und Angelfreunde. Mitten im
Herzen der Mecklenburgischen Kleinseenplatte, dürfen sich
Touristen auf eine atemberaubende Aussicht, köstlichen
und frischen Fisch, aber auch auf Angelausflüge und besondere
Fischerfeste im Sommer freuen.
Wenn Sie nun in 360 m rechts abbiegen, erreichen Sie den
Markt und über den Burgweg die Burg Wesenberg.
Sollten Sie gleich den Rückweg nach Neustrelitz vornehmen
wollen dann radeln Sie links ab in die Bahnhofstraße. Am

Ende erreichen Sie den Bahnhof, falls die Tour schon viel
Kraft gekostet hat, können Sie von hier auch die Kleinseenbahn
nach Neustrelitz nutzen.
Der Rückweg nach Neustrelitz führt über den Radweg Berlin-
Kopenhagen, dazu sollten Sie die Beschilderung beachten.
Ein schöner asphaltierter Radweg führt am Woblitzsee
entlang. Nach einer kleinen Schleife biegen Sie noch vor
Groß-Quassow rechts ab und kommen nach 800 m zu dem
5-Sterne-Camping- und Ferienpark Havelberge (156), An den
Havelbergen 1. Hier können Sie in direkter Seelage Ihren Urlaub
mit hohem Komfort und vielen Freizeitaktivitäten zu
Lande und zu Wasser verbringen. Sie finden hier auch ein Restaurant
mit großer Seeterrasse und Blick auf den Woblitzsee,
einen Hochseilgarten sowie einen Kanu- und Floßverleih.
Hier befindet sich auch der Hauptsitz des Unternehmens
„Haveltourist“.
Sie setzen die Tour fort und radeln wieder zurück zum Radfernweg
Berlin – Kopenhagen nach Groß Quassow. Sehenswert
ist dort die neugotische Backsteinkirche von 1876. Hier
gibt es auch einen Haltepunkt der Kleinseenbahn. Sie fahren
den Radfernweg nun noch 2,2 km weiter bis an die Landstraße
L25 auf Höhe der Ortschaft Lindenberg heran. Dort
biegen Sie rechts ab und fahren auf dem Radweg 400 m bis
Sie an eine Brücke, die über den Kammerkanal führt kommen.
Hier ist auch ein kleiner Rastplatz. Ein Denkmal weist
hier an den Fundort des Großherzogs Adolf-Friedrich VI. zu
Mecklenburg-Strelitz am 24.02.1918 hin. Der Kammerkanal
verbindet den Woblitzsee und die Havel mit dem Zierker See.
Er gehört zur Oberen Havel-Wasserstraße.
Die Tour führt nun weiter 3 km in Richtung Neustrelitz bis
zum Abzweig Slawendorf. Dabei fahren Sie praktisch im Abstand
von ca. 600 m um das Ufer des Zierker See´s herum.
Nach 300 m erreichen Sie das Slawendorf (145). Hier können
Sie entdecken, wie die Slawen vor etwa 1000 Jahren in unserer
Region gelebt und Ihr Handwerk ausgeübt haben. Die
in traditioneller Bauweise errichteten Lehm- und Holzhütten
laden zum Mitmachen und zu kreativen Beschäftigungen ein.
Über den Franzosensteg und die Useriner Straße gelangen
Sie wieder zum Kreisel. Diesen verlassen Sie in Richtung Seestraße.
Im Tiergarten Neustrelitz, Am Tiergarten 14, können Sie sich
neben dem Besuch der 450 Tiere in 40 Arten gut erholen,
entspannen und auch die Spielplätze nutzen. Der Tiergarten
Neustrelitz wurde bereits im 18. Jh. angelegt und ist heute
eine sehr gut angenommene Freizeit,- Bildungs- und Erholungseinrichtung.
Die TouristInfo Neustrelitz (143), Strelitzer Str. 1, ist Ihr
freundlicher Anlaufpunkt für Fragen, Hilfe und Informationen
bei Ihrem Urlaub in der Region.

Tour B: Von Wesenberg zu den südlichen Kleinseen
Prägend für das Bild von Wesenberg ist die im 13. Jahrhundert
erbaute Burganlage mit dem dazugehörigen Fangelturm.
Reste der ehemaligen Burgmauern zeugen von
damaliger Größe und Form des Gebäudes aus der Zeit von
Stadtbegründer Fürst Nikolaus von Werle. Eine örtliche Besonderheit:
eine alte Linde mit einem Stammumfang von
acht Metern ziert den Eingang der im 14. Jahrhundert errichteten
gotischen St. Marienkirche.
Die Tour beginnt am Markt in Wesenberg. Falls Sie noch ein
Leihfahrrad benötigen oder Probleme mit Ihren Rädern haben,
dann schauen bei Fahrradservice Wesenberg (158), Vor
dem Mühlentor 1, vorbei. Vom Markt radeln Sie dann in südlicher
Richtung über den Burgweg zur Burg Wesenberg. Dort
ist die Touristinfo (159) untergebracht, empfehlenswert ist
natürlich der Besuch der Burganlage (160).
Über den Markt, die Mittelstraße und links ab auf die Straße
„Vor dem Wendischen Tor“ fahren Sie dann links an die Kreuzung
der B 198, überqueren diese viel befahrene Hauptstraße
und fahren 150 m an der Bundestraße B 198 in westliche
Richtung und biegen dann links ab in den Drosedower Weg.
Ab hier folgen wir dem Radfernweg Berlin-Kopenhagen bis
Strasen. Zunächst radeln wir auf einer wenig befahrenen
Straße über Landschaften mit weiträumigen Ausblicken 5,2
km bis nach Drosedow.
Kurz vor Drosedow biegen wir links ab und machen noch einen
kleinen Abstecher entlang der Dorfstraße zu der ruhig
an einem See gelegenen Pension Schloss Drosedow, welches
wir nach 500 m erreichen. Die Familie Heller hat das ehemalige,
im Jahre 1904 erbaute Jagdschloss „Sankt Hubertus“,
aufwendig renoviert. Schloss Drosedow bietet mit seinem
Ensemble aus Haus, Park und See zu jeder Jahreszeit einen
ganz besonderen Reiz. Es befindet sich in einzigartiger, ruhiger
Lage an einem See. Es verfügt über mehrere Suiten, im
Park stehen aber auch Ferienhäuser für ihren Urlaub bereit.
Wieder zurück über die Dorfstraße biegen wir nun links ab
und radeln durch Drosedow. Weiter geht es dann 1,4 km
durch einen Waldabschnitt. Nach Verlassen des Waldes biegen
wir nach 150 m links ab und radeln 1,6 km durch den
Wald nach Neu-Drosedow. Die Kulturscheune ist ein umgebautes
klassizistisches Gutshaus, welches zu Ausstellungen

und Konzerten einlädt.
Weiter geht’s zum nächsten Abzweig. Wir biegen nun rechts ab und kommen
nach 540 m zu einer Gabelung. Hier biegen wir rechts ab und radeln 130 m bis
zur Kanufarm am Heegesee (163), Neu Drosedow 5a. Hier angekommen befinden
Sie sich wasserseits in einer motorbootfreien Zone und finden hier den
idealen Start- und Endpunkt für eventuelle Kanutouren.
Jetzt radeln wir wieder über Neu-Drosedow zurück, bis wir wieder kurz vor
Seewalde wieder auf den internationalen Radweg Berlin-Kopenhagen gelangen.
Weiter in südlicher Richtung sind es nur noch 80 m bis Seewalde.
Das Dorf Seewalde liegt in einer der landschaftlich schönsten Regionen der
mecklenburgischen Seenplatte und ist tatsächlich ein Ort zwischen See und
Wald. Malerische Seen und Kanäle schlängeln sich durch dieses Gebiet. Wir empfehlen
im Ortszentrum eine kleine Pause einzulegen. Hier gibt es einen absolut
sehenswerten Gutshof, der aufgrund des gemütlichen Innenhofes mit den ihn
umgebenden nostalgischen Häuschen, zu einer Rast einlädt. Im Laden und Bistro
im Gutshof (162) , gibt es nicht nur Café, Kuchen und Getränke, sondern hier
finden Sie eine reichhaltige Auswahl an regionalen Produkten, auch Artikel des
täglichen Bedarfs, alles für die Körperpflege, Keramik, und ganz viel mehr. Und
damit auch der Akku Ihres E-Bikes wieder über mehr Power verfügt, können Sie
diesen hier kostenfrei während Ihrer Radlerpause aufladen.
Unweit von hier liegt der Campingplatz am Gobenowsee (161) idyllisch am Nordufer
des Gobenowsees und bietet Naturcamping in ruhiger, waldreicher Umgebung.
Mit seiner langgestreckten Form entlang des Sees haben viele Stellplätze
direkten oder seitlichen Seeblick. Für Radler gibt es hier sogar Wanderhütten.
Sie verlassen den Ort in südliche Richtung und haben dann auf der Brücke einen
tollen Ausblick auf den rechtsseitigen Gobenowsee und linkseitigen Klenzsee.
Mit etwas Glück kann man hier Canadier Gruppen auf ihrem Wege durch die
Seen zusehen. Sie fahren nun weiter durch den Wald am Gobenowsee entlang
bis nach Neu-Canow.
Dort biegen Sie dann links ab in die Dorfstraße und fahren bis an die B 122 heran.
Diese überqueren Sie und radeln dann, vorbei an Trünnensee und Buchsee,
insgesamt 5,8 km bis nach Strasen.
In Strasen gibt es eine Fachwerkkirche deren originaler Altar in einem sehr
guten Zustand ist. Die Schleuse in Strasen verbindet den Großen Pälitzsee und
den Ellbogensee (Teil der Müritz-Havel-Wasserstraße) miteinander, von einer
Brücke haben Sie einen schönen Blick darauf.
Von hier kann man einen kurzen Abstecher nach Wustrow (2,7 km) machen.
Der kleine Ort Wustrow ist idyllisch am Plätlinsee gelegen und besitzt mehrere
Denkmäler, besonders sehenswert ist die Kirche, die man auch von innen
besuchen kann. In Wustrow befindet sich in der Dorfmitte direkt an der Hauptstraße
eine E-Bike-Ladestation. Dort können Sie Ihre Akku´s in abschließbaren
Fächern aufladen. Die Heimatstube Wustrow (165) ist ein liebevoll eingerichtetes
kleines Museum. Viele interessante Dinge aus der Vergangenheit kann man hier
bestaunen und auch Neuigkeiten über die Gemeinde Wustrow erfahren kann.
Touristische Informationen erhält man hier ebenfalls. Im Jahr 2009 kam das

Helmut-Sakowski-Lesezimmer dazu. Das komplette Arbeitszimmer
des Schriftstellers mit seinem literarischen Nachlass
ist hier zu sehen. Die Gestaltung des Sakowski-Lesezimmers
wurde originalgetreu übernommen.
Von der Schulstraße radeln Sie nun zu der sich direkt an der
B 122 befindenden Mecklenburger Likörmanufaktur (166),
Dorfstraße 26. Sie produziert Ihre handgemachten, aromatischen
Spirituosen in der Mecklenburgischen Seenplatte.
Besuchen Sie den kleinen Hofladen und lassen sie sich von
Jan Hübner beraten. Hier werden Liköre nach hauseigenen
Rezepten hergestellt und mit viel Sorgfalt abgefüllt. Nach
diesem Besuch geht es wieder zurück nach Strasen.
Wenn Sie Strasen dann in südlicher Richtung verlassen, gelangen
Sie über Pelzkuhl zu einem weiteren Haveltourist
Objekt, dem Campingplatz am Großen Pälitzsee (164). Dem
Radweg entsprechend folgend radeln Sie von Strasen 2,6
km weiter in Richtung Priepert. Kurz vor dem Ortsausgang
Strasen lohnt sich noch ein Besuch des Büffelhofs und der
Alpakafarm.
Am Ortseingang von Priepert geht es über die Havelbrücke,
danach biegen Sie rechts ab und fahren zunächst an
der Dorfkirche vorbei die Straße „An der Havel“ entlang zum
Kanuverleih Kanatu (168), An der Havel 32. Hier finden Sie den
idealen Ausgangspunkt sowohl für Tagestouren als auch für
Mehrtagestouren und Rundtouren im Kajak oder Kanadier
und Kanu Freizeiten für Familien „Mit Catering und Komfort“.
Direkt angrenzend befinden sich auch ein Campingplatz, ein
Restaurant, ein Kiosk und ein Imbiss sowie ein Kanufachgeschäft
vor Ort. Sie können auch den Badestrand „Zur Freiheit“
für eine kurze Rast und Abkühlung nutzen.
Wenn Sie es nicht ganz so nass mögen, lohnt sich ein Besuch
der Fachwerkkirche oder der Heimatstube. Die Fachwerkkirche
in Priepert (167) wurde im Jahr 1719 erbaut. Der Kirche
musste wegen Baufälligkeit der Turm abgenommen werden,
danach bekam die Glocke einen eigenen Glockenstuhl. In den
Jahren 1999 und 2000 wurde die Prieperter Kirche vollständig
restauriert. Wenn man die offene Kirche betritt fallen
sofort der Altar, die Kanzel und der schwebende Taufengel,
die alle dem barocken Stil zuzuordnen sind, auf.
Wenn Sie aus Priepert in südwestliche Richtung radeln, kommen
Sie über Radensee zum Haveltourist „Campingplatz am
Ziernsee“ (169).
Jetzt begeben Sie sich auf den letzten Tourabschnitt zum
Startpunkt in Wesenberg. Dazu fahren Sie von Priepert wieder
750 m zurück und biegen dann rechts ab und radeln
auf der Straße über Hartenland, vorbei an einer Waldkante
und am Finowsee. Nun biegen Sie rechts ab und erleben in
600 m eine weitere Attraktion der Tour. Die idyllisch gelegene
Hausbrücke (171) bei Ahrensberg, eigentlich eine Straßenbrücke,
führt über die Havel und ist absolut sehenswert.
Eine gute Idee ist die Einkehr und Rast auf dem Fischereihof
Ahrensberg (170) direkt am Wasser und Fuße der Brücke.
Von dort hat man auch den besten Blick auf die hölzerne
Hausbrücke, die sogar die älteste noch erhaltene ihrer Art
in Norddeutschland ist. Das Angebot reicht hier von Räucherfisch,
Marinaden, Fischimbiss bis zu Getränken vom Fass.
Während Sie hier gemütlich verweilen, können Sie in der Zeit
auch gleich kostenfrei Ihre E-Bikes an der Ladestation aufladen.
Wenn Sie wieder zurück zum Abzweig gefahren sind, biegen
Sie nun rechts ab und fahren die Weinbergstraße nach Ahrensberg.
Wenn Sie in Ahrensberg rechts durch den Wald
radeln erreichen Sie geradeaus radelnd den „Campingplatz
am Drewensee“ (172), ebenfalls ein Haveltourist Objekt.
Von Ahrensberg geht es nun 3,8 km über die wenig befahrene
Straße „Ahrensberger Weg“, immer parallel zur links
verlaufenden Havel, nach einiger Zeit dann Sie links ab auf
dem Radweg an der B198, und nach 560 m abbiegend zur
Burg Wesenberg und dann weiter zum Ausgangspunkt, dem
Markt in Wesenberg. Hier empfehlen wir bei Ihrem Aufenthalt
noch den Besuch der St.-Marienkirche, die neben der
Burg das älteste Gebäude der Stadt ist und aus Findlingen
und Backsteinen erbaut wurde. Schon 1250 begann man mit
dem Bau, das Schiff mit seinen Wölbungen stammt aus der
zweiten Hälfte des 14.Jhd. und auch aus dieser Zeit bestehen
die Ringmauer des Chores und der Turmunterbau. Bereits
1337 wird die Kirche als komplettiert erwähnt. Beim
großen Stadtbrand 1706 brennt auch die Kirche, nur die
Mauern und das Gewölbe bleiben erhalten, bereits 1707 erfolgte
der Wiederaufbau der St. Marienkirche.
Am südlichen Ortsausgang sollten Sie sich auch noch den
Wesenberger Findlingsgarten anschauen. Schöne, große
Gesteinsbrocken, die in der letzten Eiszeit durch Gletscherwanderungen
in diese Gegend transportiert wurden, werden
hier dargestellt. Hinweistafeln erläutern die Art und das
Herkunftsland der wissenschaftlich bestimmten Gesteinsarten.

Tour 6 C: Rundtour von Rheinsberg über Fürstenberg
Das Städtchen Rheinsberg liegt im Land Brandenburg auf
direkten Weg zwischen Hamburg und Berlin. Das Schloss

Rheinsberg war ursprünglich Residenz des Königs von Preußen,
Friedrich der Große. Bekannt wurde die Stadt durch dir
Erwähnung in den „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“
von Theodor Fontane. 1968 erhielt die Stadt den Titel
„Staatlich anerkannter Erholungsort“.
Wer noch mehr über die Stadt erfahren möchte der ist bei
der Touristeninfo Rheinsberg (173) an der richtigen Adresse.
Der großzügige Marktplatz ist Start der Tour. Von hier aus
fährt man Richtung Norden aus der Stadt und folgt dem
Weg bis zum Hafendorf Rheinsberg (174). Es ist einen Blick
Wert, da jedes Ferienhaus direkt am Wasser gelegen ist und
seinen eigenen Bootsanleger besitzt. Vom Leuchtturm hat
man einen schönen Ausblick über die Anlage und das Wasser.
Die folgenden 4,6 Kilometer führen in nördlicher Richtung
direkt durch einen schönen Wald, der vor Allem im Herbst
seine volle Farbenpracht zeigt.
Das folgende Örtchen ist die ehemals selbstständige Gemeinde
Zechlinerhütte. Der Ort liegt von Wald umgeben
am Schlabornsee, welcher auch Hüttensee genannt wird.
Das frühere Zentrum der preußischen Weißglas Herstellung
ist heute eine Gedenkstätte für den Entdecker der Kontinentalverschiebung
Alfred Wegener, welcher mehrere Sommer
in dem Ort verbracht hat.
Weiter durch den Wald, biegen Sie nach 4,5 km rechts ab
und erreichen nach ein paar Minuten die Marina Wolfsbruch
(175) in Kleinzerlang. Das Precise Resort Marina Wolfsbruch
liegt direkt am Wasser, eingebettet in die wunderschöne
Landschaft der Mecklenburgischen Seenplatte. Im Resort
Marina Wolfsbruch wird der Urlaub zu einem wunderbaren
Erlebnis, man kann hier wirklich die unberührte Natur mit
allen Sinnen genießen. Neben komfortablen Unterkunftsmöglichkeiten
im Hotel, Apartments oder Ferienhäusern
erwartet Sie hier ein breites Angebot an Freizeitmöglichkeiten
– inklusive privatem Yachthafen, Spa, Schwimmbad und
Kinderclub und eine gastronomische Vielfalt.
Folgt man von hier aus dem weiteren Weg in den Ort, kommt
man nach Kleinzerlang. Zunächst sollten Sie noch kurz anhalten,
um das Schauspiel an der Schleuse zu beobachten.
Im Ort kommen Sie an der Kirche vorbei und biegen dann
rechts ab und gelangen über die Brücke zu dem von Wäldern
und Wasser umschlossenen Restaurant Boot & Mehr.
Eine Empfehlung für alle die eine kleine Auszeit brauchen.
Folgen Sie nun der Canower Straße, dann überqueren Sie
kurz vor der Kreuzung die Grenze zwischen Brandenburg
und Mecklenburg-Vorpommern. Hier biegen wir rechts ab
und fahren der Bundesstraße 122, dem Radweg folgend,
entlang bis nach Canow.
Bevor Sie den Stadtkern durchfahren, kommen Sie zur
Canower Schleuse. Bei einem kurzen Halt kann man beobachten
wie die großen und kleinen Schiffe die Schleuse passieren.
Hat einen nun der Hunger gepackt, kann man hinter
der Schleuse auf dem Fischereihof Canow (176) eine Pause
einlegen und ein leckeres Fischbrötchen genießen. Hier kann
man nicht nur die eigene Energie wieder auftanken, sondern
auch sein E-Bike an der dafür installierten Ladestation.
Frisch gestärkt geht es nun auf dem Radfernweg „Mecklenburgische
Seen“ der nach kurzer Zeit auf den Radfernweg
„Berlin – Kopenhagen“ übergeht. Vorbei an schönen Wäldern
und Teichen erreichen wir den Ort Strasen, auch kann man
wieder eine Schleuse an der Müritz-Havel-Wasserstraße beobachten.
Diese befindet sich praktisch zwischen dem großen
Pälitzsee und dem Ellbogensee.
Unsere Tour führt nun weiter auf dem asphaltierten Radweg
3,5 km bis Großmenow. Auf dieser Strecke erblickt man auf
der linken Seite den wunderschönen Ellbogensee und den
Naturcampingplatz „Am Ellenbogensee“, wo wunderschöne
Natur hautnah erleben, in Entspannung eintauchen und
nachhaltig Leben praktizieren kann. Es wird hier unglaublich
viel geboten, egal in welcher Form Sie hier ankommen und
unterwegs sind. Er liegt auf einer Anhöhe mit weitem Blick
über den Ellbogensee, in einem Idyll von Seen, Flüssen und
Hügeln, eingebettet in dunkelgrüne Wälder, direkt zwischen
Mecklenburg und Brandenburg, zwischen Ostsee und Berlin.
Übrigens hat der See tatsächlich eine unverwechselbare
Kontur, die seinen Namen widerspiegelt.
In Großmenow angekommen radeln wir nun gut 3 km nach
Steinförde. Hier verlassen wir den Fernradweg und fahren
in nördlicher Richtung über die Havel aus dem Ort heraus.
Für müde Radler gibt es hier die Möglichkeit die Route
zu verkürzen. Dafür halten Sie sich 1,7 km südöstlich und
fahren den Rest der Tour. Nach 3,6 km, vorbei am Ortsteil
Steinmühle, und einem Abschnitt durch den Wald oberhalb
des Röblinsees, erreichen wir nun Fürstenberg/Havel. Gleich
nach dem Durchfahren unter der Eisenbrücke stoßen wir
auf einen großen Wegweiser als Teil des in Brandenburg für
Radler aufgebauten Knotenpunktsystems.
Fürstenberg/Havel ist eine Stadt an der Oberhavel und
liegt im Norden Brandenburgs. Wegen der Vielzahl an Seen
und Flüssen und Bächen, die die Stadt prägen, führt Fürstenberg
auch die Zusatzbezeichnung Wasserstadt. Das her-

zogliche Schloss von Architekt Julius Löwe, die Stadtkirche
von Friedrich Wilhelm Buttel und weitere Baudenkmale sind
markante Wahrzeichen des Mecklenburg-Strelitzschen Erbes.
Von dem Wegweiser radeln wir nun links haltend der Gelderner
Straße entlang bis an die Hauptstraße, diese überqueren
wir und folgen ab hier der Ravensbrücker Dorfstraße 900
m kurz nach dem nicht übersehbaren sowjetischen Panzer
biegen wir rechts ab in die Straße der Nationen. Nach 600 m
stehen wir vor der Mahn- und Gedenkstätte des Konzentrationslagers
Ravensbrück (177). Hier lohnt ein Besuch, denn es
ist ein bedeutender, wenn auch unrühmlicher, Bestandteil
der deutschen Geschichte.
1939 wurde es errichtet und war das größte Frauenlager auf
deutschem Gebiet. Im April 1941 wurde ein Männerlager angegliedert,
das ebenfalls dem Kommandanten des Frauenlagers
unterstand. Im Juni 1942 kam in unmittelbarer Nachbarschaft
das so genannte „Jugendschutzlager Uckermark“
für junge Frauen und Mädchen hinzu. Das Frauenkonzentrationslager
wurde bis 1945 ständig erweitert. Als Häftlingsunterkünfte
ließ die SS mehr und mehr Baracken aufstellen.
Innerhalb der Lagermauer entstand ein „Industriehof“ mit
Produktionsstätten für traditionelle Frauenarbeiten wie
Schneidern, Weben und Flechten. Neben dem KZ-Gelände
errichtete die Firma Siemens & Halske 20 Werkhallen, in denen
Häftlinge ab Spätsommer 1942 zur Zwangsarbeit herangezogen
wurden. In den Jahren 1939 bis 1945 sind etwa
120.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1.200 weibliche
Jugendliche als Häftlinge registriert worden. Die nach
Ravensbrück Deportierten stammten aus über 30 Nationen,
unter ihnen Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Roma. Zehntausende
wurden ermordet, starben an Hunger, Krankheiten
oder durch medizinische Experimente. Ab 1941 diente
Ravensbrück als Hinrichtungsstätte: Zahllose Frauen - die
genauen Zahlen sind unbekannt - wurden mit Schusswaffen
exekutiert. Anfang 1945 richtete die SS in einer Baracke
neben dem Krematorium eine provisorische Gaskammer ein,
im Zeitraum von Ende Januar bis April 1945 ließ Sie ca. 5.000
bis 6.000 Häftlinge vergasen. Aufgrund eines Räumungsbefehls
Himmlers ließ Lagerkommandant Fritz Suhren die noch
im Lager verbliebenen über 20.000 Häftlinge in mehreren
Marschkolonnen zu Fuß in Richtung Nordwesten treiben. Am
30. April 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager
Ravensbrück mit den ca. 2.000 dort zurückgelassenen
Kranken.
Den Rückweg nach Fürstenberg radeln wir wieder bis an
die B96 heran und folgen dieser linksabbiegend für 360 m.
Nun halten Sie sich links biegen und besuchen das einzigartig
am Wasser gelegene Restaurant Al Porto (178). Die großzügige
Terrasse mitten im Grünen, gibt einen wundervollen Blick
über den See. Eine schöne Parkanlage im Umfeld lädt zum
kurzen Verweilen ein. Fast gegenüber befindet sich das leider
etwas verfallene Schloss. Unter der Leitung des bekannten
Architekten Julius Löwe wurde im 17. Jh. das prachtvolle
Schloss für Herzogin Dorothea Sophie errichtet und ist bis
heute ein beliebter Anziehungspunkt für Touristen.
Weiter in Richtung Zentrum des Ortes gelangen wir zum
Marktplatz mit der schönen, weithin sichtbaren, Stadtkirche
179 . Jeden Donnerstag kann man hier auf dem Wochenmarkt
von 8-15 Uhr regionales Obst und Gemüse kaufen.
Weiter der B96 in südlicher Richtung entdecken Sie immer
wieder Wasserarme und auch eine Schleuse.
Wir halten uns dann rechts und biegen hinter der zweiten
überfahrenen Brücke rechts ab in die Steinförder Straße.
Vorbei am Röblinsee, bekommen Sie eine wundervolle Aussicht
auf die dort gelegenen Villen. Die meisten wurden ab
dem Jahr 1900 im Stil des Historismus erbaut. Ein weit verbreiteter
Stil zu der Zeit, in dem alte Stile wieder aufgenommen
und zum Teil sogar gemischt wurden.
Fast mit dem Ende des Sees in westlicher Richtung verlassen
Sie die Steinförder Straße und biegen nach links rein in den
Wald. Direkt hinter der Abzweigung befindet sich auf der
rechten Seite hinter den Bäumen der kleine Schumachersee.
Einer Legende zufolge soll es mal ein kleines Dorf gegeben
haben, welches jedoch wegen seines lasterhaften und
gottlosen Lebens samt Kirche versunken ist. Aus diesem soll
der See entsprungen sein. Die steinige Fläche am Ufer wird
„Dorfstätte“ genannt, dort in der Nähe soll das versunkene
Dorf gelegen haben.
Es geht nun weiter, knapp 5 km durch den Wald, vorbei am
Peetschsee bis zu dem kleinen Örtchen Dagow. Möchte
man etwas Kultur in die Fahrradtour mit einbringen, hat
man hier die Möglichkeit Führungen zu den Themen „Moore-
Morde-Mythen“ oder „Auf Fontanes Spuren“ zu buchen.
Oder man genießt unterwegs einfach die Natur.
Hat man die Etappe geschafft erwartete Sie nun weiterer
Höhepunkt der Tour. Ebenfalls am Dagowsee gelegen
sieht man auch schon rechterhand den Ortseingang von

Neuglobsow. Der Ort entstand 1780 im Zusammenhang
mit einer Glashütte, die bis ca. 1900 grünes Tafelglas herstellte.
Die Fachwerkhäuser der Glasmacher prägen noch
heute das Ortsbild. Seit 2002 befindet sich dort ein Glasmuseum.
Theodor Fontane besuchte Neuglobsow auf seinen
Wanderungen durch die Mark Brandenburg und verarbeitete
Landschaftseindrücke und Ortssagen in seinem
Roman Der Stechlin.
Am 22. März 1989 erlangte Neuglobsow deutschlandweite
Bekanntheit, weil eine Versammlung der Einwohner erstmals
in der Geschichte der DDR die Kandidatenliste der SED
für eine Kommunalwahl ablehnte und damit die Vorlage einer
neuen Liste erzwang. Von 1930 bis 1945 hatte Neuglobsow
Bahnanschluss als Endstation der Stechlinseebahn. Das
ehemalige Bahnhofsgebäude dient heute als Wohnhaus. Seit
dem 11. Oktober 2008 ist der Ortsteil staatlich anerkannter
Erholungsort und seit 1998 Ortsteil der Gemeinde Stechlin.
Sollte einen der Hunger packen, so ist der Luisenhof (180)
, direkt in der Laufmeile des Ortes gelegen eine gute Anlaufstelle.
Hier speisen Sie auf der großen Terrasse und im
Garten mit Blick auf den See, genießen Sie die frischen und
regionalen Köstlichkeiten, die das Küchenteam für Sie kreiert.
Für den längeren Aufenthalt in Neuglobsow bietet der
Luisenhof erholsame Ruhe in den an-sprechenden Zimmern
und Appartements.
Weiter westlich der Straße folgend kommt man am Fontanehaus
(182) vorbei. Hier kann man an der Fassade interessante
Inschriften entdecken. Weiter westlich radelnd gelangt
schließlich zum Ufer des Stechlinsee (181). Er ist für seine
exzellente Wasserqualität bekannt und mit 70 m der tiefste
See Brandenburgs. Bei den Besuchern ist er vor allem ein
sehr beliebter Badesee und ein hervorragender Tauchplatz.
Geht man das Ufer auf der rechten Seite entlang, gelangt
man zur Tauchbasis Stechlin und zu einem Fischerhof.
Wir umrunden das Dorf einmal und verlassen es wieder auf
dem Forststeig Richtung Westen. Anschließend biegen Sie
rechts ab auf die Menzer Straße, sie können es schon erahnen,
unser nächstes Ziel ist der kleine Ort Menz. Auf dem
Weg dorthin erwartet Sie 3,8 km lang ein straßenbegleitender
Radweg. Er geht die ganze Zeit geradeaus und man
kann schon früh Menz, ein Ortsteil der Gemeinde Stechlin,
in der Ferne erahnen. In der Stadt befindet sich das Naturpark-
Haus Stechlin (183), welches auf jeden Fall einen Abstecher
wert ist, wenn man mehr über die Gegend erfahren

möchte. Neben einem Sinnesgarten und einem Fußtastpfad
lädt auch ein großes Aquarium mit einheimischen Fischen
zum Erkunden ein. Der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land ist
ein Großschutzgebiet im Norden des Landes Brandenburg.
Der Naturpark wurde nach dem Großen Stechlinsee und der
historischen Landschaft Ruppiner Land benannt. Er umfasst
das Rheinsberger Seengebiet und die Ruppiner Schweiz. Aus
westlich heraus Menz führend geht es nochmal kurz am
Roofensee vorbei. Auch er verfügt über eine hervorragende
Wasserqualität. Eine Wanderung um den Roofensee ist
eine Empfehlung für einen längeren Aufenthalt.
Wir folgen der Deutschen Tonstraße ein kleines Stück. Sie ist
ein 215 km langer Rundkurs im Norden Brandenburgs. Der
asphaltierte Radweg führt weiter straßenbegleitend und
auf leicht hügeliger Landschaft an der L 15 durch wunderschöne
Wälder. In unregelmäßigen Abständen ergeben sich
auch mal Lichtungen und Feldränder, an denen man Halt machen
kann und den Blick einfach mal in die Ferne schweifen
lassen kann.
Nach 9 km der abenteuerlichen Berg- und Talfahrt erreichen
wir unseren Startort Rheinsberg, der Zielpunkt ist
der Marktplatz der Stadt. Schauen Sie hier beim Gasthof
Endler vorbei, dort gibt es alles für eine Stärkung nach
der Tour.
Haben Sie am nächsten Tag noch Zeit, sollten Sie sich in
Rheinsberg noch das wunderschöne Schloss (142) anschauen.
Das ehemalige Wasserschloss mit seiner atemberaubenden
Parkanlage bildet einen hervorragenden Abschluss der Tour.
Die Touristen-Information (173) in unmittelbarer Nähe des
Schlosses hilft bei Fragen rund um Ihren Aufenthalt gern
weiter, und gibt Ihnen nützliche Tipps für Kulinarik, Kultur
und Freizeit.
Für alle Radler wurde in diesem wunderschönen Gebiet der
beschriebenen Tourenvorschläge 6 inzwischen viel für die
Infrastruktur geschaffen. So findet man hier zahlreiche
E-Bike Ladestationen und Fahrrad-Reparaturstationen zur
eigenen Nutzung. Eine entsprechende Übersicht finden Sie
in der beiliegenden Radwanderkarte und auch im hinteren
Teil des Magazins. Und für alle, die im Urlaub oder in der Freizeit
gern ein Mietrad nutzen wollen gibt es gute Nachrichten.
MV-Rad hat sein Netz von Verleihstationen erweitert, so
dass Sie an den Touren sich Räder ausleihen können. Dafür
nutzen Sie einfach die MV-Rad App. Laden Sie sich diese aus
den Stores herunter und schon geht es los.

 

 

 

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Tour 6 A: Rundtour von Neustrelitz bis Wesenberg
Die sternförmige, spätbarocke Stadtanlage mit dem großen quadratischen Marktplatz in Neustrelitz ist einmalig in Europa. Allenorts ist noch der Glanz der Vergangenheit als Residenzstadt zu spüren. Wer etwas mehr über die Stadt erfahren möchte, der sollte unbedingt bei der Tourismusinformation Neustrelitz vorbei schauen (149). Das Schloss ist 1945 durch einen Brand zerstört worden, aber der Schlossgarten ist noch erhalten und wird im Sommer für die „Festspiele im Schlossgarten“ genutzt. Auch die Schlosskirche (151) ist noch zu besichtigen. Die aus Südafrika stammende „Stelitzia reginae“ ist das wahrhaft königliche Symbol der Stadt. Von der Stadtkirche hat man eine herrliche Aussicht auf den Zierker See. Eine weitere Neustrelitzer Berühmtheit ist das über 300 Jahre alte Landestheater. Der klassizistischen Architektur des historischen Gebäudes entsprechend, lädt das Foyer des Hotels „Schlossgarten“ (150) im Biedermeier-Stil zum Verweilen ein. Beginnen Sie den Tag mit einem reichhaltigen Frühstück vom Buffet. Sie werden in den Räumen des Frühstücksrestaurants erwartet, in dem der freundliche Service Sie auch abends mit gepflegten Getränken verwöhnt.
Sollten Sie auf der Tour etwas erschöpft sein haben Sie nun die Möglichkeit ein Stück des Weges schnell und bequem mit der Kleinseenbahn „Hans“ (153) der Hanseatischen Eisenbahn GmbH abzukürzen. Sie fährt in der Woche und auch am Wochenende von Neustrelitz über Wesenberg weiter nach Mirow. Sie können natürlich Ihre Räder mitnehmen.
Wenn Sie für Ihre Tour ab Neustrelitz Drahtesel benötigen, dann nehmen Sie mit dem Team des kompetenten Fahrradcenters Ballin Kontakt auf oder fahren Sie direkt zum Standort des „Fahrradcenter Ballin“ (155), Zierke 36, in Neustrelitz. Dieser befindet sich auch direkt an unserer Tour.
Die Tour beginnt am quadratischen Marktplatz von Neustrelitz, von dem acht Straßen wegführen. Sie fahren in südwestlicher Richtung los in die Schlosstrasse und gelangen zum Kulturquartier Neustrelitz (154), Schloßstraße 12/13. Als ein lebendiger Ort der Kommunikation, Bildung und Geschichtsvermittlung vereint das Kulturquartier die erste umfassende Dauerausstellung zur Geschichte des Landes Mecklenburg-Strelitz, das regionalgeschichtliche Karbe-Wagner-Archiv und die Stadtbibliothek. Die 1899 erbaute Kaiserliche Post wurde von 2012 - 2015 zu diesem Zweck denkmalgerecht saniert. Mit dem sich anschließenden lichtdurchfluteten Neubau und der großzügigen Gartenanlage bietet das Haus beste Voraussetzungen, um eine Vielzahl kultureller Angebote aus einer Hand nutzen zu können. Auf einen Besuch sollten Sie nicht verzichten.
Sie fahren bis zur Kreuzung, und dann gleich rechts in die Straße „An der Promenade“. Natürlich können Sie hier auch noch einen kleinen Abstecher auf das gegenüberliegende Areal mit Schlossgarten und den historischen Gebäuden wie Orangerie und Schlosskirche (151) einlegen.
Nun radeln Sie am Kreisel raus westwärts in die Seestraße in Richtung Stadthafen, welcher zwischen 1841 und 1846 angelegt wurde. Die Speichergebäude sind auch heute noch erhalten. Der Zierker Nebenstraße folgend gelangen Sie rechtsabbiegend zunächst auf die Zierker Straße und dann die Penzliner Straße, die Sie aus Neustrelitz herausführt. Am Kreisel verlassen Sie diese und radeln weiter in die Rudower-Str. linkerhand in den Ortsteil Zierke. Das bereits erwähnte Fahrradcenter Ballin (155), Zierke 36, hat von hier in 500 m seinen Sitz. Weiter der Rudower Str. entlang fahren Sie an Rudow vorbei und weiter bis nach Wiesenthal. 200 m hinter Wiesenthal biegen Sie rechts ab, fahren an der Waldkante entlang und um den Großen Prälanksee nach Prälank Dorf. Südllich des Großen Prälanksees auf dem Buteberg gibt es in 500 m einen Findlingsgarten. Wenn Sie dorthin radeln, dann entdecken Sie in Prälank Kalkofen das wunderschön gelegene Landhotel & Restaurant Prälank (164). Abseits von Trubel und Lärm am schönen Müritz Nationalpark ist dies der richtige Ort zum Entschleunigen. Doppelzimmer, Appartements sowie Ferienwohnungen- und Ferienhäuser stehen hier in unmittelbarer Nähe zur Residenzstadt Neustrelitz zur Verfügung. Das Landhotel bietet sogar ein Restaurant mit 2 Sonnenterrassen, großem Garten und das ganze idyllisch an einem See gelegen.
Falls Sie nur eine Kurztour um den Zirkower See machen wollen, dann können Sie 1,3 km in Richtung Lindenberg weiterfahren.
Ansonsten radeln Sie wieder zurück in nördliche Richtung nach Prälank-Dorf. Kurz vor dem Dorfende biegen Sie nun links in den Müritz-Nationalpark in das Waldgebiet der Torwitzer Tannen ab. Dieser Weg durch den schönen Wald zieht sich 3,8 km bis Langhagen, am Langhäger See. Biegen Sie jetzt links ab und radeln 4,2 km weiter nach Blankenförde.
Blankenförde wurde 1256 erstmals erwähnt. Sehenswert sind die Fachwerkkirche mit Ihrem Turm aus dem Jahr 1702 und ein Gutshaus mit Gauben und Türmchen, das heute als Wohnhaus genutzt wird. Genießen Sie nach einem erlebnisreichen Urlaubstag auf dem Fahrrad oder mit dem Boot eine gemütliche Rast auf der Terrasse von der Räucherkate am Hexenwäldchen (156). Sie finden eine urige Gaststätte mit einem umfangreichen preiswerten Angebot an selbst gekochten Speisen aus Fisch und Fleisch, sowie Eierkuchen, Pizza und Nudeln.
In Blankenförde gibt es eine Nationalpark-Information (157) mit einer Fotoausstellung in der Nähe der kleinen Fachwerkkirche im Gebäude der ehemaligen Dorfschule.
Der nächste Tourabschnitt verläuft auf dem Radfernweg Berlin-Kopenhagen 6,5 km bis zur Useriner Mühle. In Blankenförde überfahren Sie zunächst die Havel. Im Folgenden Kakeldütt am Hexenwäldchen nehmen Sie die rechte Abzweigung und fahren weiter in den Wald am „Roter See“ vorbei und bis an die L25 heran. Auf diese biegen Sie links ab nach Zwenzow. In Zwenzow befindet sich hinter dem linksseitigen Rohrsee der Haveltourist Campingplatz „FKK-Camping am Useriner See“ (158).
Bis zur Useriner Mühle sind es von dort nur 1,2 km. Auf dem Weg dahin überfahren Sie den Havel-Kanal, hier entstand auch die erste und längste Schleuse der Mecklenburger Seenplatte, die den Useriner See mit dem Großen Labussee verbindet. In Useriner Mühle angekommen bietet sich eine Rast am Strand und beim Imbiss „Seeblick“ (159) am idyllisch gelegenen Useriner See an, bei schönem Wetter können Sie an der Badestelle eine Erfrischung suchen. Die mächtigen Industriegebäude der stillgelegten Mühle sind hier noch deutlich sichtbar.
Hier in Useriner Mühle kann man natürlich auch die Tour abkürzen. Ein straßenbegleitender, asphaltierter Radweg führt direkt bis nach Neustrelitz. Dieser Alternativweg von der Useriner Mühle bis nach Lindenberg beträgt 5 km. Nach 2,2 km erreichen Sie dabei das Nationalparkdorf Userin mit mehreren Einkehrmöglichkeiten.
Wieder nach Zwenzow zurückradelnd, biegen Sie an der Hauptstraße links ab und fahren vorbei am Campingplatz „Zwenzower Ufer am Großen Labussee“ (160) und an dem See und durch den Wald, vovrbei am Kleinen Labussee bis zum „Großer Weißer See“. Im Strandrestaurant können Sie nun eine Rast einlegen. Hier befindet sich mit dem Campingpark am Weißen See (161) ein weiterer Haveltourist-Campingplatz. In unmittelbarer Nähe gibt es sogar einen Haltepunkt der Kleinseenbahn. Sie fahren nun 500 m bis zur B 198 heran und weiter auf dem straßenbegleitenden Radweg nach Wesenberg bis zur Kreuzung und biegen links in die Straße „Vor dem Wendischen Tor“.
Die Fischereihof Wesenberg (162) „Obere Havel“ e.G. ist ein Muss für Fischliebhaber und Angelfreunde. Mitten im
Herzen der Mecklenburgischen Kleinseenplatte, dürfen sich Touristen auf eine atemberaubende Aussicht, köstlichen und frischen Fisch, aber auch auf Angelausflüge und besondere Fischerfeste im Sommer freuen.
Wenn Sie nun in 360 m rechts abbiegen, erreichen Sie den Markt und über den Burgweg die Burg Wesenberg.
Sollten Sie gleich den Rückweg nach Neustrelitz vornehmen wollen dann radeln Sie links ab in die Bahnhofstraße. Am Ende erreichen Sie den Bahnhof, falls die Tour schon viel Kraft gekostet hat, können Sie von hier auch die Kleinseenbahn nach Neustrelitz nutzen.
Der Rückweg nach Neustrelitz führt über den Radweg Berlin-Kopenhagen, dazu sollten Sie die Beschilderung beachten. Ein schöner asphaltierter Radweg führt am Woblitzsee entlang. Nach einer kleinen Schleife biegen Sie noch vor Groß-Quassow rechts ab und kommen nach 800 m zu dem 5-Sterne-Camping- und Ferienpark Havelberge (163), An den Havelbergen 1. Hier können Sie in direkter Seelage Ihren Urlaub mit hohem Komfort und vielen Freizeitaktivitäten zu Lande und zu Wasser verbringen. Sie finden hier auch ein Restaurant mit großer Seeterrasse und Blick auf den Woblitzsee, einen Hochseilgarten sowie einen Kanu- und Floßverleih. Hier befindet sich auch der Hauptsitz des Unternehmens „Haveltourist“.
Sie setzen die Tour fort und radeln wieder zurück zum Radfernweg Berlin – Kopenhagen nach Groß Quassow. Sehenswert ist dort die neugotische Backsteinkirche von 1876. Hier gibt es auch einen Haltepunkt der Kleinseenbahn. Sie fahren den Radfernweg nun noch 2,2 km weiter bis an die Landstraße L25 auf Höhe der Ortschaft Lindenberg heran. Dort biegen Sie rechts ab und fahren auf dem Radweg 400 m bis Sie an eine Brücke, die über den Kammerkanal führt kommen. Hier ist auch ein kleiner Rastplatz. Ein Denkmal weist hier an den Fundort des Großherzogs Adolf-Friedrich VI. zu Mecklenburg-Strelitz am 24.02.1918 hin. Der Kammerkanal verbindet den Woblitzsee und die Havel mit dem Zierker See. Er gehört zur Oberen Havel-Wasserstraße.
Die Tour führt nun weiter 3 km in Richtung Neustrelitz bis zum Abzweig Slawendorf. Dabei fahren Sie praktisch im Abstand von ca. 600 m um das Ufer des Zierker See´s herum. Nach 300 m erreichen Sie das Slawendorf (152). Hier können Sie entdecken, wie die Slawen vor etwa 1000 Jahren in unserer Region gelebt und Ihr Handwerk ausgeübt haben. Die in traditioneller Bauweise errichteten Lehm- und Holzhütten laden zum Mitmachen und zu kreativen Beschäftigungen ein.
Über den Franzosensteg und die Useriner Straße gelangen Sie wieder zum Kreisel. Diesen verlassen Sie in Richtung Seestraße.
Im Tiergarten Neustrelitz, Am Tiergarten 14, können Sie sich neben dem Besuch der 450 Tiere in 40 Arten gut erholen, entspannen und auch die Spielplätze nutzen. Der Tiergarten Neustrelitz wurde bereits im 18. Jh. angelegt und ist heute eine sehr gut angenommene Freizeit,- Bildungs- und Erholungseinrichtung. Die TouristInfo Neustrelitz (149), Strelitzer Str. 1, ist Ihr freundlicher Anlaufpunkt für Fragen, Hilfe und Informationen bei Ihrem Urlaub in der Region.
Tour B: Von Wesenberg zu den südlichen Kleinseen
Prägend für das Bild von Wesenberg ist die im 13. Jahrhundert erbaute Burganlage mit dem dazugehörigen Fangelturm. Reste der ehemaligen Burgmauern zeugen von damaliger Größe und Form des Gebäudes aus der Zeit von Stadtbegründer Fürst Nikolaus von Werle. Eine örtliche Besonderheit: eine alte Linde mit einem Stammumfang von acht Metern ziert den Eingang der im 14. Jahrhundert errichteten gotischen St. Marienkirche.
Die Tour beginnt am Markt in Wesenberg. Falls Sie noch ein Leihfahrrad benötigen oder Probleme mit Ihren Rädern haben, dann schauen bei Fahrradservice Wesenberg (165), Vor dem Mühlentor 1, vorbei. Vom Markt radeln Sie dann in südlicher Richtung über den Burgweg zur Burg Wesenberg. Dort ist die Touristinfo (166) untergebracht, empfehlenswert ist natürlich der Besuch der Burganlage (167).
Über den Markt, die Mittelstraße und links ab auf die Straße „Vor dem Wendischen Tor“ fahren Sie dann links an die Kreuzung der B 198, überqueren diese viel befahrene Hauptstraße und fahren 150 m an der Bundestraße B 198 in westliche Richtung und biegen dann links ab in den Drosedower Weg.
Ab hier folgen wir dem Radfernweg Berlin-Kopenhagen bis Strasen. Zunächst radeln wir auf einer wenig befahrenen Straße über Landschaften mit weiträumigen Ausblicken 5,2 km bis nach Drosedow.
Kurz vor Drosedow biegen wir links ab und machen noch einen kleinen Abstecher entlang der Dorfstraße zu der ruhig an einem See gelegenen Pension Schloss Drosedow, welches wir nach 500 m erreichen. Die Familie Heller hat das ehemalige, im Jahre 1904 erbaute Jagdschloss „Sankt Hubertus“, aufwendig renoviert. Schloss Drosedow bietet mit seinem Ensemble aus Haus, Park und See zu jeder Jahreszeit einen ganz besonderen Reiz. Es befindet sich in einzigartiger, ruhiger Lage an einem See. Es verfügt über mehrere Suiten, im Park stehen aber auch Ferienhäuser für ihren Urlaub bereit.
Wieder zurück über die Dorfstraße biegen wir nun links ab und radeln durch Drosedow. Weiter geht es dann 1,4 km durch einen Waldabschnitt. Nach Verlassen des Waldes biegen wir nach 150 m links ab und radeln 1,6 km durch den Wald nach Neu-Drosedow. Die Kulturscheune ist ein umgebautes klassizistisches Gutshaus, welches zu Ausstellungen und Konzerten einlädt.
Weiter geht’s zum nächsten Abzweig. Wir biegen nun rechts ab und kommen nach 540 m zu einer Gabelung. Wenn wir links abbiegen, dann gelangen wir nach 500 m zum Waldrestaurant & Hotel Johannesruh (170), Johannesruh 1. Idyllisch gelegen, bietet das Hotel „Johannesruh“ leckere regionale Gerichte von der „Bäuerin“ sowie mit 22 individuell ausgestatteten Komfortzimmern einen idealen Ausgangspunkt für herrliche Radtouren, Wasser- oder Naturkundewanderungen, Dampfertouren sowie Kutsch- oder Reitunternehmungen.
Wieder zurück zum Abzweig, biegen wir nun links ab und radeln 130 m bis zur Kanufarm am Heegesee (169), Neu Drosedow 5a. Hier angekommen befinden Sie sich wasserseits in einer motorbootfreien Zone und finden hier den idealen Start- und Endpunkt für eventuelle Kanutouren.
Jetzt radeln wir wieder über Neu-Drosedow zurück, bis wir wieder kurz vor Seewalde wieder auf den internationalen Radweg Berlin-Kopenhagen gelangen.
Weiter in südlicher Richtung sind es nur noch 80 m bis Seewalde. Das Dorf Seewalde liegt in einer der landschaftlich schönsten Regionen der mecklenburgischen Seenplatte und ist tatsächlich ein Ort zwischen See und Wald. Malerische Seen und Kanäle schlängeln sich durch dieses Gebiet. Wir empfehlen im Ortszentrum eine kleine Pause einzulegen. Hier gibt es einen absolut sehenswerten Gutshof, der aufgrund des gemütlichen Innenhofes mit den ihn umgebenden nostalgischen Häuschen, zu einer Rast einlädt. Im Laden und Bistro im Gutshof (168), gibt es nicht nur Café, Kuchen und Getränke, sondern hier finden Sie eine reichhaltige Auswahl an regionalen Produkten, auch Artikel des täglichen Bedarfs, alles für die Körperpflege, Keramik, und ganz viel mehr. Und damit auch der Akku Ihres E-Bikes wieder über mehr Power verfügt, können Sie diesen hier kostenfrei während Ihrer Radlerpause aufladen.
Sie verlassen den Ort in südliche Richtung und haben dann auf der Brücke einen tollen Ausblick auf den rechtsseitigen Gobenowsee und linkseitigen Klenzsee. Mit etwas Glück kann man hier Canadier Gruppen auf ihrem Wege durch die Seen zusehen. Sie fahren nun weiter durch den Wald am Gobenowsee entlang bis nach Neu-Canow.
Dort biegen Sie dann links ab in die Dorfstraße und fahren bis an die B 122 heran. Diese überqueren Sie und radeln dann, vorbei an Trünnensee und Buchsee, insgesamt 5,8 km bis nach Strasen.
In Strasen gibt es eine Fachwerkkirche deren originaler Altar in einem sehr guten Zustand ist. Die Schleuse in Strasen verbindet den Großen Pälitzsee und den Ellbogensee (Teil der Müritz-Havel-Wasserstraße) miteinander, von einer Brücke haben Sie einen schönen Blick darauf.
Von hier kann man einen kurzen Abstecher nach Wustrow (2,7 km) machen. Der kleine Ort Wustrow ist idyllisch am Plätlinsee gelegen und besitzt mehrere Denkmäler, besonders sehenswert ist die Kirche, die man auch von innen besuchen kann. In Wustrow befindet sich in der Dorfmitte direkt an der Hauptstraße eine E-Bike-Ladestation. Dort können Sie Ihre Akku´s in abschließbaren Fächern aufladen. Die Heimatstube Wustrow (172) ist ein liebevoll eingerichtetes kleines Museum. Viele interessante Dinge aus der Vergangenheit kann man hier bestaunen und auch Neuigkeiten über die Gemeinde Wustrow erfahren kann. Touristische Informationen erhält man hier ebenfalls. Im Jahr 2009 kam das Helmut-Sakowski-Lesezimmer dazu. Das komplette Arbeitszimmer des Schriftstellers mit seinem literarischen Nachlass ist hier zu sehen. Die Gestaltung des Sakowski-Lesezimmers wurde originalgetreu übernommen.
Von der Schulstraße radeln Sie nun zu der sich direkt an der B 122 befindenden Mecklenburger Likörmanufaktur (173), Dorfstraße 26. Sie produziert Ihre handgemachten, aromatischen Spirituosen in der Mecklenburgischen Seenplatte. Besuchen Sie den kleinen Hofladen und lassen sie sich von Jan Hübner beraten. Hier werden Liköre nach hauseigenen Rezepten hergestellt und mit viel Sorgfalt abgefüllt. Nach diesem Besuch geht es wieder zurück nach Strasen.
Wenn Sie Strasen dann in südlicher Richtung verlassen, gelangen Sie über Pelzkuhl zu einem weiteren Haveltourist Objekt, dem Campingplatz am Großen Pälitzsee (171). Dem Radweg entsprechend folgend radeln Sie von Strasen 2,6 km weiter in Richtung Priepert. Kurz vor dem Ortsausgang Strasen lohnt sich noch ein Besuch des Büffelhofs und der Alpakafarm.
Am Ortseingang von Priepert geht es über die Havelbrücke, danach biegen Sie rechts ab und fahren zunächst an der Dorfkirche vorbei die Straße „An der Havel“ entlang zum Kanuverleih Kanatu (175), An der Havel 32. Hier finden Sie den idealen Ausgangspunkt sowohl für Tagestouren als auch für Mehrtagestouren und Rundtouren im Kajak oder Kanadier und Kanu Freizeiten für Familien „Mit Catering und Komfort“. Direkt angrenzend befinden sich auch ein Campingplatz, ein Restaurant, ein Kiosk und ein Imbiss sowie ein Kanufachgeschäft vor Ort. Sie können auch den Badestrand „Zur Freiheit“ für eine kurze Rast und Abkühlung nutzen.
Wenn Sie es nicht ganz so nass mögen, lohnt sich ein Besuch der Fachwerkkirche oder der Heimatstube. Die Fachwerkkirche in Priepert (174) wurde im Jahr 1719 erbaut. Der Kirche musste wegen Baufälligkeit der Turm abgenommen werden, danach bekam die Glocke einen eigenen Glockenstuhl. In den Jahren 1999 und 2000 wurde die Prieperter Kirche vollständig restauriert. Wenn man die offene Kirche betritt fallen sofort der Altar, die Kanzel und der schwebende Taufengel, die alle dem barocken Stil zuzuordnen sind, auf.
Wenn Sie aus Priepert in südwestliche Richtung radeln, kommen Sie über Radensee zum Haveltourist „Campingplatz am Ziernsee“ (176).
Jetzt begeben Sie sich auf den letzten Tourabschnitt zum Startpunkt in Wesenberg. Dazu fahren Sie von Priepert wieder 750 m zurück und biegen dann rechts ab und radeln auf der Straße über Hartenland, vorbei an einer Waldkante und am Finowsee. Nun biegen Sie rechts ab und erleben in 600 m eine weitere Attraktion der Tour. Die idyllisch gelegene Hausbrücke (178) bei Ahrensberg, eigentlich eine Straßenbrücke, führt über die Havel und ist absolut sehenswert.
Eine gute Idee ist die Einkehr und Rast auf dem Fischereihof Ahrensberg (177) direkt am Wasser und Fuße der Brücke. Von dort hat man auch den besten Blick auf die hölzerne Hausbrücke, die sogar die älteste noch erhaltene ihrer Art in Norddeutschland ist. Das Angebot reicht hier von Räucherfisch, Marinaden, Fischimbiss bis zu Getränken vom Fass. Während Sie hier gemütlich verweilen, können Sie in der Zeit auch gleich kostenfrei Ihre E-Bikes an der Ladestation aufladen.
Wenn Sie wieder zurück zum Abzweig gefahren sind, biegen Sie nun rechts ab und fahren die Weinbergstraße nach Ahrensberg. Wenn Sie in Ahrensberg rechts durch den Wald radeln erreichen Sie geradeaus radelnd den „Campingplatz am Drewensee“ (179), ebenfalls ein Haveltourist Objekt.
Von Ahrensberg geht es nun 3,8 km über die wenig befahrene Straße „Ahrensberger Weg“, immer parallel zur links verlaufenden Havel, nach einiger Zeit dann Sie links ab auf dem Radweg an der B198, und nach 560 m abbiegend zur Burg Wesenberg und dann weiter zum Ausgangspunkt, dem Markt in Wesenberg. Hier empfehlen wir bei Ihrem Aufenthalt noch den Besuch der St.-Marienkirche, die neben der Burg das älteste Gebäude der Stadt ist und aus Findlingen und Backsteinen erbaut wurde. Schon 1250 begann man mit dem Bau, das Schiff mit seinen Wölbungen stammt aus der zweiten Hälfte des 14.Jhd. und auch aus dieser Zeit bestehen die Ringmauer des Chores und der Turmunterbau. Bereits 1337 wird die Kirche als komplettiert erwähnt. Beim großen Stadtbrand 1706 brennt auch die Kirche, nur die Mauern und das Gewölbe bleiben erhalten, bereits 1707 erfolgte der Wiederaufbau der St. Marienkirche.
Am südlichen Ortsausgang sollten Sie sich auch noch den Wesenberger Findlingsgarten anschauen. Schöne, große Gesteinsbrocken, die in der letzten Eiszeit durch Gletscherwanderungen in diese Gegend transportiert wurden, werden hier dargestellt. Hinweistafeln erläutern die Art und das Herkunftsland der wissenschaftlich bestimmten Gesteinsarten.
Tour 6 C: Rundtour von Rheinsberg über Fürstenberg
Das Städtchen Rheinsberg liegt im Land Brandenburg auf direkten Weg zwischen Hamburg und Berlin. Das Schloss Rheinsberg war ursprünglich Residenz des Königs von Preußen, Friedrich der Große. Bekannt wurde die Stadt durch dir Erwähnung in den „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ von Theodor Fontane. 1968 erhielt die Stadt den Titel „Staatlich anerkannter Erholungsort“.
Wer noch mehr über die Stat erfahren möchte der ist bei der Touristeninfo Rheinsberg (180) an der richtigen Adresse.
Der großzügige Marktplatz ist Start der Tour. Von hier aus fährt man Richtung Norden aus der Stadt und folgt dem Weg bis zum Hafendorf Rheinsberg (181). Es ist einen Blick Wert, da jedes Ferienhaus direkt am Wasser gelegen ist und seinen eigenen Bootsanleger besitzt. Vom Leuchtturm hat man einen schönen Ausblick über die Anlage und das Wasser.
Die folgenden 4,6 Kilometer führen in nördlicher Richtung direkt durch einen schönen Wald, der vor Allem im Herbst seine volle Farbenpracht zeigt.
Das folgende Örtchen ist die ehemals selbstständige Gemeinde Zechlinerhütte. Der Ort liegt von Wald umgeben am Schlabornsee, welcher auch Hüttensee genannt wird. Das frühere Zentrum der preußischen Weißglas Herstellung ist heute eine Gedenkstätte für den Entdecker der Kontinentalverschiebung Alfred Wegener, welcher mehrere Sommer in dem Ort verbracht hat.
Weiter durch den Wald, biegen Sie nach 4,5 km rechts ab und erreichen nach ein paar Minuten die Marina Wolfsbruch (182) in Kleinzerlang. Das Precise Resort Marina Wolfsbruch liegt direkt am Wasser, eingebettet in die wunderschöne Landschaft der Mecklenburgischen Seenplatte. Im Resort Marina Wolfsbruch wird der Urlaub zu einem wunderbaren Erlebnis, man kann hier wirklich die unberührte Natur mit allen Sinnen genießen. Neben komfortablen Unterkunftsmöglichkeiten im Hotel, Apartments oder Ferienhäusern erwartet Sie hier ein breites Angebot an Freizeitmöglichkeiten – inklusive privatem Yachthafen, Spa, Schwimmbad und Kinderclub und eine gastronomische Vielfalt.
Folgt man von hier aus dem weiteren Weg in den Ort, kommt man nach Kleinzerlang. Zunächst sollten Sie noch kurz anhalten, um das Schauspiel an der Schleuse zu beobachten. Im Ort kommen Sie an der Kirche vorbei und biegen dann rechts ab und gelangen über die Brücke zu dem von Wäldern und Wasser umschlossenen Restaurant Boot & Mehr. Eine Empfehlung für alle die eine kleine Auszeit brauchen. Folgen Sie nun der Canower Straße, dann überqueren Sie kurz vor der Kreuzung die Grenze zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Hier biegen wir rechts ab und fahren der Bundesstraße 122, dem Radweg folgend, entlang bis nach Canow.
Bevor Sie den Stadtkern durchfahren, kommen Sie zur Canower Schleuse. Bei einem kurzen Halt kann man beobachten wie die großen und kleinen Schiffe die Schleuse passieren. Hat einen nun der Hunger gepackt, kann man hinter der Schleuse auf dem Fischereihof Canow (183) eine Pause einlegen und ein leckeres Fischbrötchen genießen. Hier kann man nicht nur die eigene Energie wieder auftanken, sondern auch sein E-Bike an der dafür installierten Ladestation.
Frisch gestärkt geht es nun auf dem Radfernweg „Mecklenburgische Seen“ der nach kurzer Zeit auf den Radfernweg „Berlin – Kopenhagen“ übergeht. Vorbei an schönen Wäldern und Teichen erreichen wir den Ort Strasen, auch kann man wieder eine Schleuse an der Müritz-Havel-Wasserstraße beobachten. Diese befindet sich praktisch zwischen dem großen Pälitzsee und dem Ellbogensee.
Unsere Tour führt nun weiter auf dem asphaltierten Radweg 3,5 km bis Großmenow. Auf dieser Strecke erblickt man auf der linken Seite den wunderschönen Ellbogensee und den Naturcampingplatz „Am Ellenbogensee“, wo wunderschöne Natur hautnah erleben, in Entspannung eintauchen und nachhaltig Leben praktizieren kann. Es wird hier unglaublich viel geboten, egal in welcher Form Sie hier ankommen und unterwegs sind. Er liegt auf einer Anhöhe mit weitem Blick über den Ellbogensee, in einem Idyll von Seen, Flüssen und Hügeln, eingebettet in dunkelgrüne Wälder, direkt zwischen Mecklenburg und Brandenburg, zwischen Ostsee und Berlin. Übrigens hat der See tatsächlich eine unverwechselbare Kontur, die seinen Namen widerspiegelt.
In Großmenow angekommen radeln wir nun gut 3 km nach Steinförde. Hier verlassen wir den Fernradweg und fahren in nördlicher Richtung über die Havel aus dem Ort heraus. Für müde Radler gibt es hier die Möglichkeit die Route zu verkürzen. Dafür halten Sie sich 1,7 km südöstlich und fahren den Rest der Tour. Nach 3,6 km, vorbei am Ortsteil Steinmühle, und einem Abschnitt durch den Wald oberhalb des Röblinsees, erreichen wir nun Fürstenberg/Havel. Gleich nach dem Durchfahren unter der Eisenbrücke stoßen wir auf einen großen Wegweiser als Teil des in Brandenburg für Radler aufgebauten Knotenpunktsystems.
Fürstenberg/Havel ist eine Stadt an der Oberhavel und liegt im Norden Brandenburgs. Wegen der Vielzahl an Seen und Flüssen und Bächen, die die Stadt prägen, führt Fürstenberg auch die Zusatzbezeichnung Wasserstadt. Das herzogliche Schloss von Architekt Julius Löwe, die Stadtkirche von Friedrich Wilhelm Buttel und weitere Baudenkmale sind markante Wahrzeichen des Mecklenburg-Strelitzschen Erbes.
Von dem Wegweiser radeln wir nun links haltend der Gelderner Straße entlang bis an die Hauptstraße, diese überqueren wir und folgen ab hier der Ravensbrücker Dorfstraße 900 m kurz nach dem nicht übersehbaren sowjetischen Panzer biegen wir rechts ab in die Straße der Nationen. Nach 600 m stehen wir vor der Mahn- und Gedenkstätte des Konzentrationslagers Ravensbrück (184). Hier lohnt ein Besuch, denn es ist ein bedeutender, wenn auch unrühmlicher, Bestandteil der deutschen Geschichte.
1939 wurde es errichtet und war das größte Frauenlager auf deutschem Gebiet. Im April 1941 wurde ein Männerlager angegliedert, das ebenfalls dem Kommandanten des Frauenlagers unterstand. Im Juni 1942 kam in unmittelbarer Nachbarschaft das so genannte „Jugendschutzlager Uckermark“ für junge Frauen und Mädchen hinzu. Das Frauenkonzentrationslager wurde bis 1945 ständig erweitert. Als Häftlingsunterkünfte ließ die SS mehr und mehr Baracken aufstellen. Innerhalb der Lagermauer entstand ein „Industriehof“ mit Produktionsstätten für traditionelle Frauenarbeiten wie Schneidern, Weben und Flechten. Neben dem KZ-Gelände errichtete die Firma Siemens & Halske 20 Werkhallen, in denen Häftlinge ab Spätsommer 1942 zur Zwangsarbeit herangezogen wurden. In den Jahren 1939 bis 1945 sind etwa 120.000 Frauen und Kinder, 20.000 Männer und 1.200 weibliche Jugendliche als Häftlinge registriert worden. Die nach Ravensbrück Deportierten stammten aus über 30 Nationen, unter ihnen Jüdinnen und Juden sowie Sinti und Roma. Zehntausende wurden ermordet, starben an Hunger, Krankheiten oder durch medizinische Experimente. Ab 1941 diente Ravensbrück als Hinrichtungsstätte: Zahllose Frauen - die genauen Zahlen sind unbekannt - wurden mit Schusswaffen exekutiert. Anfang 1945 richtete die SS in einer Baracke neben dem Krematorium eine provisorische Gaskammer ein, im Zeitraum von Ende Januar bis April 1945 ließ Sie ca. 5.000 bis 6.000 Häftlinge vergasen. Aufgrund eines Räumungsbefehls Himmlers ließ Lagerkommandant Fritz Suhren die noch im Lager verbliebenen über 20.000 Häftlinge in mehreren Marschkolonnen zu Fuß in Richtung Nordwesten treiben. Am 30. April 1945 befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Ravensbrück mit den ca. 2.000 dort zurückgelassenen Kranken.
Den Rückweg nach Fürstenberg radeln wir wieder bis an die B96 heran und folgen dieser linksabbiegend für 360 m. Nun halten Sie sich links biegen und besuchen das einzigartig am Wasser gelegene Restaurant Al Porto (185) . Die großzügige Terrasse mitten im Grünen, gibt einen wundervollen Blick über den See. Eine schöne Parkanlage im Umfeld lädt zum kurzen Verweilen ein. Fast gegenüber befindet sich das leider etwas verfallene Schloss. Unter der Leitung des bekannten Architekten Julius Löwe wurde im 17. Jh. das prachtvolle Schloss für Herzogin Dorothea Sophie errichtet und ist bis heute ein beliebter Anziehungspunkt für Touristen.
Weiter in Richtung Zentrum des Ortes gelangen wir zum Marktplatz mit der schönen, weithin sichtbaren, Stadtkirche (186). Jeden Donnerstag kann man hier auf dem Wochenmarkt von 8-15 Uhr regionales Obst und Gemüse kaufen. Weiter der B96 in südlicher Richtung entdecken Sie immer wieder Wasserarme und auch eine Schleuse.
Wir halten uns dann rechts und biegen hinter der zweiten überfahrenen Brücke rechts ab in die Steinförder Straße. Vorbei am Röblinsee, bekommen Sie eine wundervolle Aussicht auf die dort gelegenen Villen. Die meisten wurden ab dem Jahr 1900 im Stil des Historismus erbaut. Ein weit verbreiteter Stil zu der Zeit, in dem alte Stile wieder aufgenommen und zum Teil sogar gemischt wurden.
Fast mit dem Ende des Sees in westlicher Richtung verlassen Sie die Steinförder Straße und biegen nach links rein in den Wald. Direkt hinter der Abzweigung befindet sich auf der rechten Seite hinter den Bäumen der kleine Schumachersee. Einer Legende zufolge soll es mal ein kleines Dorf gegeben haben, welches jedoch wegen seines lasterhaften und gottlosen Lebens samt Kirche versunken ist. Aus diesem soll der See entsprungen sein. Die steinige Fläche am Ufer wird „Dorfstätte“ genannt, dort in der Nähe soll das versunkene Dorf gelegen haben.
Es geht nun weiter, knapp 5 km durch den Wald, vorbei am Peetschsee bis zu dem kleinen Örtchen Dagow. Möchte man etwas Kultur in die Fahrradtour mit einbringen, hat man hier die Möglichkeit Führungen zu den Themen „Moore-Morde-Mythen“ oder „Auf Fontanes Spuren“ zu buchen. Oder man genießt unterwegs einfach die Natur.
Hat man die Etappe geschafft erwartete Sie nun weiterer Höhepunkt der Tour. Ebenfalls am Dagowsee gelegen sieht man auch schon rechterhand den Ortseingang von Neuglobsow. Der Ort entstand 1780 im Zusammenhang mit einer Glashütte, die bis ca. 1900 grünes Tafelglas herstellte. Die Fachwerkhäuser der Glasmacher prägen noch heute das Ortsbild. Seit 2002 befindet sich dort ein Glasmuseum. Theodor Fontane besuchte Neuglobsow auf seinen Wanderungen durch die Mark Brandenburg und verarbeitete Landschaftseindrücke und Ortssagen in seinem Roman Der Stechlin.
Am 22. März 1989 erlangte Neuglobsow deutschlandweite Bekanntheit, weil eine Versammlung der Einwohner erstmals in der Geschichte der DDR die Kandidatenliste der SED für eine Kommunalwahl ablehnte und damit die Vorlage einer neuen Liste erzwang. Von 1930 bis 1945 hatte Neuglobsow Bahnanschluss als Endstation der Stechlinseebahn. Das ehemalige Bahnhofsgebäude dient heute als Wohnhaus. Seit dem 11. Oktober 2008 ist der Ortsteil staatlich anerkannter Erholungsort und seit 1998 Ortsteil der Gemeinde Stechlin.
Sollte einen der Hunger packen, so ist der Luisenhof (187), direkt in der Laufmeile des Ortes gelegen eine gute Anlaufstelle. Hier speisen Sie auf der großen Terrasse und im Garten mit Blick auf den See, genießen Sie die frischen und regionalen Köstlichkeiten, die das Küchenteam für Sie kreiert. Für den längeren Aufenthalt in Neuglobsow bietet der Luisenhof erholsame Ruhe in den an-sprechenden Zimmern und Appartements.
Weiter westlich der Straße folgend kommt man am Fontanehaus (189) vorbei. Hier kann man an der Fassade interessante Inschriften entdecken. Weiter westlich radelnd gelangt schließlich zum Ufer des Stechlinsee (188). Er ist für seine exzellente Wasserqualität bekannt und mit 70 m der tiefste See Brandenburgs. Bei den Besuchern ist er vor allem ein sehr beliebter Badesee und ein hervorragender Tauchplatz. Geht man das Ufer auf der rechten Seite entlang, gelangt man zur Tauchbasis Stechlin und zu einem Fischerhof.
Wir umrunden das Dorf einmal und verlassen es wieder auf dem Forststeig Richtung Westen. Anschließend biegen Sie rechts ab auf die Menzer Straße, sie können es schon erahnen, unser nächstes Ziel ist der kleine Ort Menz. Auf dem Weg dorthin erwartet Sie 3,8 km lang ein straßenbegleitender Radweg. Er geht die ganze Zeit geradeaus und man kann schon früh Menz, ein Ortsteil der Gemeinde Stechlin, in der Ferne erahnen. In der Stadt befindet sich das Naturpark-Haus Stechlin (190), welches auf jeden Fall einen Abstecher wert ist, wenn man mehr über die Gegend erfahren möchte. Neben einem Sinnesgarten und einem Fußtastpfad lädt auch ein großes Aquarium mit einheimischen Fischen zum Erkunden ein. Der Naturpark Stechlin-Ruppiner Land ist ein Großschutzgebiet im Norden des Landes Brandenburg. Der Naturpark wurde nach dem Großen Stechlinsee und der historischen Landschaft Ruppiner Land benannt. Er umfasst das Rheinsberger Seengebiet und die Ruppiner Schweiz. Aus westlich heraus Menz führend geht es nochmal kurz am Roofensee vorbei. Auch er verfügt über eine hervorragende Wasserqualität. Eine Wanderung um den Roofensee ist eine Empfehlung für einen längeren Aufenthalt.
Wir folgen der Deutschen Tonstraße ein kleines Stück. Sie ist ein 215 km langer Rundkurs im Norden Brandenburgs. Der asphaltierte Radweg führt weiter straßenbegleitend und auf leicht hügeliger Landschaft an der L 15 durch wunderschöne Wälder. In unregelmäßigen Abständen ergeben sich auch mal Lichtungen und Feldränder, an denen man Halt machen kann und den Blick einfach mal in die Ferne schweifen lassen kann.
Nach 7 km der abenteuerlichen Berg- und Talfahrt erreicht man kurz vor Rheinsberg die Waldschänke Rheinsberg (191). Hier können Sie bei deutscher Küche die letzten Kraftreserven noch mal auftanken und auch für E-Bikes gibt es hier die Möglichkeit diese zu laden.
Von der Waldschänke aus geht es wieder zurück nach Rheinsberg, der Zielpunkt ist der Marktplatz der Stadt, den Sie nach 3 km erreichen. Haben Sie am nächsten Tag noch Zeit, sollten Sie sich in Rheinsberg noch das wunderschöne Schloss (147) anschauen. Das ehemalige Wasserschloss mit seiner atemberaubenden Parkanlage bildet einen hervorragenden Abschluss der Tour. Die Touristen-Information (180) in unmittelbarer Nähe des Schlosses hilft bei Fragen rund um Ihren Aufenthalt gern weiter, und gibt Ihnen nützliche Tipps für Kulinarik, Kultur und Freizeit.

Beschreibung

Das Höhenprofil und die GPX-Dateien für diese Tour öffnen Sie bitte mit dem nachfolgenden Link:

Tour 06 – Rundtouren von Neustrelitz bis Fürstenberg

Tourpunkte / Leistungsanbieter an der Tour

 

Gasthof Endler (134)
Mühlenstraße 14
Rheinsberg
http://www.gasthof-endler.de

Schloss Rheinsberg  (142)

Touristinformation Neustrelitz  (143)
Strelitzer Str. 1
Neustrelitz

www.neustrelitz.de

Schlosskirche und Orangerie (144)
Schlossstraße /An der Promenade
Neustrelitz

Slawendorf  (145)
Am Zierker See
Neustrelitz
www.slawendorf-neustrelitz.de/

Kleinseenbahn (146)
Bahnhof
Neustrelitz
www.hans-eisenbahn.de

Kulturquartier Mecklenburg-Strelitz (147)
Schlossstraße 12/13
Neustrelitz
http://www.kulturquartier-neustrelitz.de

Fahrradcenter Ballin (148)
Zierke 36
Zierke
www.fahrradcenter-ballin.de

Räucherkate am Hexenwäldchen (149)
Blankenförde 1a
Blankenförde
hexenwaeldchen.de

Naturpark-Info Blankenförde (150)
Blankenförde

FKK-Camping Useriner See (151)
Dorfstraße
Zwenzow
campingplaetze/useriner-see-fkk

Strand & Imbiss "Seeblick" (152)
Useriner Mühle

Campingplatz Zwenzower Ufer (153)
Am Großen Labussee
Zwenzow
campingplaetze/zwenzower-ufer

Campingpark am Weissen See (154)
Am Weißen See
Wesenberg
campingplaetze/weissen-see

Fischereihof Wesenberg  (155)
Fischereihof 14
Wesenberg
www.fischerei-wesenberg.de/

Haveltourist Camping- und Ferienpark Havelberge  (156)
An den Havelbergen 1
Groß Quassow
camping-ferienpark-havelberge

Landhotel & Restaurant Prälank  (157)
Prälank
https://www.hotel-cafe-praelank.de/

 

Fahrradservice Wesenberg (158)
Vor dem Mühlentor 1
Wesenberg
www.fahrradservice-wesenberg.de

Tourist Info Wesenberg (159)
Burg 1
Wesenberg
www.klein-seenplatte.de

Burg Wesenberg (160)
Burg 1
Wesenberg

Campingplatz am Gobenowsee (161)
Am Gobenowsee 1
Wustrow OT Drosedow
www.gobenowsee.de

Laden und Bistro im Gutshof Seewalde (162)
Seewalde 1
Wustrow
www.seewalde.de/laden-und-bistro/

Kanufarm "Am Hegesee" (163)
Neu-Drosedow 5a
Wesenberg
www.kanufarm.de

Campingplatz am Großen Pälitzsee (164)
Am Großen Pälitzsee
Pelzkuhl
www.drcamp.de/naturcamping-am-grossen-paelitzsee-in-der-mecklenburgischen-kleinseenplatte

Meckl. Likörfabrik (166)
Dorfstr. 26
Wustrow
www.mecklenburgische-likoermanufaktur.de/

Fachwerk-Dorfkirche (167)
Am Priepert See 3
Priepert

Kanatu Priepert (168)
An der Havel 32
Priepert
www.kanatu.de

Campingplatz am Ziernsee (169)
Am Ziernsee
Priepert
www.haveltourist.m-vp.de/campingplaetze/ziernsee

Fischereihof Ahrensberg (170)
Wildhof 2
Ahrensberg

Fischereihof Ahrensberg

Hausbrücke Ahrensberg (171)
Wildhof
Ahrensberg

Campingplatz am Drewensee (172)
Klätnowerweg 1
Ahrensberg
www.haveltourist.m-vp.de/campingplaetze/drewensee

Tourist Info - Rheinsberg (173)
Mühlenstraße 15a
Rheinsberg
www.verwaltung.rheinsberg.de

Hafendorf Rheinsberg (174)
Rheinsberg

Marina Wolfsbruch (175)

Fischereihof Canow (176)
Fischersteig 13
Canow
www.fischerei-wesenberg.de

Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück (177)
Straße der Nationen
Ravensbrück
www.ravensbrueck-sbg.de/

Restaurant Al Porto (178)
Unter den Linden 2
Fürstenberg
www.ristorante-alporto.business.site

Kirche Fürstenberg (179)
Fürstenberg

Restaurant und Hotel Luisenhof (180)
Neuglobsow
www.luisenhof-stechlin.de/

Stechlinsee (181)

Fontanehaus (182)
Fontanestraße 1
Stechlin
www.fontanehaus.com

Naturparkhaus Menz (183)
Kirchstr. 4
Stechlin - Menz
www.naturparkhaus.de