Tour 05 – RUNDTOUREN VON MIROW BIS RHEINSBERG
Touren in den Müritz-Nationalpark und zu den südlichen
Kleinseen

Kurzbeschreibung
Die beiden Tourempfehlungen ab Mirow haben unterschiedlichen Charakter und jede für sich eigenen Charme.
Die Nordtour führt zunächst entlang von Seen, dann teilweise durch den Müritz-Nationalpark mit seiner traumhaften Naturlandschaft und dann am Südostufer der Müritz wieder zurück in die Geburtsstadt der englischen Königin Sophie Charlotte. Ein besonderes Highlight dieser Tour ist das luftfahrttechnische Museum, die Geschichte hat diese Region geprägt.
Die Südtour ist eine kürzere, wunderschöne Radtour durch die südlich von Mirow gelegene Seenlandschaft bei Diemitz, Schwarz und Sewekow. Die Tour führt über Asphaltstraßen, Wald und Feldwege, bietet zahlreiche Rastpunkte, Bademöglichkeiten und eindrucksvolle Aussichten.
Die dritte Tour beginnt in Rheinsberg und führt um die zahlreichen Seen über die beliebten Erholungsorte Flecken-Zechlin und Zechlinerhütte.
Tourenverlauf auf Karte

Allgemeine Daten
TOURENVORSCHLAG 5
ALLGEMEINER CHARAKTER
Von der Schlossinsel Mirow geht es in zwei Richtungen. Einmal in den Müritz-Nationalpark, viel Natur
und beeindruckende Historie erwarten Sie. Andererseits geht es zu den idyllischen Kleinseen mit vielen
Aussichtspunkten. Von Rheinsberg fahren Sie um die großen Seen, aber auch durch prächtige Wälder und
vorbei an beruhigenden Wiesen.
TOURVERLAUF
Tour A: Mirow – Granzow – Schillersdorf – Zietlitz –
Zartwitzer Hütte - Boek – Bolter Mühle – Rechlin-Nord
– Rechlin – Vietzen - Lärz – Mirow
Tour B: Mirow – Peetsch – Fleether Mühle –
Diemitz-Schleuse – Grünplan - Luhme – Diemitz -
Schwarz – Zempow – Sewekow – Kümmel – Mirow
Tour C: Rheinsberg - Linow – Dorf Zechlin - Flecken-
Zechlin – Repente – Heimland - Luhme –
Zechlinerhütte – Warenthin - Rheinsberg
START- UND ZIELPUNKT
Tour A und B: Schloss Mirow
Tour C: Marktplatz Rheinsberg
DATEN
Länge: Tour A - 46 km, Tour B - 50 km, Tour C - 44 km
Dauer (ohne Rast): Tour A: 3 h, Tour B: 3,5 h,
Tour C: 3 h
Niveau/Schwierigkeitsgrad: A: leicht, B: leicht, C: leicht
Wegebeschaffenheit: Tour A: Asphalt/Pflaster 33 %,
Schotter/Kies 29 %, Unbefestigte Wege 13 %, Straße
25 %
Tour B: Asphalt/Pflaster 31 %, Schotter/Kies 9 %,
Unbefestigte Wege 38 %, Straße 22 %
Tour C:
Asphalt/Pflaster 26 %, Schotter/Kies 9 %, Unbefestigte
Wege 37 %, Straße 28 %
Beschreibung
Ausführliche Tourenbeschreibung
Mirow wurde als Geburtsstadt der englischen Königin Sophie
Charlotte berühmt. Auf der Schlossinsel befindet sich
ein ganzes Schlossensemble. Das alte Kavalierhaus auf der
Schlossinsel Mirow ist als 3 Königinnen Palais (112) ein modernes
Kultur- und Erlebniszentrum, in dem das Herzogtum
Mecklenburg-Strelitz und seine drei berühmten Prinzessinnen,
die zu bedeutenden europäischen Königinnen wurden,
zu neuem Leben erwachen. Hier im Königinnen Palais Mirow
erhalten Sie interaktiv und multimedial viele spannende Informationen
zur Geschichte sowie den natürlichen Reichtümern
und Schönheiten der Mecklenburgischen Seenplatte.
Das Palais-Cafè mit seiner großen Sonnenterrasse und dem
herrlichen Blick über den Mirower See lädt zum kulinarischen Verweilen und Genießen
ein. Wer vor Ort Tipps zur weiteren Urlaubsplanung benötigt, wird im
Welcome-Center der Touristinformation Mirow-Wesenberg (111), ebenfalls im
Königinnen Palais untergebracht, mit seinem umfassenden Informations- und
Vermittlungsangebot zu touristischen Anbietern in der Region fündig.
In der Johanniterkirche befindet sich die Fürstengruft, in der die Herzöge zusammen
mit Ihren Frauen und den nächsten Familienangehörigen zur letzten
Ruhe gebettet wurden. 146 Stufen geht es hinauf zur Aussichtsplattform im
Kirchturm, von der Sie einen guten Überblick über die Stadt haben. Im Turmaufstieg
ist die Möglichkeit des Besuches des Johannitermuseums inbegriffen. Neben
dauerhaft ausgestellten Exponaten findet auch jedes Jahr eine neue Sonderausstellung
statt. Der Aufstieg ist ein Erlebnis in fünf Etagen. Hier befinden
sich zwei E-Bike Ladetower an denen man kostenlos und sicher (über verschließbare
Fächer) die Akkus wieder aufladen kann. Nutzen Sie während des Ladens
Ihre Zeit, um dieses Areal aus Johanniterkirche, Schlossinsel und 3-Königinnen
Palais zu besuchen Sehenswert sind auch die Gebäude der ehemaligen Johanniterbrauerei.
Auf der Liebesinsel werden nicht nur „Verliebte“ zum Träumen eingeladen.
Wenn Sie kein Fahrrad, besitzen können Sie sich dieses in Mirow bei Zweirad-Flitzer
Kiepert (113), Strelitzer Str. 4, ausleihen. Falls Sie Probleme mit Ihren Rädern
haben, dann hilft das Team um Frau Kiepert auch gern und kompetent, sogar bei
einer Panne auf der Tour.
In Mirow befinden sich auch mehrere Stationen von MV-Rad, an denen können
Sie sich für Ihre Tour einfach per App ein Fahrrad ausleihen. Alle Informationen
dazu erhalten Sie auf der Website „MV-Rad.de“.
Tour 5 A: Die Mirow - Müritz-Nationalpark Tour
Die Tour beginnt in Mirow auf der Schlossinsel. Sie verlassen die Insel, fahren an
die Bundesstraße 195 heran und auf dem Radweg 200 m bis zur nächsten Kreuzung.
Dort biegen Sie links ab in die Rudolf-Breitscheid-Straße und radeln weiter
geradeaus bis zum Ortsausgang. Ein schöner asphaltierter Radweg führt nun 1,2
km links neben der L25 nach Granzow, dort befinden sich ein großer Ferienpark,
Restaurants, ein Badestrand und ein Schiffsanleger. Die Mischung macht’s - so
auch im beliebten Pfannkuchenhaus Deluxe Walter-Gotsmann Str. 2 im kleinen
Ort Granzow, denn dort erwartet Sie ein Genuss aus leckersten, süßen Pfannkuchen
und pikanten Hauptgerichten.
Weiter in nördlicher Richtung radeln Sie 5 km bis kurz vor Zietlitz ein Weg kreuzt.
Dieser führt linksseitig an den langgestreckten Leppinsee, an diesem befindet
sich der Haveltourist Campingplatz „Am Leppinsee“ (114). Zwischen dem Granzower
Möschen und dem Leppinsee befindet sich ein romantisches Seerosenparadies.
Dort gibt es ebenso eine Schiffsanlegestelle, die von der „Blau-Weisse-Flotte“
angefahren wird. Wenn Sie rechts abbiegen, gelangen Sie nach Schillersdorf.
Das einzige Bauwerk das in Schillersdorf aus der Zeit vor 1945 stammt ist der
Kirchturm (115) von 1891, diesen sollte man sich ansehen. Alles andere wurde
gänzlich zerstört. Da das Dorf ab 1934 zum Bombenübungsplatz umfunktioniert
wurde, sind umliegende Wälder und Wiesen noch heute mit Munition belastet.
Das Betreten ist daher verboten. Schillersdorf liegt auch am Eingang des Müritz-
Nationalparks. Wieder zurückgeradelt stehen am Ortsende große
Informationstafeln.
Von dort setzen Sie die Tour dann über den
rechten Weg in den Müritz-Nationalpark fort. Sie kommen
durch Zietlitz, weiter vorbei an kleineren Seen, und praktisch
weitläufig um den kreisförmigen Woterfitzsee herum, und
Zartwitz bis kurz hinter Zartwitzer Hütte. An der Kreuzung
biegen Sie links ab, fahren dann 1,9 km immer weiter durch
den Wald, und kurz vor dem Amalienhof an der Kreuzung
wieder rechts ab. Nach 1,5 km erreichen Sie dann den Nationalpark
Ort Boek, wo man unbedingt eine kleine Pause
einlegen sollte.
Das Gutshaus Boek (78) entstand in der ersten Hälfte des
19.Jahrhunderts als ein zweigeschossiger Putzbau, der mit
13 Achsen und einem Mittelrisalit versehen wurde. Im Gutshaus
ist auch eine Nationalpark Informationsstelle untergebracht.
Sehenswert im Ort ist auch die denkmalgeschützte
neugotische St.-Johannis-Kirche (77). In der Kirche finden
zahlreiche kulturelle Veranstaltungen statt, außerdem beherbergt
sie die älteste erhaltene Orgel von Wilhelm Sauer.
Weiter radelnd über die Boeker Straße in Richtung Müritz
gelangt man zu einem Campingplatz. Dort direkt am Müritz-
Ostufer hat Surf-Hecht (79) sein Domizil. Die Surf- und
Kanubasis in Boek an der Müritz befindet sich direkt an einem
der schönsten Flachwassersurfreviere Deutschlands.
Eine Übernachtungsmöglichkeit für Naturfreunde findet
man auf den Campingplätzen„Boek“ (116) und „Bolter Ufer“
(117). Die Plätze mit einer Katamaran- und Surfmühle befinden
sich in Boeker Mühle - direkt am Südostufer der Müritz,
inmitten eines Mischwaldes. Campingurlaub am Südostufer
der Müritz bedeutet unberührte Natur, umgeben von Wasser,
Wald und Wiesen, Ruhe und Entspannung pur, aber auch
mit allen Möglichkeiten zu aktiver Betätigung.
Dem Radweg in der Boeker Straße Richtung Süden folgend
setzen Sie unsere Tour fort bis zur Bolter Schleuse. Sie radeln
hinter der Schleuse weiter zur geschichtsträchtigen
Bolter Mühle, die heute als besonderes Urlaubsquartier genutzt
wird, und zur Bolter Schleuse (119). 1665 vom Johanniterorden
Mirow gegründet, ist die Bolter Mühle als markanter
Backsteinbau heute auch eines der ältesten Gebäude
der Region. Der Bolter Kanal (80) verläuft auch durch das
Gelände. Bei günstigem Wasserstand bringt dort ein Wehr
das Wasserrad der Bolter Mühle zum Drehen. Im Osten und
Süden grenzen die Fischteiche der Müritzfischer an das Gelände.
Die Fischer-Rotunde auf dem Fischer- und Anglerhof
„Bolter Schleuse“ ist nicht nur ein guter kulinarischer Einkehrtipp,
die Besucher können zugleich die herrliche Natur
genießen. An der Müritz befindet sich die Anlegestelle der
Weissen Flotte Müritz
Von der Boeker Mühle radeln wir nun 3,3 km und biegen kurz
vor Rechlin-Nord rechts ab in die Boeker Landstraße. Nach
400 m verlassen wir diese und fahren rechts ab in Richtung
Hafendorf. Immer gradeaus auf der Straße „Am Hafendorf“
erreichen wir nach 700 m, direkt an der Müritz, den Food-
Truck des Pfannkuchenhaus Deluxe. Hier empfiehlt sich eine
Verschnaufpause und eine Stärkung mit Burgern und leckeren
Getränken. Eine Anlegestelle der Weissen Flotte
Müritz (120) gibt es auch in Rechlin Nord. Nach dem Genuss
und Naturerlebnis verlassen wir das Hafendorf in südlicher
Richtung, direkt am Claassee vorbei, um ein geschichtliches
und technisches Erlebnis gleichermaßen zu entdecken,
das Luftfahrttechnische Museum Rechlin (121), Am
Claassee 1. Hier lohnt ein Aufenthalt und Rundgang durch
das Luftfahrtmuseum, das neben einer Ausstellung über
die Erprobungsstelle Rechlin auch mehrere Luftfahrzeuge
beherbergt, die besichtigt werden können. Sie werden in
vergangene Zeiten zurückversetzt. Nach 1945 war der Ort
von damaligen sowjetischen Fliegertruppen besetzt und
heute erleben Sie hier 100 Jahre Luftfahrtgeschichte - vom
bespannten Doppeldecker bis zum ersten seriengefertigten
Düsenflugzeug, der Messerschmitt ME 262. Auch die
Geschichte des Ortes Rechlin ist eng mit der Luftfahrt
verbunden. Im Jahr 1916 entsteht hier die Flieger-Versuchsund
Lehranstalt. Während des Nazi-Regimes entstand hier
die Erprobungsstelle der Luftwaffe des III. Reiches – Gruppe
Nord. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Rechlin durch eine
Mauer geteilt. Überreste dieser sind noch zu sehen.
Nach Verlassen des Museums fahren Sie im Kreisel den gegenüberliegenden
Radweg weiter in Richtung Rechlin und
dann 850 m entlang der Müritzstraße bis zur TouristInfo
Rechlin (122), Müritzstraße 51. Hier erhalten Sie Informationen
über die Region oder für Ihren Aufenthalt von den
freundlichen Mitarbeitern. Nach 100 m biegen wir nun links
ab in die Straße „Am Stadion“ und dann am Kreisel auf den
Radweg, der uns unter der nach 1,2 km schneidenden B 198
weiter geradeaus durch ruhige Natur und vorbei am sich
linker Hand befindenden Flugplatz nach Lärz führt. Die Umgebung
von Lärz ist seenreich. Durch das Gemeindegebiet
führt außerdem ein Teil der Müritz-Havel-Wasserstraße. Das
erste Strahlflugzeug der Welt wurde auf dem Flugplatz von
Lärz getestet, der heute als ziviler Verkehrslandeplatz genutzt
wird und auf dem jährlich das Fusion Festival stattfindet.
Wir radeln jetzt vorbei an der Brücke über den Kanal
nach Lärz. Besonders sehenswert ist hier die Kirche 123 mitten
im Dorf in der Lindestraße gelegen. Von dort biegen Sie
nach 200 m rechts ab in die Krümmeler Straße und dann
gleich wieder nach 260 m links ab auf den Radweg. Dieser
führt sich nun über 4 km nach Mirowdorf. Kurz bevor Sie
wieder an die B198 treffen, sollten Sie sich links die Mirower
Schleuse, das „Tor zur Müritz“, die einen Höhenunterschied
von 3,50 m auszugleichen hat, ansehen.
An der Bundesstraße biegen Sie rechts ab in und kommen
gleich zu einer Brücke, von der Sie einen phantastischen
Blick auf den Mirower See und den wunderschönen Uferbereich
haben. Bis zum Ausgangsort, der Schlossinsel in Mirow,
radeln Sie entlang der B198 und biegen dann links ab.
Tour 5 B: Die Mirow - südliche Seenrunde
Diese Tour bietet Natur pur und entführt Sie südlich von
Mirow in ein Gebiet, das seinem Namen „Land der 1000 Seen“
ganze Ehre macht. Viele kleine und idyllisch gelegene Seen
ziehen sich entlang der Tour und laden zur Rast oder zum
Badevergnügen ein.
Von dem Startpunkt Schlossinsel Mirow fahren Sie an
die B198 heran, biegen dann links in diese ab und fahren
200 m entlang der Hauptstraße vorbei am legendären Gasthof
„Blaue Maus“ bis zur Kreuzung. Dort geht es nach rechts
einbiegend 320 m weiter die Töpferstraße entlang und dann
links haltend in die Rheinsberger Straße 300 m vorbei am
Bahnhof in den Peetscher Weg. Sie folgen nun der Ausschilderung
und dem „Mecklenburger Seen Radweg“ bis zur
Diemitzer Schleuse.
Dazu radeln Sie zunächst auf dem Radweg neben der Straße
entlang einer Pappelreihe bis Sie Peetsch nach 2,2 km
erreichen. Der „sandige Ort“ (Peetsch, von altslawisch „pesuken“)
war bereits in der Stein- und Eisenzeit besiedelt. In
Peetsch biegen Sie rechts ab und am Ortsausgang dann links
3,8 km in Richtung Fleether Mühle. Hinter Peetsch liegt der
Schulzensee, an dessen Westufer Sie in einem Abstand von
ca. 250 m vorbei fahren. Weiter auf der Asphaltstraße kommen
dann Sie an einen Wald, diesen durchfahren Sie und
gelangen dann zur Fleether Mühle.
Der Ort Fleeth ist von hier nur 800 m entfernt und liegt
direkt am Vilzsee. Die Fleether Mühle ist ein interessanter
Anlaufpunkt für alle Aktiv-Touristen, aber auch
Naturfreunde und Erholungssuchende. Eine willkommene
Rast können Sie im Biergarten der „Fleether Mühle“ (124),
Fleether Mühle 1, machen. Man kann hier in einem der 22 individuell
ausgestatteten Komfortzimmer übernachten, sich
beim „Bäuerlichen Frühstück“ stärken und ab Mittag gibt es
Fisch- und Wildgerichte, Speisen aus der mecklenburgischen
Küche und besonders beliebt ist hier die „Suppe im Brotlaib“.
Direkt am Biergarten stehend, kann die markante E-Bike Ladestation
von allen Gästen kostenfrei genutzt werden.
Von hier führt die Tour 1,4 km zur bekannten Diemitzer
Schleuse (125), am kleinen Peetschsee. Dort herrscht im
Sommer reges Treiben - große und kleine Boote lassen sich
hier beim durchschleusen beobachten. Hier kann man wunderschöne
Fotos, auch als bleibende Erinnerung an die Tour
schießen. Die Diemitzer Schleuse gleicht den Wasserstand
zwischen dem Labussee und dem Großen Peetschsee aus
und ist die meist frequentierte in der Region. Sie hat eine
durchschnittliche Fallhöhe von 1,29 m. Die Schleusenkammer
kann auf 42,1 m Länge und 5,34 m Breite genutzt werden
und wird mit Stemmtoren geschlossen.
Sie fahren 1,2 km weiter vorbei am Biber Ferienhof, einem
Dreiseitenhof, dann direkt zwischen den Ufern des Labussee
´s und Schmidtsee´s hindurch, und verlassen nun rechtsabbiegend
den Mecklenburger Seen Radweg (geradeaus
weiterfahrend würde man ansonsten Canow erreichen). Sie
folgen nun in südlicher Richtung dem Waldweg 1,5 km nach
Grünplan.
Dort erwartet Sie sehr idyllisch, in mitten unberührter Natur,
gelegene Hotel & Restaurant Heidekrug (126), Grünplan
14. Das sich direkt am Haussee befindende Hotel & Restaurant
verfügt über 27 Zimmer, in denen man sich wohlfühlen
und entspannen kann. Neben dem freundlichem Service,
einem vielfältigen Wellnessangebot und den jahreszeitlich
angepassten regionalen kulinarischen Spezialitäten laden
besonders die Sonnen-Terrasse sowie der Biergarten direkt
am See zum Verweilen und Genießen ein.
Sie setzen Ihre Tour jetzt 2,5 km westwärts und weiter
durch den Wald fort nach Luhme. Dazu verlassen Sie kurzzeitig
Mecklenburg-Vorpommern und nehmen so sogar ein
Stück Brandenburg auf Ihrer Tour mit. In Luhme biegen Sie
in der Dorfstraße rechts ab und fahren in nördlicher Richtung
5,5 km nach Diemitz, und sind damit wieder in Mecklenburg-
Vorpommern.
Diemitz wird im Jahr 1237 erstmals urkundlich erwähnt. Der
Ort liegt am Vilzsee und ein Abstecher an das Seeufer mit
schöner Aussicht lohnt sich auf jeden Fall. Den Dorfanger
Diemitz ziert eine Backsteinkirche im klassizistischen Stil, die
1764/1765 erbaut wurde. Der, in der Diemitzer Kirche, heute
noch erhaltene Altar, ist mit der Kanzel im Rokokostil zu
einem Körper vereinigt. Schöne Deckenmalereien und ein
hölzerner Taufengel zieren die Kirche. Die Kirche, ist eine
offene Kirche die man von Mai bis Oktober besuchen kann.
Am Ortsausgang von Diemitz biegen Sie rechts ab, kommen
nach 1,5 km direkt an den Petschsee und vorbei am Forsthof
Schwarz mit seinem erlebnisreichen Indianer Abenteuer
Camp. Die beeindruckenden fünfzehn Meter hohen Tipi-Zelte
ragen hoch hinaus in den blauen Himmel.
Rechterhand sehen Sie den Zethner See, an diesem radeln
Sie weiter, kurz vor Schwarz erreichen Sie den Aussichtsturm
Schnakenberg (127), von dem man einen schönen Blick
über den „Schwarzer See“ auf den Mirower Holm hat. Genießen
Sie die Aussicht bei einer Rast, am besten mit einem
Picknick. Das hügelige Relief stammt von den Gletschern in
der Eiszeit, welche die Erdmassen vor sich herschoben.
Sie setzen die Tour in den Ort Schwarz fort. Sehenswert sind
hier außer der wunderschönen Natur am „Schwarzer See“,
die Barocke Dorfkirche mit Turm von 1767 und der gut beschilderte
Findlingsgarten (128). Eine besondere Attraktion
sollten Sie gegenüber dem Findlingsgarten besuchen. Das
Heimatmuseum bietet im ehemaligen Schulgebäude eine
beeindruckende, wissenschaftlich aufgearbeitete Steinesammlung.
Auch die ländliche Geschichte des Dorfes wird im
gleichen Gebäude sehr interessant dargestellt.
Wir verlassen den Ort über die Dorfstraße in südwestlicher
Richtung und radeln nun 3,5 km nach Zempow.
Direkt an der Grenze zwischen Brandenburg und Mecklenburg-
Vorpommern, im Schnittpunkt zwischen dem Ruppiner
Seenland, der Mecklenburgischen Seenplatte und der
Prignitz befindet sich das kleine, idyllisch gelegene Dorf. Die
beeindruckende Kirche in Zempow (129) ist auf jeden Fall einen
Besuch wert, wenn man Glück hat, kann man dort dem
Orgelspiel lauschen. Nur wenige Meter davon entfernt lädt
der Hofladen & Café „einLaden“ (130) zum Verweilen ein. Der
Name ist Programm, mit einem herzhaften Imbissangebot
und selbstgebackenem Kuchen lädt er zum Verweilen ein.
Kunsthandwerk und Schmuck ansässiger Künstlerinnen runden
das Angebot ab.
Unsere Tour führt uns nun weiter nordwestlich durch den
Wald, nach 7,5 km haben wir Sewekow erreicht. Dort biegen
Sie rechts ab und radeln 1,8 km bis Sie direkt zwischen
2 Seen gelegen, das Seehotel Ichlim (131) erreichen. Gönnen
Sie sich hier eine längere Pause, vom Restaurant kann man
direkt auf den See schauen. Wunderschön gelegen, ist dies
ein besonderer Ort für alle, die sich nach Entspannung und
Ruhe sehnen. Nach einem langen Ausflug können Sie die
Wellnesslandschaft mit Beauty Studio, Panoramasauna und
Kneippbecken genießen oder besuchen Sie den Fitnessraum.
Auch Ihr E-Bike kann hier während Ihrer Rast an der Ladestation
aufgetankt werden.
Nun beginnt der letzte Abschnitt unserer Rundtour. Sie radeln
entlang des ausgewiesenen Radweges etwas am See
entlang und dann weiter, bis Sie nach 5 km Krümmel erreicht
haben. Entlang der Kastanienallee fahren Sie 3,5 km
bis an den sich kreuzenden Radweg heran und biegen in
diesen rechts ein, nach 1 km erreichen Sie Mirowdorf und
folgen der Starsower Straße in den Ort.
An der Schleuse (132) kann dem regen Betrieb auf der Müritz-
Havel-Wasserstraße zuschauen. Hier halten Sie sich dann
rechts und gelangen über die Mühlenstraße ins Zentrum
von Mirow. Vorher sollten Sie aber gleich hinter der Brücke
links abfahren. Mit viel Liebe zum Detail befindet sich
dort der Fischereihof Mirow (133), ein kleines Paradies in der
Mecklenburgischen Seenplatte und ein unvergesslicher Aufenthalt
für alle Gäste. Den leckeren Fisch kann man auf der
großen Terrasse direkt mit Blick auf den Mirower See genießen.
Nach 380 m kommen Sie dann linksabbiegend zum
Ausgangspunkt unserer Tour.
Tour 5 C: Tour von Rheinsberg um die Seen
Die Tour beginnt in Rheinsberg am Markt beim Gasthof
Endler (134). Nachdem Sie sich in den 2015 komplett neu sanierten
Zimmern ausgeruht haben und sich bei einem guten
deutschen Frühstück gestärkt haben, kann es los gehen. Für
diejenigen ohne Zweirad, kann man sich vor Ort auch gerne
eins ausleihen. Sie verlassen die Stadt Richtung Süden, vorbei
an der Touristinformation Rheinsberg.
Am Fontaneplatz biegen Sie rechts ab und folgen der Parkstraße.
Hinter dem auf der rechten Seite gelegenen Feld biegen
Sie erneut rechts ab, hier startet ein schöner Radweg,
der auf der ursprünglichen Bahntrasse Löwenberg-Flecken
Zechlin gebaut wurde. Während den 3 km kommen Sie an
einigen Feldern vorbei, linker Hand kommt nach halbem Weg
eine Kleingarten Sparte. Ein Stück weiter folgt zur rechten
Hand der kleine Linowsee. Mit seiner Liegewiese und dem
flachen Sandstrand, ist er ein beliebter Badeort für Familien.
Bei der nächsten Möglichkeit, fahren Sie links in das kleine
Örtchen Linow. 1691 siedelten hier die ersten 10 Schweizer
in dem kleinen Ort, welche zum Evangelikalismus konvertiert
waren. Sie bauten die Kirche um 1700 wieder neu auf und ließen
in Berlin eine neue Glocke gießen. Seitdem bildet sie mit
regelmäßigen Gottesdiensten und Festen den Mittelpunkt
des Dorflebens. Für alle, denen die Wälder noch nicht genug
Natur ist, gibt es auch geführte Touren durch einheimische
Gärten, sowie Baum- und Kräuterwanderungen.
Zurück auf dem Radweg, folgen Sie diesem 4,6 km. Vorbeian
weiteren Feldern und kleinen Höfen erreichen sie dann
den Ort Kunkelberg und direkt daran angrenzend, Dorf
Zechlin.
Dorf Zechlin wird 1237 erstmals urkundlich erwähnt. Die Kirche,
aus verputzten Feldsteinen mit Backsteinkanten und
rechteckigem Turm, wird auf 1549 datiert. In der ehemaligen
Wassermühle wurden ein Mühlenmuseum und eine
Gaststätte eingerichtet, welche einen Besuch wert sind.
Sollte unterwegs etwas passiert sein, liegt am Ende des Dorfes
die Seeklinik Zechlin, welche sich unter anderem auf den
Fachbereich Lymphologie spezialisiert hat.
Unser Weg führt weiter, immer der Nase nach, durch weite
Felder und wir gelangen zum großen Zechliner See. Er gehört
zur Rheinsberger Seenplatte und hat wie die meisten
Seen in der Region eine hervorragende Wasserqualität. Er
steht unter Naturschutz. An seinem Ufer fahren wir nun
entlang. Sie können die schöne Aussicht aufs Wasser also
eine Zeit lang genießen. Nach 2,2 km trennen sich die Wege
dann für eine kurze Zeit. Müde Radfahrer können hier die
Tour abkürzen und einfach geradeaus fahren. Jedoch verpassen
Sie dann das Highlight der Tour, den Ortsteil Flecken
Zechlin.
Flecken Zechlin ist ein Ortsteil der Stadt Rheinsberg. Bekannt
ist hier die Zechliner Burg, welche Residenz der brandenburgischen
Hohenzollern war und von ihnen im 16. Jh.
zu einem Schloss umgebaut wurde. Wer mehr über den Ort
erfahren möchte, der besucht einfach die Touristinfo Flecken
Zechlin (139).
Wir biegen links ab, fahren an der DGB Jugendbildungsstätte
vorbei und halten uns rechts, bis wir den Ortseingang
der Stadt erblicken. Urkundlich wurde der Ort erstmals
im Jahre 1237 erwähnt, als die Zisterzienser am Westufer
des Sees einen Mönchshof errichteten. Der Ort breitet
sich malerisch mit verwinkelten Gassen und Treppchen an
den Hängen des Schwarzen Sees aus und bietet einen fantastischen
Blick, fast wie im Erzgebirge. Im Mittelpunkt des
Ortes, am Markt, befindet sich die im Jahre 1775 erbaute
klassizistische Kirche (136). Die Orgel von 1903 ist das letzte
Werk des Neuruppiner Orgelbaumeisters Hollenbach. Heute
finden in der „offenen Kirche“ regelmäßig Konzerte statt.
Ebenfalls in der Nähe vom Marktplatz gelegen, Bäckerei Janke
(137). Die Familienbäckerei betreibt über 16 Filialen im
Norden Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommern. Im
Angebot sind neben traditionellen Hefekuchen mit Saisonalen
Früchten auch sahnige Torten und köstliches Feingebäck.
Radelt man vom Marktplatz runter Richtung See, finden sie
die wunderschön am See gelegene Fischerhütte (138). Als absoluter
Geheimtipp, lockt die Fischerhütte regelmäßig zahlreiche
Besucher an und verzaubert sie mit Fischgerichten,
fangfrisch aus der Region. Wir verlassen den Ort Richtung Süden,
oberhalb des schwarzen Sees und kommen an schönen
Gärten der dort lebenden Anwohner vorbei.
Weiter auf dem Weg sieht man nach kurzer Zeit auf der
rechten Seite die Brücke (140), die im früheren Teil der Tour
als Abkürzung genutzt werden konnte. Wir fahren weiter geradeaus
und befinden uns nun wieder am Ufer des großen
Stechliner Sees. Am Stechliner Campingplatz vorbei, geht es
nach 2 km weg vom See und unser Weg führt rein in den
Wald. An heißen Sommertagen eine willkommene Abkühlung.
Nach weiteren 1,7 km kommen Sie zu den kleinen Ort Heimland.
Sie biegen ab, auf die Repenter Straße und folgen dieser
Richtung Norden.
Heimland findet seinen Ursprung in der Gartenstadt-Bewegung
der Jahrhundertwende um 1900. Die Idee dahinter war
es, eine planmäßige Stadtbebauung zu verfolgen und sich
von den einst ärmlichen Zuständen abzuheben. Der „Garten
Eden“ sollte als Vorbild dienen aber auch nationalistische und
aus heutiger Sicht rassistische Ideen, wie z. B. die „Deutsche
Erneuerungs-Gemeinde“ trugen Ihren Teil zur Kultur des Ortes
bei. Die Ziele der Züchtung und Auslese mit dem Ziel eines
überlegenen Menschen wurden ergänzt durch Vorstellungen
eines Gemeinschaftslebens auf dem perfekten, unverkäuflichen
Stück Land. Es ist also nicht sehr wunderlich, weshalb
das Emblem der Stadt ein Hakenkreuz im Schriftzug (Heim +
Land) trägt.
Von Heimland geht’s weiter über weite Felder bis nach
Luhme. Das Gutshaus direkt am See, lädt mit seinem eigenen
Steg Gäste zu Land und zu Wasser zu sich ein und auf dem
Grillplatz im Garten lässt sich der ein oder andere gemütliche
Abend auch gut verbringen. Für Kinder ist der Besuch
im Ferienland Luhme einen Besuch wert. Ob Katzen, Hühner,
Kaninchen, Schildkröten, Schweine, Ziegen, Schafe oder Pferde.
Kinder lernen hier hervorragend den Umgang mit Tieren,
egal ob an einem Wochenende oder über den ganzen Sommerurlaub
Die Luhmer Straße entlang und durch den Wald erreichen Sie
dann nach 3,3 km den Ort Zechlinerhütte. Der Name kommt
durch die wegen Holzmangel bedingte Verlagerung der Glashütte
aus Potsdam in den Ort. Da die Glashütte zunächst von
Flecken Zechlin aus verwaltet wurde, nannte man die Siedlung
Zechlinerhütte. Für effiziente Arbeit siedelte man Glasmacher,
Glasschleifer und Glasbläser aus Böhmen und Thüringen an.
Aber auch Landarbeiter und Hirten fanden hier Arbeit, da
ausgedehnte Ländereien ebenfalls zu Zechlinerhütte zählten.
Ein sehenswerter Punkt im Ort, ist das Alfred-Wegener-Museum.
Von Juni bis September kann man hier am Wochenende
das Leben des Polarforschers kennen lernen.
Wen der Hunger packt, der kann es sich im Restaurant Hüttensee
(141) gemütlich machen und sich die dort angebotenen
regionalen und überregionalen Köstlichkeiten schmecken lassen.
Hinter dem Ort fährt man, genau wie bereits vor Zechlinerhütte,
erneut über einen kleinen Kanal. Von beiden Brücken
hat man einen tollen Blick über die Seen.
Hinter der Brücke befindet sich ein altes Historisches Sägewerk.
Leider kann man das nicht offiziell besichtigen.
Der weitere Weg führt wieder durch wunderschöne Wälder
und an einigen Seen vorbei. Auf der rechten Seite der Dollgowsee
und der große Pätschsee, auf der linken Seite der
Sabinensee und der große Rheinsberger See. Die 10 km, die
man fährt, hat man Zeit in der Natur mal komplett abzuschalten.
Bei kleinen Eisdielen in dem Ort Warenthin kann man
entspannt eine kleine Pause machen. In Buberow hat man
die Möglichkeit geführte historische Touren zu buchen, zum
Thema Rundlingsdorf Buberow mit seiner damaligen Wehrhaftigkeit
und anschließendem Konzert der Kirchenorgeln.
Im Anschluss geht es dann wieder zurück zum Startpunkt in
Rheinsberg.
Kommt man am Ortseingang aus dem Wald raus, erscheint
auf der linken Seite der Rheinsberger Obelisk. Er ist ein Heldendenkmal
für den preußischen Prinzen, sowie alle Helden,
die sich im 7-jährigen Krieg behauptet haben. Jedem dieser
Männer ist eine eigene Innenschrift gewidmet.
Der Obelisk ist auch Anfang des wundervollen Schlossparks
(142) von Rheinsberg. Der Park wurde eigens für den Prinzen
umgebaut und auch die Umgebung wurde mitgestaltet, um
ein besonders schönes Ensemble zu schaffen. Im Garten
selbst findet man steinerne Grotten, die Grabpyramide von
Prinz Heinrich, eine Orangerie, das Heckentheater, Teile der
alten Stadtmauer und vieles mehr.
Endpunkt unserer Tour ist wieder Gasthof Endler (134) wo Sie
es sich nach einem langen Tag bei leckerem Deutschen Essen
gut gehen lassen können.
Auch am folgenden Tag kann man in Rheinsberg viel unternehmen.
Zentrum und Wahrzeichen Rheinsbergs ist zweifellos
das barocke Schloss am Grienericksee. Den weitläufigen
Park haben wir auf unserer Tour schon tangiert. Dieser
wurde nach Plänen von Peter Joseph Lenné angelegt. Das
Schloss Rheinsberg diente dem späteren König Friedrich
dem Großen in jungen Jahren als Residenz. Die Jahre von
1736 bis 1740, die Friedrich als Kronprinz hier verbrachte,
gelten als prägende Phase seines Lebens – sowohl politisch
als auch künstlerisch. Er ließ das Schloss ausbauen,
veranstaltete philosophische Gespräche mit Freunden wie
Voltaire und fand in Rheinsberg seine erste Bühne als aufgeklärter
Geist des 18. Jahrhunderts.
Heute beherbergt das Schloss ein Museum der Stiftung
Preußische Schlösser und Gärten und zieht jährlich Tausende
Besucherinnen und Besucher an. In den Sälen und Gärten
erwacht die preußische Geschichte zum Leben – unaufdringlich,
aber eindrucksvoll.
Rheinsbergs Charme liegt jedoch nicht nur in seiner Vergangenheit.
Auch kulturell hat die Stadt viel zu bieten. Ein
bedeutender literarischer Beitrag kam von Kurt Tucholsky,
der mit seiner Erzählung Rheinsberg: Ein Bilderbuch für Verliebte
(1912) den Ort zu einem romantisch-verklärten Sehnsuchtsziel
machte. Noch heute folgen Paare den Spuren
von Claire und Wolfgang durch die Altstadt, vorbei an Cafés,
kleinen Buchläden und dem Tucholsky-Literaturmuseum.
An dieser Stelle ein Hinweis für alle Radler die im Gebiet der
beschriebenen Tourenvorschläge 5 unterwegs sein werden.
Hier wurden besondere Services bereitgestellt, die
Ihnen nun zugute kommen. An den Touren gibt es E-Bike
Ladestationen und Fahrrad-Reparaturstationen zur eigenen
Nutzung. Eine entsprechende Übersicht finden Sie in der
beiliegenden Radwanderkarte und auch im hinteren Teil des
Magazins. Und für alle, die im Urlaub oder in der Freizeit gern
ein Mietrad nutzen wollen gibt es interessante Informationen.
Die Firma MV-Rad hat ihr Netz von Verleihstationen erweitert,
so dass man sich an den Touren ganz einfach und
bequem Räder ausleihen kann. Dafür nutzen Sie einfach die
MV-Rad App. Laden Sie sich diese aus den Stores herunter,
dort finden Sie dann die Standorte mit verfügbaren Rädern.
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Mirow wurde als Geburtsstadt der englischen Königin Sophie Charlotte berühmt. Auf der Schlossinsel befindet sich ein ganzes Schlossensemble. Das alte Kavalierhaus auf der Schlossinsel Mirow ist als 3 Königinnen Palais (115) ein modernes Kultur- und Erlebniszentrum, in dem das Herzogtum Mecklenburg-Strelitz und seine drei berühmten Prinzessinnen, die zu bedeutenden europäischen Königinnen wurden, zu neuem Leben erwachen. Hier im Königinnen Palais Mirow erhalten Sie interaktiv und multimedial viele spannende Informationen zur Geschichte sowie den natürlichen Reichtümern und Schönheiten der Mecklenburgischen Seenplatte. Das Palais-Cafè mit seiner großen Sonnenterrasse und dem herrlichen Blick über den Mirower See lädt zum kulinarischen Verweilen und Genießen ein. Wer vor Ort Tipps zur weiteren Urlaubsplanung benötigt, wird im Welcome-Center der Touristinformation Mirow-Wesenberg (114), ebenfalls im Königinnen Palais untergebracht, mit seinem umfassenden Informations- und Vermittlungsangebot zu touristischen Anbietern in der Region fündig.
In der Johanniterkirche befindet sich die Fürstengruft, in der die Herzöge zusammen mit Ihren Frauen und den nächsten Familienangehörigen zur letzten Ruhe gebettet wurden. 146 Stufen geht es hinauf zur Aussichtsplattform im Kirchturm, von der Sie einen guten Überblick über die Stadt haben. Im Turmaufstieg ist die Möglichkeit des Besuches des Johannitermuseums inbegriffen. Neben dauerhaft ausgestellten Exponaten findet auch jedes Jahr eine neue Sonderausstellung statt. Der Aufstieg ist ein Erlebnis in fünf Etagen. Hier befinden sich zwei E-Bike Ladetower an denen man kostenlos und sicher (über verschließbare Fächer) die Akkus wieder aufladen kann. Nutzen Sie während des Ladens Ihre Zeit, um dieses Areal aus Johanniterkirche, Schlossinsel und 3-Königinnen Palais zu besuchen Sehenswert sind auch die Gebäude der ehemaligen Johanniterbrauerei. Auf der Liebesinsel werden nicht nur „Verliebte“ zum Träumen eingeladen.
Wenn Sie kein Fahrrad, besitzen können Sie sich dieses in Mirow bei Zweirad-Flitzer Kiepert (116), Strelitzer Str. 4, ausleihen. Falls Sie Probleme mit Ihren Rädern haben, dann hilft das Team um Frau Kiepert auch gern und kompetent, sogar bei einer Panne auf der Tour.
In Mirow befinden sich auch mehrere Stationen von MV-Rad, an denen können Sie sich für Ihre Tour einfach per App ein Fahrrad ausleihen. Alle Informationen dazu erhalten Sie auf der Website „MV-Rad.de“.
Tour 5 A: Die Mirow - Müritz-Nationalpark Tour
Die Tour beginnt in Mirow auf der Schlossinsel. Sie verlassen die Insel, fahren an die Bundesstraße 195 heran und auf dem Radweg 200 m bis zur nächsten Kreuzung. Dort biegen Sie links ab in die Rudolf-Breitscheid-Straße und radeln weiter geradeaus bis zum Ortsausgang. Ein schöner asphaltierter Radweg führt nun 1,2 km links neben der L25 nach Granzow, dort befinden sich ein großer Ferienpark, Restaurants, ein Badestrand und ein Schiffsanleger. Die Mischung macht’s - so auch im beliebten Pfannkuchenhaus Deluxe (117) Walter-Gotsmann Str. 2 im kleinen Ort Granzow, denn dort erwartet Sie ein Genuss aus leckersten, süßen Pfannkuchen und pikanten Hauptgerichten.
Weiter in nördlicher Richtung radeln Sie 5 km bis kurz vor Zietlitz ein Weg kreuzt. Dieser führt linksseitig an den langgestreckten Leppinsee, an diesem befindet sich der Haveltourist Campingplatz „Am Leppinsee“ (118). Zwischen dem Granzower Möschen und dem Leppinsee befindet sich ein romantisches Seerosenparadies. Dort gibt es ebenso eine Schiffsanlegestelle, die von der „Blau-Weisse-Flotte“ angefahren wird. Wenn Sie rechts abbiegen, gelangen Sie nach Schillersdorf.
Das einzige Bauwerk das in Schillersdorf aus der Zeit vor 1945 stammt ist der Kirchturm (119) von 1891, diesen sollte man sich ansehen. Alles andere wurde gänzlich zerstört. Da das Dorf ab 1934 zum Bombenübungsplatz umfunktioniert wurde, sind umliegende Wälder und Wiesen noch heute mit Munition belastet. Das Betreten ist daher verboten. Schillersdorf liegt auch am Eingang des Müritz-Nationalparks. Wieder zurückgeradelt stehen am Ortsende große Informationstafeln. Von dort setzen Sie die Tour dann über den rechten Weg in den Müritz-Nationalpark fort. Sie kommen durch Zietlitz, weiter vorbei an kleineren Seen, und praktisch weitläufig um den kreisförmigen Woterfitzsee herum, und Zartwitz bis kurz hinter Zartwitzer Hütte. An der Kreuzung biegen Sie links ab, fahren dann 1,9 km immer weiter durch den Wald, und kurz vor dem Amalienhof an der Kreuzung wieder rechts ab. Nach 1,5 km erreichen Sie dann den Nationalpark Ort Boek, wo man unbedingt eine kleine Pause einlegen sollte.
Das Gutshaus Boek (85) entstand in der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts als ein zweigeschossiger Putzbau, der mit 13 Achsen und einem Mittelrisalit versehen wurde. Im Gutshaus ist auch eine Nationalpark Informationsstelle untergebracht. Sehenswert im Ort ist auch die denkmalgeschützte neugotische St.-Johannis-Kirche 84. In der Kirche finden zahlreiche kulturelle Veranstaltungen statt, außerdem beherbergt sie die älteste erhaltene Orgel von Wilhelm Sauer.
Weiter radelnd über die Boeker Straße in Richtung Müritz gelangt man zu einem Campingplatz. Dort direkt am Müritz-Ostufer hat Surf-Hecht (86) sein Domizil. Die Surf- und Kanubasis in Boek an der Müritz befindet sich direkt an einem der schönsten Flachwassersurfreviere Deutschlands.
Eine Übernachtungsmöglichkeit für Naturfreunde findet man auf den Campingplätzen „Boek“ (120) und „Zum Bolter“ (121). Die Plätze mit einer Katamaran- und Surfmühle befinden sich in Boeker Mühle - direkt am Südostufer der Müritz, inmitten eines Mischwaldes. Campingurlaub am Südostufer der Müritz bedeutet unberührte Natur, umgeben von Wasser, Wald und Wiesen, Ruhe und Entspannung pur, aber auch mit allen Möglichkeiten zu aktiver Betätigung.
Dem Radweg in der Boeker Straße Richtung Süden folgend setzen Sie unsere Tour fort bis zur Bolter Schleuse. Sie radeln hinter der Schleuse weiter zur geschichtsträchtigen Bolter Mühle, die heute als besonderes Urlaubsquartier genutzt wird, und zur Bolter Schleuse (122). 1665 vom Johanniterorden Mirow gegründet, ist die Bolter Mühle als markanter Backsteinbau heute auch eines der ältesten Gebäude der Region. Der Bolter Kanal (87) verläuft auch durch das Gelände. Bei günstigem Wasserstand bringt dort ein Wehr das Wasserrad der Bolter Mühle zum Drehen. Im Osten und Süden grenzen die Fischteiche der Müritzfischer an das Gelände. Die Fischer-Rotunde auf dem Fischer- und Anglerhof „Bolter Schleuse“ ist nicht nur ein guter kulinarischer Einkehrtipp, die Besucher können zugleich die herrliche Natur genießen. An der Müritz befindet sich die Anlegestelle der Weissen Flotte Müritz
Von der Boeker Mühle radeln wir nun 3,3 km und biegen kurz vor Rechlin-Nord rechts ab in die Boeker Landstraße. Nach 400 m verlassen wir diese und fahren rechts ab in Richtung Hafendorf. Immer gradeaus auf der Straße „Am Hafendorf“ erreichen wir nach 700 m, direkt an der Müritz, den Food-Truck des Pfannkuchenhaus Deluxe (123). Hier empfiehlt sich eine Verschnaufpause und eine Stärkung mit Burgern und leckeren Getränken. Eine Anlegestelle der Weissen Flotte
Müritz (124) gibt es auch in Rechlin Nord. Nach dem Genuss und Naturerlebnis verlassen wir das Hafendorf in südlicher Richtung, direkt am Claassee vorbei, um ein geschichtliches und technisches Erlebnis gleichermaßen zu entdecken, das Luftfahrttechnische Museum Rechlin (125), Am Claassee 1. Hier lohnt ein Aufenthalt und Rundgang durch das Luftfahrtmuseum, das neben einer Ausstellung über die Erprobungsstelle Rechlin auch mehrere Luftfahrzeuge beherbergt, die besichtigt werden können. Sie werden in vergangene Zeiten zurückversetzt. Nach 1945 war der Ort von damaligen sowjetischen Fliegertruppen besetzt und heute erleben Sie hier 100 Jahre Luftfahrtgeschichte - vom bespannten Doppeldecker bis zum ersten seriengefertigten Düsenflugzeug, der Messerschmitt ME 262. Auch die Geschichte des Ortes Rechlin ist eng mit der Luftfahrt verbunden. Im Jahr 1916 entsteht hier die Flieger-Versuchs- und Lehranstalt. Während des Nazi-Regimes entstand hier die Erprobungsstelle der Luftwaffe des III. Reiches – Gruppe Nord. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Rechlin durch eine Mauer geteilt. Überreste dieser sind noch zu sehen.
Nach Verlassen des Museums fahren Sie im Kreisel den gegenüberliegenden Radweg weiter in Richtung Rechlin und dann 850 m entlang der Müritzstraße bis zur TouristInfo Rechlin (126), Müritzstraße 51. Hier erhalten Sie Informationen über die Region oder für Ihren Aufenthalt von den freundlichen Mitarbeitern. Nach 100 m biegen wir nun links ab in die Straße „Am Stadion“ und dann am Kreisel auf den Radweg, der uns unter der nach 1,2 km schneidenden B 198 weiter geradeaus durch ruhige Natur und vorbei am sich linker Hand befindenden Flugplatz nach Lärz führt. Die Umgebung von Lärz ist seenreich. Durch das Gemeindegebiet führt außerdem ein Teil der Müritz-Havel-Wasserstraße. Das erste Strahlflugzeug der Welt wurde auf dem Flugplatz von Lärz getestet, der heute als ziviler Verkehrslandeplatz genutzt wird und auf dem jährlich das Fusion Festival stattfindet. Wir radeln jetzt vorbei an der Brücke über den Kanal nach Lärz. Besonders sehenswert ist hier die Kirche (127) mitten im Dorf in der Lindestraße gelegen. Von dort biegen Sie nach 200 m rechts ab in die Krümmeler Straße und dann gleich wieder nach 260 m links ab auf den Radweg. Dieser führt sich nun über 4 km nach Mirowdorf. Kurz bevor Sie wieder an die B198 treffen, sollten Sie sich links die Mirower Schleuse, das „Tor zur Müritz“, die einen Höhenunterschied von 3,50 m auszugleichen hat, ansehen.
An der Bundesstraße biegen Sie rechts ab in und kommen gleich zu einer Brücke, von der Sie einen phantastischen Blick auf den Mirower See und den wunderschönen Uferbereich haben. Bis zum Ausgangsort, der Schlossinsel in Mirow, radeln Sie entlang der B198 und biegen dann links ab.
Tour 5 B: Die Mirow - südliche Seenrunde
Diese Tour bietet Natur pur und entführt Sie südlich von Mirow in ein Gebiet, das seinem Namen „Land der 1000 Seen“ ganze Ehre macht. Viele kleine und idyllisch gelegene Seen ziehen sich entlang der Tour und laden zur Rast oder zum Badevergnügen ein.
Von dem Startpunkt Schlossinsel Mirow fahren Sie an die B198 heran, biegen dann links in diese ab und fahren 200 m entlang der Hauptstraße vorbei am legendären Gasthof „Blaue Maus“ bis zur Kreuzung. Dort geht es nach rechts einbiegend 320 m weiter die Töpferstraße entlang und dann links haltend in die Rheinsberger Straße 300 m vorbei am Bahnhof in den Peetscher Weg. Sie folgen nun der Ausschilderung und dem „Mecklenburger Seen Radweg“ bis zur Diemitzer Schleuse.
Dazu radeln Sie zunächst auf dem Radweg neben der Straße entlang einer Pappelreihe bis Sie Peetsch nach 2,2 km erreichen. Der „sandige Ort“ (Peetsch, von altslawisch „pesuken“) war bereits in der Stein- und Eisenzeit besiedelt. In Peetsch biegen Sie rechts ab und am Ortsausgang dann links 3,8 km in Richtung Fleether Mühle. Hinter Peetsch liegt der Schulzensee, an dessen Westufer Sie in einem Abstand von ca. 250 m vorbei fahren. Weiter auf der Asphaltstraße kommen dann Sie an einen Wald, diesen durchfahren Sie und gelangen dann zur Fleether Mühle.
Der Ort Fleeth ist von hier nur 800 m entfernt und liegt direkt am Vilzsee. Die Fleether Mühle ist ein interessanter Anlaufpunkt für alle Aktiv-Touristen, aber auch Naturfreunde und Erholungssuchende. Eine willkommene Rast können Sie im Biergarten der „Fleether Mühle“ (128), Fleether Mühle 1, machen. Man kann hier in einem der 22 individuell ausgestatteten Komfortzimmer übernachten, sich beim „Bäuerlichen Frühstück“ stärken und ab Mittag gibt es Fisch- und Wildgerichte, Speisen aus der mecklenburgischen Küche und besonders beliebt ist hier die „Suppe im Brotlaib“. Direkt am Biergarten stehend, kann die markante E-Bike Ladestation von allen Gästen kostenfrei genutzt werden. Nur ein paar Meter weiter auf der linken Straßenseite erstreckt sich das Areal des „Ferienidyll am Rätzsee“ (129), Fleether Mühle 4. Hier im Ferienidyll am Rätzsee befindet sich auf einem über 16 Hektar großen Areal der Campingplatz. Es gibt hier neben vielen Möglichkeiten zur individuellen Urlaubsgestaltung auch ein Bistro mit ca. 30 Innenplätzen und rund 100 Außenplätzen auf dem vorgelagerten Terassenbereich. Die leckere hausgemachte Pizza ist sehr zu empfehlen.
Von hier führt die Tour 1,4 km zur bekannten Diemitzer Schleuse (130), am kleinen Peetschsee. Dort herrscht im Sommer reges Treiben - große und kleine Boote lassen sich hier beim durchschleusen beobachten. Hier kann man wunderschöne Fotos, auch als bleibende Erinnerung an die Tour schießen. Die Diemitzer Schleuse gleicht den Wasserstand zwischen dem Labussee und dem Großen Peetschsee aus und ist die meist frequentierte in der Region. Sie hat eine durchschnittliche Fallhöhe von 1,29 m. Die Schleusenkammer kann auf 42,1 m Länge und 5,34 m Breite genutzt werden und wird mit Stemmtoren geschlossen.
Sie fahren 1,2 km weiter vorbei am Biber Ferienhof, einem Dreiseitenhof, dann direkt zwischen den Ufern des Labussee´s und Schmidtsee´s hindurch, und verlassen nun rechtsabbiegend den Mecklenburger Seen Radweg (geradeaus weiterfahrend würde man ansonsten Canow erreichen). Sie folgen nun in südlicher Richtung dem Waldweg 1,5 km nach Grünplan.
Dort erwartet Sie sehr idyllisch, in mitten unberührter Natur, gelegene Hotel & Restaurant Heidekrug (131), Grünplan 14. Das sich direkt am Haussee befindende Hotel & Restaurant verfügt über 27 Zimmer, in denen man sich wohlfühlen und entspannen kann. Neben dem freundlichem Service, einem vielfältigen Wellnessangebot und den jahreszeitlich angepassten regionalen kulinarischen Spezialitäten laden besonders die Sonnen-Terrasse sowie der Biergarten direkt am See zum Verweilen und Genießen ein.
Sie setzen Ihre Tour jetzt 2,5 km westwärts und weiter durch den Wald fort nach Luhme. Dazu verlassen Sie kurzzeitig Mecklenburg-Vorpommern und nehmen so sogar ein Stück Brandenburg auf Ihrer Tour mit. In Luhme biegen Sie in der Dorfstraße rechts ab und fahren in nördlicher Richtung 5,5 km nach Diemitz, und sind damit wieder in Mecklenburg-Vorpommern.
Diemitz wird im Jahr 1237 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort liegt am Vilzsee und ein Abstecher an das Seeufer mit schöner Aussicht lohnt sich auf jeden Fall. Den Dorfanger von Diemitz ziert eine Backsteinkirche im klassizistischen Stil, die 1764/1765 erbaut wurde. Der, in der Diemitzer Kirche, heute noch erhaltene Altar, ist mit der Kanzel im Rokokostil zu einem Körper vereinigt. Schöne Deckenmalereien und ein hölzerner Taufengel zieren die Kirche. Die Kirche, ist eine offene Kirche die man von Mai bis Oktober besuchen kann.
Am Ortsausgang von Diemitz biegen Sie rechts ab, kommen nach 1,5 km direkt an den Petschsee und vorbei am Forsthof Schwarz mit seinem erlebnisreichen Indianer Abenteuer Camp. Die beeindruckenden fünfzehn Meter hohen Tipi-Zelte ragen hoch hinaus in den blauen Himmel.
Rechterhand sehen Sie den Zethner See, an diesem radeln Sie weiter, kurz vor Schwarz erreichen Sie den Aussichtsturm Schnakenberg (132), von dem man einen schönen Blick über den „Schwarzer See“ auf den Mirower Holm hat. Genießen Sie die Aussicht bei einer Rast, am besten mit einem Picknick. Das hügelige Relief stammt von den Gletschern in der Eiszeit, welche die Erdmassen vor sich herschoben.
Sie setzen die Tour in den Ort Schwarz fort. Sehenswert sind hier außer der wunderschönen Natur am „Schwarzer See“, die Barocke Dorfkirche mit Turm von 1767 und der gut beschilderte Findlingsgarten (133) . Eine besondere Attraktion sollten Sie gegenüber dem Findlingsgarten besuchen. Das Heimatmuseum bietet im ehemaligen Schulgebäude eine beeindruckende, wissenschaftlich aufgearbeitete Steinesammlung. Auch die ländliche Geschichte des Dorfes wird im gleichen Gebäude sehr interessant dargestellt.
Wir verlassen den Ort über die Dorfstraße in südwestlicher Richtung und radeln nun 3,5 km nach Zempow.
Direkt an der Grenze zwischen Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, im Schnittpunkt zwischen dem Ruppiner Seenland, der Mecklenburgischen Seenplatte und der Prignitz befindet sich das kleine, idyllisch gelegene Dorf. Die beeindruckende Kirche in Zempow (134) ist auf jeden Fall einen Besuch wert, wenn man Glück hat, kann man dort dem Orgelspiel lauschen. Nur wenige Meter davon entfernt lädt der Hofladen & Café „einLaden“ (135) zum Verweilen ein. Der Name ist Programm, mit einem herzhaften Imbissangebot und selbstgebackenem Kuchen lädt er zum Verweilen ein. Kunsthandwerk und Schmuck ansässiger Künstlerinnen runden das Angebot ab.
Unsere Tour führt uns nun weiter nordwestlich durch den Wald, nach 7,5 km haben wir Sewekow erreicht. Dort biegen Sie rechts ab und radeln 1,8 km bis Sie direkt zwischen 2 Seen gelegen, das Seehotel Ichlim (136) erreichen. Gönnen Sie sich hier eine längere Pause, vom Restaurant kann man direkt auf den See schauen. Wunderschön gelegen, ist dies ein besonderer Ort für alle, die sich nach Entspannung und Ruhe sehnen. Nach einem langen Ausflug können Sie die Wellnesslandschaft mit Beauty Studio, Panoramasauna und Kneippbecken genießen oder besuchen Sie den Fitnessraum. Auch Ihr E-Bike kann hier während Ihrer Rast an der Ladestation aufgetankt werden.
Nun beginnt der letzte Abschnitt unserer Rundtour. Sie radeln entlang des ausgewiesenen Radweges etwas am See entlang und dann weiter, bis Sie nach 5 km Krümmel erreicht haben. Entlang der Kastanienallee fahren Sie 3,5 km bis an den sich kreuzenden Radweg heran und biegen in diesen rechts ein, nach 1 km erreichen Sie Mirowdorf und folgen der Starsower Straße in den Ort.
An der Schleuse (137) kann dem regen Betrieb auf der Müritz-Havel-Wasserstraße zuschauen. Hier halten Sie sich dann rechts und gelangen über die Mühlenstraße ins Zentrum von Mirow. Vorher sollten Sie aber gleich hinter der Brücke links abfahren. Mit viel Liebe zum Detail befindet sich dort der Fischereihof Mirow (138), ein kleines Paradies in der Mecklenburgischen Seenplatte und ein unvergesslicher Aufenthalt für alle Gäste. Den leckeren Fisch kann man auf der großen Terrasse direkt mit Blick auf den Mirower See genießen. Nach 380 m kommen Sie dann linksabbiegend zum Ausgangspunkt unserer Tour. Wer es etwas süßer mag radelt aber noch mal 380 m der Hauptstraße folgend zum Kaffeehus Kittendorf (139), Strelitzer Str. 28. Dort erwarten Sie in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre hausgemachte Kuchen und Torten, die von der Chefin selbst kreiert werden. Nach einer langen Fahrradtour oder einfach zwischendurch, ist das Kaffeehus der perfekte Ort für eine kleine Auszeit - für Körper, Geist und natürlich den Gaumen.
Tour 5 C: Tour von Rheinsberg um die Seen
Die Tour beginnt in Rheinsberg am Markt beim Gasthof Endler (140). Nachdem Sie sich in den 2015 komplett neu sanierten Zimmern ausgeruht haben und sich bei einem guten deutschen Frühstück gestärkt haben, kann es los gehen. Für diejenigen ohne Zweirad, kann man sich vor Ort auch gerne eins ausleihen. Sie verlassen die Stadt Richtung Süden, vorbei an der Touristinformation Rheinsberg.
Am Fontaneplatz biegen Sie rechts ab und folgen der Parkstraße. Hinter dem auf der rechten Seite gelegenen Feld biegen Sie erneut rechts ab, hier startet ein schöner Radweg, der auf der ursprünglichen Bahntrasse Löwenberg-Flecken Zechlin gebaut wurde. Während den 3 km kommen Sie an einigen Feldern vorbei, linker Hand kommt nach halbem Weg eine Kleingarten Sparte. Ein Stück weiter folgt zur rechten Hand der kleine Linowsee. Mit seiner Liegewiese und dem flachen Sandstrand, ist er ein beliebter Badeort für Familien.
Bei der nächsten Möglichkeit, fahren Sie links in das kleine Örtchen Linow. 1691 siedelten hier die ersten 10 Schweizer in dem kleinen Ort, welche zum Evangelikalismus konvertiert waren. Sie bauten die Kirche um 1700 wieder neu auf und ließen in Berlin eine neue Glocke gießen. Seitdem bildet sie mit regelmäßigen Gottesdiensten und Festen den Mittelpunkt des Dorflebens. Für alle, denen die Wälder noch nicht genug Natur ist, gibt es auch geführte Touren durch einheimische Gärten, sowie Baum- und Kräuterwanderungen.
Zurück auf dem Radweg, folgen Sie diesem 4,6 km. Vorbei an weiteren Feldern und kleinen Höfen erreichen sie dann den Ort Kunkelberg und direkt daran angrenzend, Dorf Zechlin.
Dorf Zechlin wird 1237 erstmals urkundlich erwähnt. Die Kirche, aus verputzten Feldsteinen mit Backsteinkanten und rechteckigem Turm, wird auf 1549 datiert. In der ehemaligen Wassermühle wurden ein Mühlenmuseum (141) und eine Gaststätte eingerichtet, welche einen Besuch wert sind.
Sollte unterwegs etwas passiert sein, liegt am Ende des Dorfes die Seeklinik Zechlin, welche sich unter anderem auf den Fachbereich Lymphologie spezialisiert hat.
Unser Weg führt weiter, immer der Nase nach, durch weite Felder und wir gelangen zum großen Zechliner See. Er gehört zur Rheinsberger Seenplatte und hat wie die meisten Seen in der Region eine hervorragende Wasserqualität. Er steht unter Naturschutz. An seinem Ufer fahren wir nun entlang. Sie können die schöne Aussicht aufs Wasser also eine Zeit lang genießen. Nach 2,2 km trennen sich die Wege dann für eine kurze Zeit. Müde Radfahrer können hier die Tour abkürzen und einfach geradeaus fahren. Jedoch verpassen Sie dann das Highlight der Tour, den Ortsteil Flecken Zechlin.
Flecken Zechlin ist ein Ortsteil der Stadt Rheinsberg. Bekannt ist hier die Zechliner Burg, welche Residenz der brandenburgischen Hohenzollern war und von ihnen im 16. Jh. zu einem Schloss umgebaut wurde. Wer mehr über den Ort erfahren möchte, der besucht einfach die Touristinfo Flecken Zechlin (145).
Wir biegen links ab, fahren an der DGB Jugendbildungsstätte vorbei und halten uns rechts, bis wir den Ortseingang der Stadt erblicken. Urkundlich wurde der Ort erstmals im Jahre 1237 erwähnt, als die Zisterzienser am Westufer des Sees einen Mönchshof errichteten. Der Ort breitet sich malerisch mit verwinkelten Gassen und Treppchen an den Hängen des Schwarzen Sees aus und bietet einen fantastischen Blick, fast wie im Erzgebirge. Im Mittelpunkt des Ortes, am Markt, befindet sich die im Jahre 1775 erbaute klassizistische Kirche (142). Die Orgel von 1903 ist das letzte Werk des Neuruppiner Orgelbaumeisters Hollenbach. Heute finden in der „offenen Kirche“ regelmäßig Konzerte statt. Ebenfalls in der Nähe vom Marktplatz gelegen, Bäckerei Janke (143). Die Familienbäckerei betreibt über 16 Filialen im Norden Brandenburgs und Mecklenburg-Vorpommern. Im Angebot sind neben traditionellen Hefekuchen mit Saisonalen Früchten auch sahnige Torten und köstliches Feingebäck. Geht man vom Marktplatz runter Richtung See, finden sie die wunderschön am See gelegene Fischerhütte (144). Als absoluter Geheimtipp, lockt die Fischerhütte regelmäßig zahlreiche Besucher an und verzaubert sie mit Fischgerichten, fangfrisch aus der Region. Wir verlassen den Ort Richtung Süden, oberhalb des schwarzen Sees und kommen an schönen Gärten der dort lebenden Anwohner vorbei.
Weiter auf dem Weg sieht man nach kurzer Zeit auf der rechten Seite die Brücke (146), die im früheren Teil der Tour als Abkürzung genutzt werden konnte. Wir fahren weiter geradeaus und befinden uns nun wieder am Ufer des großen Stechliner Sees. Am Stechliner Campingplatz vorbei, geht es nach 2 km weg vom See und unser Weg führt rein in den Wald. An heißen Sommertagen eine willkommene Abkühlung.
Nach weiteren 1,7 km kommen Sie zu den kleinen Ort Heimland. Sie biegen ab, auf die Repenter Straße und folgen dieser Richtung Norden.
Heimland findet seinen Ursprung in der Gartenstadt-Bewegung der Jahrhundertwende um 1900. Die Idee dahinter war es, eine planmäßige Stadtbebauung zu verfolgen und sich von den einst ärmlichen Zuständen abzuheben. Der „Garten Eden“ sollte als Vorbild dienen aber auch nationalistische und aus heutiger Sicht rassistische Ideen, wie z. B. die „Deutsche Erneuerungs-Gemeinde“ trugen Ihren Teil zur Kultur des Ortes bei. Die Ziele der Züchtung und Auslese mit dem Ziel eines überlegenen Menschen wurden ergänzt durch Vorstellungen eines Gemeinschaftslebens auf dem perfekten, unverkäuflichen Stück Land. Es ist also nicht sehr wunderlich, weshalb das Emblem der Stadt ein Hakenkreuz im Schriftzug (Heim + Land) trägt.
Von Heimland geht’s weiter über weite Felder bis nach
Luhme. Das Gutshaus direkt am See, lädt mit seinem eigenen Steg Gäste zu Land und zu Wasser zu sich ein und auf dem Grillplatz im Garten lässt sich der ein oder andere gemütliche Abend auch gut verbringen. Für Kinder ist der Besuch im Ferienland Luhme einen Besuch wert. Ob Katzen, Hühner, Kaninchen, Schildkröten, Schweine, Ziegen, Schafe oder Pferde. Kinder lernen hier hervorragend den Umgang mit Tieren, egal ob an einem Wochenende oder über den ganzen Sommerurlaub.
Die Luhmer Straße entlang und durch den Wald erreichen Sie
dann nach 3,3 km den Ort Zechlinerhütte. Der Name kommt durch die wegen Holzmangel bedingte Verlagerung der Glashütte aus Potsdam in den Ort. Da die Glashütte zunächst von Flecken Zechlin aus verwaltet wurde, nannte man die Siedlung Zechlinerhütte. Für effiziente Arbeit siedelte man Glasmacher, Glasschleifer und Glasbläser aus Böhmen und Thüringen an. Aber auch Landarbeiter und Hirten fanden hier Arbeit, da ausgedehnte Ländereien ebenfalls zu Zechlinerhütte zählten.
Ein sehenswerter Punkt im Ort, ist das Alfred-Wegener-Museum. Von Juni bis September kann man hier am Wochenende das Leben des Polarforschers kennen lernen. Wen der Hunger packt, der kann es sich im Restaurant Hüttensee (147) gemütlich machen und sich die dort angebotenen regionalen und überregionalen Köstlichkeiten schmecken lassen.
Hinter dem Ort fährt man, genau wie vor Zechlinerhütte, erneut über einen kleinen Kanal. Von beiden Brücken hat man einen tollen Blick über die Seen.
Hinter der Brücke befindet sich ein altes Historisches Sägewerk. Leider kann man das nicht offiziell besichtigen.
Der weitere Weg führt wieder durch wunderschöne Wälder und an einigen Seen vorbei. Auf der rechten Seite der Dollgowsee und der große Pätschsee, auf der linken Seite der Sabinensee und der große Rheinsberger See. Die 10 km, die man fährt, hat man Zeit in der Natur mal komplett abzuschalten. Bei kleinen Eisdielen in dem Ort Warenthin kann man entspannt eine kleine Pause machen. In Buberow hat man die Möglichkeit geführte historische Touren zu buchen, zum Thema Rundlingsdorf Buberow mit seiner damaligen Wehrhaftigkeit und anschließendem Konzert der Kirchenorgeln.
Im Anschluss geht es dann wieder zurück zum Startpunkt in Rheinsberg.
Kommt man am Ortseingang aus dem Wald raus, erscheint auf der linken Seite der Rheinsberger Obelisk. Er ist ein Heldendenkmal für den preußischen Prinzen, sowie alle Helden, die sich im 7-jährigen Krieg behauptet haben. Jedem dieser Männer ist eine eigene Innenschrift gewidmet.
Der Obelisk ist auch Anfang des wundervollen Schlossparks (148) von Rheinsberg. Der Park wurde eigens für den Prinzen umgebaut und auch die Umgebung wurde mitgestaltet, um ein besonders schönes Ensemble zu schaffen. Im Garten selbst findet man steinerne Grotten, die Grabpyramide von Prinz Heinrich, eine Orangerie, das Heckentheater, Teile der alten Stadtmauer und vieles mehr. Endpunkt unserer Tour ist wieder Gasthof Endler (140) wo Sie es sich nach einem langen Tag bei leckerem Deutschen Essen gut gehen lassen können.
Tourpunkte / Leistungsanbieter an der Tour
Tourist-Info Mirow (111)
Schlossinsel 5
Mirow
www.klein-seenplatte.de
Königinnen Palais Mirow (112)
Schlossinsel 5
Mirow
www.3koeniginnen.de
Zweirad Flitzer (113)
Rudolf-Breitscheid-Straße 12
Mirow
www.zweirad-flitzer.de
Campingplatz am Leppinsee (114)
Zirtlitz
www.haveltourist.de
Kirche Schillersdorf (115)
Schillersdorf 10
Schillersdorf
Gutshaus Boek mit Nationalpark Info (78)
Boeker Str. 36C
Boek
www.mecklenburgische-seenplatte.de
St.-Johannis Kirche (77)
Boeker Str.
Boek
Surf Hecht (79)
Dorfstraße, Campingplatz C16
Boek
www.surf-hecht.de
Anlegestelle Bolter Kanal (87)
Campingplatz "Boek" (116)
Gertrud-Von-Le-Fort-Allee 7, Campingplatz C16
Boek
www.campingplatz-boek.de
Campingplatz "Bolter Ufer" (117)
Müritzstraße 1, C15
Bolter Schleuse (119)
Anlegestelle Weisse Flotte (120)
Rechlin-Nord
Luftfahrttechnisches Museum Rechlin (121)
Am Claassee 1
Rechlin-Nord
www.luftfahrttechnisches-museum-rechlin.de
Tourismusgesellschaft Rechlin (122)
Müritzstraße 51
Rechlin
www.mueritzferien-rechlin.de
Dorfkirche Lärz (123)
Lindenstraße
Lärz
Fleether Mühle (124)
Fleether Mühle 1
Fleeth
www.fleether-muehle.de
Diemitzer Schleuse (125)
Hotel Heidekrug (126)
Grünplan 14
Grünplan
www.heidekrug-hotel.de
Aussichtspunkt Schnakenberg (127)
Schwarz
Gesteinsgarten Schwarz (128)
Schwarz
Kirche Zempow (129)
Zempow
Hofladen & Café "einLaden" (130)
Zempower Dorfstr. 11
Zempow
www.einladen-zempow.de
Seehotel Ichlim (131)
Am Nebelsee 1
Ichlim
www.seehotel-ichlim.de/
Schleuse Mirow (132)
Lärzer Str. 11
Mirow
www.elwis.de/DE
Fischereihof Mirow (133)
Mühlenstraße 21
Mirow
www.fischerei-wesenberg.de
Gasthof Endler (134)
Mühlenstraße 14
Rheinsberg
www.gasthof-endler.de
Museum (135)
Dorf Zechlin
www.ferienhof-linow.de
Kirche Flecken-Zechlin (136)
Flecken Zechlin
Bäckerei Janke (137)
Bahnhofstraße 10 a
Flecken Zechlin
www.baeckerei-janke.de
Fischerhof (138)
Bahnhofstraße 10 a
Flecken Zechlin
www.baeckerei-janke.de
Tourist-Info (139)
Flecken Zechlin
www.fleckenzechlin.de/
Brücke (140)
Flecken Zechlin
www.fleckenzechlin.de/
Pension & Restaurant Hüttensee (141)
August-Bebel-Platz 1
Zechlinerhütte
www.hüttensee.de
Schloss Rheinsberg (142)
Rheinsberg