Tour 04 – Die Müritz Westufer Touren

Von Röbel/Müritz in nordwestliche und südöstliche Richtung

Kurzbeschreibung

Der anerkannte Erholungsort Röbel/Müritz, wasserseitig an einem Ausläufer
der Müritz liegend und landseitig in eine leicht hügelige Landschaft eingebettet,
ist Start und Zielpunkt von zwei schönen Radtouren.
Die imposanten frühgotischen Kirchtürme von Röbel/Müritz grüßen weit in alle Himmelsrichtungen.
Das gesamte Westufer der Müritz wird mit den Touren abgefahren, aber auch jeweils schöne Bereiche des Landesinneren. Außergewöhnliche Naturschönheiten können Sie ebenso entdecken, wie auch historische Bauten, beeindruckende Gutshäuser, Schlösser, Kirchen und Mühlen.

Tourenverlauf auf Karte

Allgemeine Daten

TOURENVORSCHLAG 4

ALLGEMEINER CHARAKTER
Diese Touren führen weitgehend am Westufer der
Müritz entlang und bieten atemberaubende Blicke.
Aber auch die Abschnitte im Binnenland haben schöne
Landschaften mit besonderen Attraktionen.

TOURVERLAUF
Tour A: Röbel/Müritz – Groß-Kelle – Minzow – Woldzegarten
– Lexow – Hinrichsberg – Sietow – Klink –
Sembzin – Sietow-Dorf – Gotthun – Röbel/Müritz
Tour B: Röbel/Müritz – Ludorf – Zielow – Vipperow –
Solzow – Spitzkuhn – Bollewick – Röbel/Müritz

START- UND ZIELPUNKT
Tour A: Hafen Röbel/Müritz
Tour B: Marktplatz Röbel/Müritz

DATEN
Länge: Tour A - ca. 51 km, Tour B - ca. 34 km
Dauer (ohne Rast): Tour A - ca. 3,5 h, Tour B - 2,5 h
Niveau/Schwierigkeitsgrad: A: leicht, B: leicht
Wegebeschaffenheit: Tour A - Asphalt/Pflaster 37 %,
Schotter/Kies 16 %, Unbefestigte Wege 14 %, Straße
33 % Tour B - Asphalt/Pflaster 39 %, Schotter/Kies 10%, Unbefestigte Wege 7 %, Straße 44 %

Beschreibung

Ausführliche Tourenbeschreibung

 

Das Ackerbürgerstädtchen Röbel/Müritz ist der Ausgangspunkt
dieser zwei Touren. Städtebaulich wartet Röbel mit
einer Besonderheit auf: Im Grundriss ist eine alte Trennung
zwischen der sogenannten Alt- und Neustadt zu erkennen.
Die Ackerbürger der Neustadt genossen städtische Privilegien.
Diese blieben den Bauern und Fischern im ehemaligen
slawischen Ortsteil verwehrt.
Alle interessanten Informationen über die Region erhalten
Sie auch in der Touristinformation im Haus des Gastes (87),
Straße der Deutschen Einheit 7. Hier befindet sich auch ein
kleines Heimatmuseum. Auf dem Burgberg, wo bis zum 15.
Jh. die Burg Röbel stand, wurde nach deren Zerstörung eine
Windmühle (88) erbaut, die heute verschiedenste Ausstellungen
beherbergt. Die geschützte Lage und die beschaulichen
Ringgassen mit den vielen bunten Fachwerkhäuschen
vermitteln das Gefühl von Geborgenheit und Zeitlosigkeit.

Tour 4 A: Von Röbel in nordwestliche Richtung
Für Ihren Aufenthalt in der Region empfehlen wir das Müritz
Strandhotel (89) in Röbel/Müritz. Das Müritz Strandhotel ist
das größte Hotel in Röbel und zeichnet sich durch seine unmittelbare
Lage an der Müritz und direkt am Radweg aus. Es
bietet seinen Gästen Zimmer und Suiten mit Komfort und
Behaglichkeit, und das mit vielen liebenswerten Extras. Alle
Zimmer sind mit einem Balkon bzw. einer Terrasse, mit Blick
zur See- oder Sonnenseite, ausgestattet. Das Hotel ist ein
hervorragender Ausgangsort, um die teils unberührte Natur
und die vielen versteckten kulturellen Schönheiten zu
entdecken.
Die Nordwestliche Tour beginnt an der Uferpromenade 91
am Hafen von Röbel/Müritz. Vom Kreisverkehr fahren Sie
ab in die Warener Chaussee und biegen kurz vor der Tankstelle
links ab, umfahren den nahkauf Supermarkt rückseitig,
so dass Sie an die L 24 kommen. Diese überqueren Sie vorsichtig
und nutzen dann 2,3 km einen unbefestigten Weg in
Richtung Groß Kelle. Zunächst kommen Sie über die Zuwegung
Groß Keller Trift nun an einen Wald mit dem Namen
„Teufelsbruch“ und fahren weitere 800 m. Unsere Tour biegt
jetzt links ab.
Wer einen kleinen Abstecher direkt in den Ort Groß Kelle machen
möchte fährt hier einfach weiter geradeaus. Groß Kelle
ist eine der kleinsten mecklenburgischen Gemeinden und
wurde 1230 erstmals urkundlich erwähnt. Das Gut Groß Kelle
mit Unterkünften, Reitstall und Reitanlage ist hier zu finden.
Wenn Sie dem Tourenvorschlag folgend vor Groß Kelle links
abbiegen, radeln Sie zwischen Groß Keller See und Rohrteich
entlang und kommen zu einer Attraktion der besonderen-
Art. Direkt an der Straße steht eine fast 1000-jährige Kroneiche
(93), die stärkste Eiche im Müritzgebiet. Von dem in
der Nähe befindlichen Parkplatz ausgehend gibt es im Glienholz
schöne Wanderwege. Um den Gliensee herum findet
man große Findlinge, den Teufelsstein und alte Landwehre.
Unsere Tour verläuft nun weiter aus dem Wald heraus in Richtung
Minzow, und am Ende des Dorfes biegen Sie rechts ab
und erreichen nach 2 km Woldzegarten.
Woldzegarten gehört zur Gemeinde Leizen. Dessen Geschichte
ist eng verknüpft mit der, der Familie von Flotow.
Vom 15. bis zum 20. Jh. befand sich Woldzegarten in ihrem
Besitz. Der Gutshof Woldzegarten (94), Walower Straße 30,
auf dem von 1736 bis 1738 Adam Ernst von Flotow gewohnt
hat, gehörte der Familie bis zur Enteignung 1945. Inzwischen
hat der Berliner Coworking und Flex Office Pionier „St. Oberholz“
den historischen Ort zu einem Campus, auf dem Leben,
Arbeit, Kultur, Sport und Erholung in neuartiger Weise kombiniert
werden, umgestaltet. Neue Wohnformen, Micro Working
Lofts, ein Wellnessbereich, Coworking- sowie Gastronomiebereiche
sind hier nun vorzufinden. Vom Gutshof fahren
Sie im Ort die Walower Straße 400 m wieder zurück, biegen
links ab und dann etwas rechts haltend den Weg durch den
Wald zwischen dem kleinen und großen Kreßinsee entlang
nach Strietfeld.
In Strietfeld geht es rechts ab 3 km in Richtung Lexow und
in Lexow finden Sie ein Gutshaus vor. In dem rastaurierten
Herrenhaus aus dem 19. Jh. gibt es eine stilvolle Pension mit
Garten und gemütlichem Café.
Von dort geht es dann wieder 300 m einen kleinen Abschnitt
zurück und linksabzweigend fahren Sie weiter nach Hinrichsberg.
Auf dem Weg befindet sich in einem Wald und über
einen Betonplattenweg erreichbar der Polygonaldolmen
von Lexow (95). Die Megalithanlage entstand zwischen 3500
und 2800 v. Chr. als Großsteingrab der Trichterbecherkultur
(TBK). Neolithische Monumente sind Ausdruck der Kultur
und Ideologie neolithischer Gesellschaften.
In Hinrichsberg finden Sie auch ein Gutshaus vor. Von Hinrichsberg
sind es nur noch 1,5 km bis nach Sietow, dort
gelangen Sie zunächst an die L 24 etwa auf der Höhe „Alte
Stellmacherei“, von dort dann den Radweg folgend bis zur B
192, und an dieser dann rechts abbiegend auf dem Radweg
bis zum Landhaus Sietow in 1 km fahren.
Weiter geht es auf dem asphaltierten Radweg direkt rechts
an der Bundesstraße 4 km bis nach Klink. Unterwegs kann
man ab dem Abzweig Sembzin schon abwechselnd einen
Blick auf das sich rechts befindende kleine Meer, die Müritz,
werfen.
In Klink angekommen biegen Sie bei der Tourist-Info rechts
in die Schloss-Straße ab und gelangen zu einer weiteren Attraktion
des Müritzgebietes.
Das traditionsreiche Hotel Schloss Klink (49) entstand im
Neorenaissance-Stil 1898 nach Plänen von Hans Grisebach
(Berlin) für den Kölner Auftraggeber Arthur Schnitzler
(1857–1917, geadelt 1914). Die runden Ecktürme und Erkerausbauten
erinnern zum Beispiel an die Loireschlösser der
französischen Renaissance. Das Gebäude gehörte bis 1945
der Familie von Schnitzler. Nach dem Krieg befanden sich darin
die Gemeindeverwaltung und Wohnungen. Das Schloss ist
in den 1970er Jahren baulich umfangreich erneuert worden,

und wurde vom FDGB-Feriendienst als Erholungsheim Schloß Klink genutzt.
Jetzt befindet sich darin ein Hotel.
Auf dem Weg zum Hafen fällt auch das heutige Hotel „Altes Gutshaus“ auf,
bei dem historischen Gebäude handelt es um das ehemalige Verwalterhaus
von 1898, dieses wurde 1997 umgebaut. Die Dorfkirche Klink lohnt auch einen
Besuch, diese stammt aus dem Jahre 1736. Im Hafen genießen Sie den
freien Ausblick auf die Müritz. Hier gibt es auch einen Schiffsanleger. Man
könnte von hieraus auch die Rücktour nach Röbel mit dem Schiff antreten,
allerdings steht uns hier, immer entlang der Müritz, der bestimmt reizvollste
Abschnitt der Radtour bevor.
In Klink gibt es auch einen Bauernmarkt (47), direkt an der B192 unweit des
Hafens gelegen. Wenn Sie für einen Besuch und eine Rast verbunden mit
einer kulinarischen Stärkung Lust verspüren, dann sollten Sie einen kurzen
Abstecher dahin machen. Ihren Traumurlaub mit Blick auf die Müritz können
Sie bei „Kell‘s Appartements“ (48) in modernen Ferienappartemens in
Klink verbringen.
Weiter dem Radweg in südlicher Richtung folgend zwischen Schloss und
Müritz entlang, verlassen Sie Klink und gelangen nach 1,5 km nach Sembzin.
Im Atelier-Café (98), umgeben von Kunstwerken im Garten und in der Scheune,
bietet sich nun eine gemütliche Pause bei Kaffee oder Tee, mit Kuchen,
Tartes und Törtchen, an.
Entlang der Dorfstraße und dem Dorfanger fahren Sie der nun auf dem
„Elbe-Oderhaff“ Radfernweg und der Radwegausschilderung weiter folgend
und biegen dann entsprechend links ab in einen Waldabschnitt bis nach
Sietow-Dorf. Sietow wurde erstmals im 13. Jh. urkundlich erwähnt. Der
Ortsname leitet sich vom altslawischen „zytko“ ab, was so viel bedeutet
wie „Getreideort“. Die Feldsteinkirche (99) stammt ebenfalls aus dem 13.
Jahrhundert. Ihre heutige innere Gestalt erhielt sie bei einer Renovierung
in den 1970er Jahren.
In Sietow-Dorf sollten Sie unbedingt bis an den Hafen an der Müritz heranfahren.
Hier empfiehlt sich eine kleine Rast einzulegen und eine entspannende
Auszeit zu nehmen. Die Fischerhütte Sietow (100) ist ein charmantes
Hafenbistro im idyllischen Hafen mit eigener Räucherei. Es bietet Gästen
eine authentische Kombination aus fangfrischem Fisch, traditioneller
Räucherkunst und herzlicher Gastfreundschaft. Das Hafenbistro besticht
durch seine Lage direkt am Wasser und bietet gemütliche Plätze auf der
Terrasse- als auch Außenplätze unmittelbar an der Müritz. Angeboten wird
hausgeräucherter Fisch, Fischbrötchen sowie eine kleine Auswahl an warmen
Speisen. Es gibt auch frisch gezapftes Lübzer Pils vom Fass, sowie
diverse Longdrinks. Die hauseigene Räucherei produziert täglich Spezialitäten
nach traditioneller Altonaer Art über Buchenholz oder Kirschholz, ergänzt
durch Kalträucherprodukte wie Lachs und Schinken.
Nun geht es dem Radweg folgend und weiter über Zierzow an die L24 heran,
nur ein paar Meter bis zur Schamper Mühle, und dort wieder links abbiegend
nach Gotthun.

Der Ort Gotthun wurde 1359 erstmals urkundlich erwähnt. Der Bereich um die
Müritz wurde aber schon vor etwa 5000 Jahren besiedelt, davon zeugt ein Großsteingrab
nahe Gotthun. Die „Gotthuner Schanzen“ am Müritzufer sind Reste von
Befestigungsanlagen aus dem Dreißigjährigen Krieg. Bis 1810 arbeitete am Kellerbach
eine Wassermühle, sie wurde um 1840 durch die Schamper Mühle, einen
Erdholländer ersetzt. In dieser Mühle befinden sich heute Ferienwohnungen. Im
ehemaligen Gutshaus (1826 errichtet) in der Schlossstraße ist heute u. a. eine Kita
untergebracht.
Unsere Tour setzen Sie dem Radweg entlang fort. Vom Aussichtspunkt am Ufer
nordöstlich von Gotthun hat man einen Blick auf zwei Drittel des größten Binnensees
in Deutschland. Vorbei an zwei Campingplätzen gelangen Sie auf einen schönen asphaltierten
Radweg neben der Betonstraße und radeln über Marienfelde und auf der
„Müritzpromenade“ weiter in Richtung Röbel.
Zuvor empfiehlt sich noch eine Stärkung in der Gaststätte Regattahaus (101). Dazu
biegen Sie gleich nach Erreichen der Müritzpromenade scharf links ab. Vorbei an den
Parkpätzen des Röbeler Segel-Vereins „Müritz“ haben Sie nach 230 m die schön und
direkt an der Müritz gelegene Gaststätte erreicht. Das Regattahaus bietet gutes Essen
und einen Platz zum Ausruhen nach der erlebnisreichen Radtour. Hier werden
leckere traditionelle deutsche und vegetarische Gerichte angeboten. Maritimes Ambiente
findet man im Innenbereich, der Außenbereich ist locker gestaltet. Überall gibt
es Blick auf die Müritz. Die besondere Freundlichkeit des Personals wird Sie begeistern.
Kurz vor dem Hafen, dem Zielort der Tour, werfen Sie noch einen schönen Blick
auf das Panorama von Röbel mit der beeindruckenden, auf dem Tempelberg
im romanisch-gotischen Übergangsstil errichteten, St.-Marien-Kirche (102). Diese
Kirche ist ein Röbeler Wahrzeichen und eines der ältesten Backsteinbauten
in Mecklenburg-Vorpommern. Durch die anhaltenden Bemühungen von Kirche,
Stadt und Land ist die Marienkirche zu einem echten „Schmuckstück“ der Region
geworden – ein Aufstieg des Turms offenbart die Weite des Landes und belohnt
Sie für Ihre Mühe. Genießen Sie den freien Ausblick!

Tour 4 B: Von Röbel in südöstliche Richtung
Die Südöstliche Tour startet auf dem Marktplatz von Röbel/Müritz. Hier befindet
sich auch das Rathaus (103). Der unweit gelegene ENGELscheHOF (104) bietet Übernachtungsmöglichkeiten
in gut ausgestatteten Zimmern.
Sie fahren vom Marktplatz kurz rechts ca. 60 m Richtung Pferdemarkt und biegen
in die der Marktplatzseite gegenüberliegende Mühlenstraße ein und fahren
weiter ca. 300 m in die Straße Mühlentor.
Da Sie unsere Tour entlang des landschaftlich schöneren Weges fahren sollten,
biegen Sie auch gleich links in Richtung Ufer der „Großen Wünnow“ ab und nutzen
den kurvenreichen Wanderweg um den See und weiterführend direkt am
Müritzufer entlang. Über die Ortschaft Gneve radeln Sie weiter nach Ludorf.
In Ludorf befindet sich am Westufer der Müritz, nur durch den Gutspark vom
Wasser getrennt, eines der noch am besten erhaltenen Gutsensembles Mecklenburgs.
Das 1698 in Backsteinbauweise errichtete Gutshaus (105) ist in seinem
äußeren Erscheinungsbild nahezu unverändert geblieben. Das historische Interieur
des Hauses, mit seinen in Mecklenburg einzigartigen Deckenmalereien aus

der Erbauerzeit, können im Barocksaal besichtigt werden. Im
kleinen Heimatmuseum finden Sie Fundstücke aus der Zeit
der Gutsbesitzer. Familie Achtenhagen und ihr Team führen
das Haus als Romantik Hotel und Restaurant. Mehrere ehemalige
Gutsgebäude im Ort, wie Marstall, Speicher und Gutsarbeiterkaten
zeugen von der einstigen Größe. Mit 4.000
ha gehörte es zu den allergrößten Gütern der Region. Der
Gutspark verbindet das Gebäudeensemble mit der Müritz.
Im Laufe der Jahrhunderte hatte der Park vielerlei Gestalt.
Einige Solitäre aus der Zeit des englischen Landschaftsparks
sind noch gut zu erkennen.
Unweit des Gutshauses befindet sich ein weiteres Kleinod
Ludorfs. Die Oktogon-Kirche (106), die auf einem achteckigen
Grundriss basiert, ist eine der berühmtesten Mecklenburger
Dorfkirchen. Sie wurde vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts
von dem heimkehrenden Kreuzritter Wipert von
Morin erbaut und ist der Kirche vom Heiligen Grabe in Jerusalem
nachempfunden – einzigartig in Norddeutschland.
An der Kirche vorbei und in Richtung Ufer, vorbei am Campingplatz,
befahren Sie den Radweg 2,8 km nach Zielow.
Unterwegs bieten sich Ihnen wunderschöne Aussichten auf
den südlichen Bereich der Müritz. In Zielow radeln Sie gerade
durch den Ort, vorbei am Flair-Hotel, und weiter den Radweg
entlang bis nach Vipperow.
Vipperow ist das älteste Dorf der gesamten Müritz-Region.
1178 findet es erstmals Erwähnung in einer Urkunde.
Die sehenswerte Dorfkirche ist die älteste der Region. Gleich
nebenan befindet sich „Otto im Dorf“, ein Genuss Kiosk mit
Biergarten. Hier werden ausgewählte, regionale Produkte
und erfrischende Getränke angeboten, verschiedene
Events finden in der Markthalle statt.
Weiter der Dorfstraße entlang gibt es zwei schöne Einkehrmöglichkeiten.
Direkt an der Bundestraße B198 gelegen, das
„Wiepeldorn“ (107), ein modernes Restaurant und HofCafé
zaubert leichte Gerichte und Snacks oder verwöhnt mit Kaffee
und Kuchen. Direkt an der Müritz gelegen lädt der Fischerhof
Vipperow ein. Von Vipperow aus führt unsere Tour
wieder 500 m die Solzower Straße zurück bis zum Abzweig,
und von diesem radeln Sie jetzt links 2,4 km weiter die Lange-
Straße entlang bis nach Solzow.
Dort erwartet Sie ein im 19. Jh. erbautes Gutshaus (108) im
Biedermeierstil. 1998 wurde dieses familiengeführte Gutshaus
wieder zu neuem Leben erweckt. Seitdem haben hier
viele Urlauber herrliche Tage verbracht, in der historischen
Dorfschänke können Sie die gute Küche Mecklenburg-Vorpommerns
genießen. Ein Café bietet die Möglichkeit zu einer

kleinen Rast. Von hier aus setzen Sie unsere Tour über den
Steindamm fort und Sie gelangen nach 2 km an die L241, auf
die Sie im Folgenden links abbiegen. Auf dem neuen Radweg
an der Straße fahren Sie 650 m entlang, um dann dem
nächsten Abzweig gleich wieder rechts nach Spitzkuhn zu
folgen. Weiter geradeaus kommen Sie dann von dort nach
2,5 km direkt nach Bollewick.
In der Nähe von Bollewick zeugen zwei Großsteingräber von
der frühen Besiedlung des Gebietes. Bei seiner Gründung im
13. Jahrhundert befand sich das Dorf noch etwa 1 km weiter
westlich am Wackstower See. Ab dem 18. Jh. wurde es in
seiner heutigen Form angelegt.
An der durch den Ort führenden L24 angekommen, überqueren
Sie diese und erreichen die größte Feldsteinscheune
Deutschlands. Die Scheune Bollewick (109), Dudel 1, ähnelt heute
einer ländlichen Einkaufspassage mit Restaurants und Geschäften.
Bevor Sie die Scheune Bollewick besuchen, prüfen
Sie doch auch den Stand Ihrer E-Bike Akkus, denn hier gibt
es eine E-Bike Ladestation mit abschließbaren Fächern. Dort
können Sie Ihren Akku sicher und kostenfrei aufzuladen. Hier
sollten Sie einen größeren Zwischenstopp einplanen, denn es
wird so Einiges geboten. Nutzen Sie die Einladung zum Bummeln,
Staunen, Probieren und Verweilen.
Weiter entlang des Radweges an der Landstraße 24 in nördlicher
Richtung erreichen Sie den Ortseingang Röbel und
fahren die Bahnhofstraße weiter folgend. Am Kreisel biegen
Sie in die dritte Ausfahrt Hohe Str. und gelangen wieder zum
Marktplatz, unserem Tourstartpunkt.
Entweder nach der Tour oder am nächsten Tag wäre der
Besuch der MüritzTherme (110), Gotthunskamp 14 ein Tipp,
natürlich auch an regnerischen Tagen. Die große Saunenlandschaft
und das Erlebnisbecken mit der Wasserrutsche
sind bei Familien immer gerne Willkommen.
Wer eine Übernachtungsmöglichkeit sucht, welche etwas
naturnaher ist, hat gute Chancen beim Campingplatz Pappalbucht
(90). Direkt an der Müritz stehen auf 3 ha umzäunter
Fläche unter dem herrlichen Blätterdach großer Bäume
150 Stellplätze für Zelte, Caravan und Wohnanhänger zur
Verfügung. Hier kann man Baden, Boot fahren, Angeln und
Surfen.
Genießen Sie in den Tagen Ihres Aufenthalts auch die Landschaft
bei einer Schiffstour. Die Anlegestelle (92), der Schiffe
der Weissen Flotte, befindet sich im Röbeler Stadthafen.
Von hier aus werden täglich mehrere Rundfahrten auf der
Müritz und auch darüber hinaus zu den weiteren großen
Seen gestartet.

 

 

###############

Das Ackerbürgerstädtchen Röbel/Müritz ist der Ausgangspunkt dieser zwei Touren. Städtebaulich wartet Röbel mit einer Besonderheit auf: Im Grundriss ist eine alte Trennung zwischen der sogenannten Alt- und Neustadt zu erkennen. Die Ackerbürger der Neustadt genossen städtische Privilegien. Diese blieben den Bauern und Fischern im ehemaligen slawischen Ortsteil verwehrt.
Alle interessanten Informationen über die Region erhalten Sie auch in der Touristinformation im Haus des Gastes (93), Straße der Deutschen Einheit 7. Hier befindet sich auch ein kleines Heimatmuseum. Auf dem Burgberg, wo bis zum 15. Jh. die Burg Röbel stand, wurde nach deren Zerstörung eine Windmühle (94) erbaut, die heute verschiedenste Ausstellungen beherbergt. Die geschützte Lage und die beschaulichen Ringgassen mit den vielen bunten Fachwerkhäuschen vermitteln das Gefühl von Geborgenheit und Zeitlosigkeit.

Tour 4 A: Von Röbel in nordwestliche Richtung

Für Ihren Aufenthalt in der Region empfehlen wir das Müritz Strandhotel (95) in Röbel/Müritz. Das Müritz Strandhotel ist das größte Hotel in Röbel und zeichnet sich durch seine unmittelbare Lage an der Müritz und direkt am Radweg aus. Es bietet seinen Gästen Zimmer und Suiten mit Komfort und Behaglichkeit, und das mit vielen liebenswerten Extras. Alle Zimmer sind mit einem Balkon bzw. einer Terrasse, mit Blick zur See- oder Sonnenseite, ausgestattet. Das Hotel ist ein hervorragender Ausgangsort, um die teils unberührte Natur und die vielen versteckten kulturellen Schönheiten zu entdecken.
Die Nordwestliche Tour beginnt an der Uferpromenade (97) am Hafen von Röbel/Müritz. Vom Kreisverkehr fahren Sie ab in die Warener Chaussee und biegen kurz vor der Tankstelle links ab, umfahren den nahkauf Supermarkt rückseitig, so dass Sie an die L 24 kommen. Diese überqueren Sie vorsichtig und nutzen dann 2,3 km einen unbefestigten Weg in Richtung Groß Kelle. Zunächst kommen Sie über die Zuwegung Groß Keller Trift nun an einen Wald mit dem Namen „Teufelsbruch“ und fahren weitere 800 m. Unsere Tour biegt jetzt links ab.
Wer einen kleinen Abstecher direkt in den Ort Groß Kelle machen möchte fährt hier einfach weiter geradeaus. Groß Kelle ist eine der kleinsten mecklenburgischen Gemeinden und wurde 1230 erstmals urkundlich erwähnt. Das Gut Groß Kelle mit Unterkünften, Reitstall und Reitanlage ist hier zu finden.
Wenn Sie dem Tourenvorschlag folgend vor Groß Kelle links abbiegen, radeln Sie zwischen Groß Keller See und Rohrteich entlang und kommen zu einer Attraktion der besonderenArt. Direkt an der Straße steht eine fast 1000-jährige Kroneiche (99), die stärkste Eiche im Müritzgebiet. Von dem in der Nähe befindlichen Parkplatz ausgehend gibt es im Glienholz schöne Wanderwege. Um den Gliensee herum findet man große Findlinge, den Teufelsstein und alte Landwehre. Unsere Tour verläuft nun weiter aus dem Wald heraus in Richtung Minzow, und am Ende des Dorfes biegen Sie rechts ab und erreichen nach 2 km Woldzegarten.
Woldzegarten gehört zur Gemeinde Leizen. Dessen Geschichte ist eng verknüpft mit der, der Familie von Flotow. Vom 15. bis zum 20. Jh. befand sich Woldzegarten in ihrem Besitz. Der Gutshof Woldzegarten (100), Walower Straße 30, auf dem von 1736 bis 1738 Adam Ernst von Flotow gewohnt hat, gehörte der Familie bis zur Enteignung 1945. Inzwischen hat der Berliner Coworking und Flex Office Pionier „St. Oberholz“ den historischen Ort zu einem Campus, auf dem Leben, Arbeit, Kultur, Sport und Erholung in neuartiger Weise kombiniert werden, umgestaltet. Neue Wohnformen, Micro Working Lofts, ein Wellnessbereich, Coworking- sowie Gastronomiebereiche sind hier nun vorzufinden. Vom Gutshof fahren Sie im Ort die Walower Straße 400 m wieder zurück, biegen links ab und dann etwas rechts haltend den Weg durch den Wald zwischen dem kleinen und großen Kreßinsee entlang nach Strietfeld.
In Strietfeld geht es rechts ab 3 km in Richtung Lexow und in Lexow finden Sie ein Gutshaus vor. In dem rastaurierten Herrenhaus aus dem 19. Jh. gibt es eine stilvolle Pension mit Garten und gemütlichem Café.
Von dort geht es dann wieder 300 m einen kleinen Abschnitt zurück und linksabzweigend fahren Sie weiter nach Hinrichsberg. Auf dem Weg befindet sich in einem Wald und über einen Betonplattenweg erreichbar der Polygonaldolmen von Lexow (101). Die Megalithanlage entstand zwischen 3500 und 2800 v. Chr. als Großsteingrab der Trichterbecherkultur (TBK). Neolithische Monumente sind Ausdruck der Kultur und Ideologie neolithischer Gesellschaften.
In Hinrichsberg finden Sie auch ein Gutshaus vor. Von Hinrichsberg sind es nur noch 1,5 km bis nach Sietow, dort gelangen Sie zunächst an die L 24 etwa auf der Höhe „Alte Stellmacherei“, von dort dann den Radweg folgend bis zur B 192, und an dieser dann rechts abbiegend auf dem Radweg bis zum Landhaus Sietow in 1 km fahren.
Weiter geht es auf dem asphaltierten Radweg direkt rechts an der Bundesstraße 4 km bis nach Klink. Unterwegs kann man ab dem Abzweig Sembzin schon abwechselnd einen Blick auf das sich rechts befindende kleine Meer, die Müritz, werfen.
In Klink angekommen biegen Sie bei der Tourist-Info rechts in die Schloss-Straße ab und gelangen zu einer weiteren Attraktion des Müritzgebietes.
Das traditionsreiche Hotel Schloss Klink (52) entstand im Neorenaissance-Stil 1898 nach Plänen von Hans Grisebach (Berlin) für den Kölner Auftraggeber Arthur Schnitzler (1857–1917, geadelt 1914). Die runden Ecktürme und Erkerausbauten erinnern zum Beispiel an die Loireschlösser der französischen Renaissance. Das Gebäude gehörte bis 1945 der Familie von Schnitzler. Nach dem Krieg befanden sich darin die Gemeindeverwaltung und Wohnungen. Das Schloss ist in den 1970er Jahren baulich umfangreich erneuert worden und wurde vom FDGB-Feriendienst als Erholungsheim Schloß Klink genutzt. Jetzt befindet sich darin ein Hotel.
Auf dem Weg zum Hafen fällt auch das heutige Hotel „Altes Gutshaus“ auf, bei dem historischen Gebäude handelt es um das ehemalige Verwalterhaus von 1898, dieses wurde 1997 umgebaut. Die Dorfkirche Klink lohnt auch einen Besuch, diese stammt aus dem Jahre 1736. Im Hafen genießen Sie den freien Ausblick auf die Müritz. Hier gibt es auch einen Schiffsanleger. Man könnte von hieraus auch die Rücktour nach Röbel mit dem Schiff antreten, allerdings steht uns hier, immer entlang der Müritz, der bestimmt reizvollste Abschnitt der Radtour bevor.
In Klink gibt es auch einen Bauernmarkt (50), direkt an der B192 unweit des Hafens gelegen. Wenn Sie für einen Besuch und eine Rast verbunden mit einer kulinarischen Stärkung Lust verspüren, dann sollten Sie einen kurzen Abstecher dahin machen. Ihren Traumurlaub mit Blick auf die Müritz können Sie bei „Kell‘s Appartements“ (51) in modernen Ferienappartemens in Klink verbringen.
Weiter dem Radweg in südlicher Richtung folgend zwischen Schloss und Müritz entlang, verlassen Sie Klink und gelangen nach 1,5 km nach Sembzin.
Im Atelier-Café (103), umgeben von Kunstwerken im Garten und in der Scheune, bietet sich nun eine gemütliche Pause bei Kaffee oder Tee, mit Kuchen, Tartes und Törtchen, an.
Wer noch eine Gelegenheit zur Übernachtung sucht, der ist im Hotel Sembziner Hof (102) an der richtigen Adresse. Die Unterkunft liegt direkt am Müritz-Rad-Wander-Rundweg und auch der Bärenwald, der Plauer See und der Müritz Nationalpark sind nicht weit entfernt. Im Hotel bleibt den Gästen vor allem das Schlachte Buffet mit vielen herzhaften Gerichten im Gedächtnis.
Entlang der Dorfstraße und dem Dorfanger fahren Sie der nun auf dem „Mecklenburger Seen“ Radweg und der Radwegausschilderung weiter folgend und biegen dann entsprechend links ab in einen Waldabschnitt bis nach Sietow-Dorf.
Sietow wurde erstmals im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich vom altslawischen „zytko“ ab, was so viel bedeutet wie „Getreideort“. Die Feldsteinkirche (104) stammt ebenfalls aus dem 13. Jahrhundert. Ihre heutige innere Gestalt erhielt sie bei einer Renovierung in den 1970er Jahren.
In Sietow-Dorf sollten Sie unbedingt bis an den Hafen an der Müritz heranfahren. Im kleinen Urlaubsparadies „Müritz Seeromantik“, Dorfstraße 20b, finden Sie Ferienwohnungen, Doppelzimmer, Restaurants, eine große Event-Scheune sowie ein Bistro mit Blick auf den belebten Sietower Hafen.
Der beschauliche Badestrand und ein Abenteuer-Spielplatz sind in unmittelbarer Nähe. Für Ihr leibliches Wohl sorgen auch das Bistro am Hafen und die eigene Aalräucherei. Hier sollten Sie eine kleine Rast einlegen und eine entspannende Auszeit nehmen.
Nun geht es dem Radweg folgend und weiter über Zierzow an die L24 heran ein paar Meter bis zur Schamper Mühle und dort wieder links abbiegend nach Gotthun.
Der Ort Gotthun wurde 1359 erstmals urkundlich erwähnt. Der Bereich um die Müritz wurde aber schon vor etwa 5000 Jahren besiedelt, davon zeugt ein Großsteingrab nahe Gotthun. Die „Gotthuner Schanzen“ am Müritzufer sind Reste von Befestigungsanlagen aus dem Dreißigjährigen Krieg. Bis 1810 arbeitete am Kellerbach eine Wassermühle, sie wurde um 1840 durch die Schamper Mühle, einen Erdholländer ersetzt. In dieser Mühle befinden sich heute Ferienwohnungen. Im ehemaligen Gutshaus (1826 errichtet) in der Schlossstraße ist heute u. a. eine Kita untergebracht.
Unsere Tour setzen Sie dem Radweg entlang fort. Vom Aussichtspunkt am Ufer nordöstlich von Gotthun hat man einen Blick auf zwei Drittel des größten Binnensees in Deutschland. Vorbei an zwei Campingplätzen gelangen Sie auf einen schönen asphaltierten Radweg neben der Betonstraße und radeln über Marienfelde und auf der „Müritzpromenade“ weiter in Richtung Röbel.
Zuvor empfiehlt sich noch eine Stärkung in der Gaststätte Regattahaus (105). Dazu biegen Sie gleich nach Erreichen der Müritzpromenade scharf links ab. Vorbei an den Parkpätzen des Röbeler Segel-Vereins „Müritz“ haben Sie nach 230 m die schön und direkt an der Müritz gelegene Gaststätte erreicht. Das Regattahaus bietet gutes Essen und einen Platz zum Ausruhen nach der erlebnisreichen Radtour. Hier werden leckere traditionelle deutsche und vegetarische Gerichte angeboten. Maritimes Ambiente findet man im Innenbereich, der Außenbereich ist locker gestaltet. Überall gibt es Blick auf die Müritz. Die besondere Freundlichkeit des Personals wird Sie begeistern. Kurz vor dem Hafen, dem Zielort der Tour, werfen Sie noch einen schönen Blick auf das Panorama von Röbel mit der beeindruckenden, auf dem Tempelberg im romanisch-gotischen Übergangsstil errichteten, St.-Marien-Kirche (106). Diese Kirche ist ein Röbeler Wahrzeichen und eines der ältesten Backsteinbauten in Mecklenburg-Vorpommern. Durch die anhaltenden Bemühungen von Kirche, Stadt und Land ist die Marienkirche zu einem echten „Schmuckstück“ der Region geworden – ein Aufstieg des Turms offenbart die Weite des Landes und belohnt Sie für Ihre Mühe. Genießen Sie den freien Ausblick!

Tour 4 B: Von Röbel in südöstliche Richtung
Die Südöstliche Tour startet auf dem Marktplatz von Röbel/Müritz. Hier befindet sich auch das Rathaus (107). Der unweit gelegene EngelscheHof (108) bietet Übernachtungsmöglichkeiten in gut ausgestatteten Zimmern.
Sie fahren vom Marktplatz kurz rechts ca. 60 m Richtung Pferdemarkt und biegen in die der Marktplatzseite gegenüberliegende Mühlenstraße ein und fahren weiter ca. 300 m in die Straße Mühlentor.
Da Sie unsere Tour entlang des landschaftlich schöneren Weges fahren sollten, biegen Sie auch gleich links in Richtung Ufer der „Großen Wünnow“ ab und nutzen den kurvenreichen Wanderweg um den See und weiterführend direkt am Müritzufer entlang.
Über die Ortschaft Gneve radeln Sie weiter nach Ludorf. In Ludorf befindet sich am Westufer der Müritz, nur durch den Gutspark vom Wasser getrennt, eines der noch am besten erhaltenen Gutsensembles Mecklenburgs. Das 1698 in Backsteinbauweise errichtete Gutshaus ist in seinem äußeren Erscheinungsbild nahezu unverändert geblieben. Das historische Interieur des Hauses, mit seinen in Mecklenburg einzigartigen Deckenmalereien aus der Erbauerzeit, können im Barocksaal besichtigt werden. Im kleinen Heimatmuseum finden Sie Fundstücke aus der Zeit der Gutsbesitzer. Familie Achtenhagen und ihr Team führen das Haus als Romantik Hotel und Restaurant. Mehrere ehemalige Gutsgebäude im Ort, wie Marstall, Speicher und Gutsarbeiterkaten zeugen von der einstigen Größe. Mit 4.000 ha gehörte es zu den allergrößten Gütern der Region. Der Gutspark verbindet das Gebäudeensemble mit der Müritz. Im Laufe der Jahrhunderte hatte der Park vielerlei Gestalt. Einige Solitäre aus der Zeit des englischen Landschaftsparks sind noch gut zu erkennen.
Unweit des Gutshauses befindet sich ein weiteres Kleinod Ludorfs. Die Oktogon-Kirche (110), die auf einem achteckigen Grundriss basiert, ist eine der berühmtesten Mecklenburger Dorfkirchen. Sie wurde vermutlich Ende des 12. Jahrhunderts von dem heimkehrenden Kreuzritter Wipert von Morin erbaut und ist der Kirche vom Heiligen Grabe in Jerusalem nachempfunden – einzigartig in Norddeutschland.
An der Kirche vorbei und in Richtung Ufer, vorbei am Campingplatz, befahren Sie den Radweg 2,8 km nach Zielow. Unterwegs bieten sich Ihnen wunderschöne Aussichten auf den südlichen Bereich der Müritz. In Zielow radeln Sie gerade durch den Ort, vorbei am Flair-Hotel, und weiter den Radweg entlang bis nach Vipperow.
Vipperow ist das älteste Dorf der gesamten Müritz-Region. 1178 findet es erstmals Erwähnung in einer Urkunde.
Die sehenswerte Dorfkirche ist die älteste der Region. Weiter der Dorfstraße entlang gibt es zwei schöne Einkehrmöglichkeiten. Direkt an der Bundestraße B198 gelegen, das „Wiepeldorn“ , ein modernes Restaurant und HofCafé zaubert leichte Gerichte und Snacks oder verwöhnt mit Kaffee und Kuchen. Direkt an der Müritz gelegen lädt der Fischerhof Vipperow ein.
Von Vipperow aus führt unsere Tour wieder 500 m die Solzower Straße zurück bis zum Abzweig, und von diesem radeln Sie jetzt links 2,4 km weiter die Lange-Straße entlang bis nach Solzow.
Dort erwartet Sie ein im 19. Jh. erbautes Gutshaus (111) im Biedermeierstil. 1998 wurde dieses familiengeführte Gutshaus wieder zu neuem Leben erweckt. Seitdem haben hier viele Urlauber herrliche Tage verbracht, in der historischen Dorfschänke können Sie die gute Küche Mecklenburg-Vorpommerns genießen. Ein Café bietet die Möglichkeit zu einer kleinen Rast. Von hier aus setzen Sie unsere Tour über den Steindamm fort und Sie gelangen nach 2 km an die L241, auf die Sie im Folgenden links abbiegen. Auf dem neuen Radweg an der Straße fahren Sie 650 m entlang, um dann dem nächsten Abzweig gleich wieder rechts nach Spitzkuhn zu folgen. Weiter geradeaus kommen Sie dann von dort nach 2,5 km direkt nach Bollewick.
In der Nähe von Bollewick zeugen zwei Großsteingräber von der frühen Besiedlung des Gebietes. Bei seiner Gründung im 13. Jahrhundert befand sich das Dorf noch etwa 1 km weiter westlich am Wackstower See. Ab dem 18. Jh. wurde es in seiner heutigen Form angelegt.
An der durch den Ort führenden L24 angekommen, überqueren Sie diese und erreichen die größte Feldsteinscheune Deutschlands. Die Scheune Bollewick (112), Dudel 1, ähnelt heute einer ländlichen Einkaufspassage mit Restaurants und Geschäften. Bevor Sie die Scheune Bollewick besuchen, prüfen Sie doch auch den Stand Ihrer E-Bike Akkus, denn hier gibt es eine E-Bike Ladestation mit abschließbaren Fächern. Dort können Sie Ihren Akku sicher und kostenfrei aufzuladen. Hier sollten Sie einen größeren Zwischenstopp einplanen, denn es wird so Einiges geboten. Nutzen Sie die Einladung zum Bummeln, Staunen, Probieren und Verweilen.
Weiter entlang des Radweges an der Landstraße 24 in nördlicher Richtung erreichen Sie den Ortseingang Röbel und fahren die Bahnhofstraße weiter folgend. Am Kreisel biegen Sie in die dritte Ausfahrt Hohe Str. und gelangen wieder zum Marktplatz, unserem Tourstartpunkt.
Entweder nach der Tour oder am nächsten Tag wäre der Besuch der MüritzTherme (113), Gotthunskamp 14 ein Tipp, natürlich auch an regnerischen Tagen. Die große Saunenlandschaft und das Erlebnisbecken mit der Wasserrutsche sind bei Familien immer gerne Willkommen.
Wer eine Übernachtungsmöglichkeit sucht, welche etwas naturnaher ist, hat gute Chancen beim Campingplatz Pappalbucht (96). Direkt an der Müritz stehen auf 3 ha umzäunter Fläche unter dem herrlichen Blätterdach großer Bäume 150 Stellplätze für Zelte, Caravan und Wohnanhänger zur Verfügung. Hier kann man Baden, Boot fahren, Angeln und Surfen.
Genießen Sie in den Tagen Ihres Aufenthalts auch die Landschaft bei einer Schiffstour. Wir empfhelen Die Anlegestelle (98). der Schiffe der Weissen Flotte, befindet sich im Röbeler Stadthafen. Von hier aus werden täglich mehrere Rundfahrten auf der Müritz und auch darüber hinaus zu den weiteren großen Seen gestartet.

 

Beschreibung

Das Höhenprofil und die GPX-Dateien öffnen Sie bitte mit dem nachfolgenden Link:

Tour 04 – Die Müritz Westufer Touren

 

 

Tourpunkte / Leistungsanbieter an der Tour

 

Kells Müritzer Bauernmarkt (47)
Hafenstraße 3
Klink
www.kells.de/markt.html

Kells Appartements (48)
Hafenstraße 3b
Klink
www.kells-appartements.de/

Schloss Klink (49)
Schlossstr. 6
Klink
www.schlosshotel-klink.de/

Tourist Info Röbel/Müritz (87)
Straße der Deutschen Einheit 7
Röbel/Müritz
www.stadt-roebel.de

Windmühle Röbel/Müritz (88)
Mühlenberg
Röbel/Müritz
www.stadt-roebel.de/windmuehle-in-roebel/

Müritz Strandhotel Röbel/Müritz (89)
Seebadstr. 44
Röbel/Müritz
www.mueritz-strandhotel.de

Campingplatz Pappelbucht (88)
Seebadstr. 38
Röbel/Müritz
www.mueritztherme.com/camping

Uferpromenade am Hafen Röbel/Müritz (91)
Röbel/Müritz
www.stadt-roebel.de

Kroneiche Groß-Kelle (93)

Gutshof Woldzegarten (94)
Walower Straße 30
Woldzegarten
www.gutshof-woldzegarten.de/

Polygonaldolmen von Lexow (95)

Atelier Café (98)
Dorfanger 7A
Sembzin
www.atelier-cafe-mueritz.de/

Feldsteinkirche Sietow-Dorf (99)
Dorfstraße 20
Sietow-Dorf
www.sietow.de/

Fischerhütte Sietow (100)
Hafenstraße 6
Sietow-Dorf
www.fischerhuette-sietow.de/

Sankt Marien Kirche (102)
Straße der Deutschen Einheit 14
Röbel/Müritz
https://www.stadt-roebel.de/st-marien-kirche-roebelmueritz/

Rathaus Röbel/Müritz (103)
Marktplatz 1
Röbel/Müritz
www.stadt-roebel.de/rathaus-roebel/

ENGELsche Hof Röbel/Müritz (104)
Kleine Stavenstraße 10
Röbel/Müritz
www.engelscherhof.de/

Oktogon Kirche (105)
Kirchenstraße
Ludorf
www.stadt-roebel.de

Gutsanlage Ludorf (106)
Rondell 8
Ludorf
www.gutshaus-ludorf.de

Wiepeldorn . Restaurant & Hofcafé (107)
Mirower Str. 1B
Vipperow
www.stadt-roebel.de

Gutshaus Solzow (108)
Lange Str. 21
Solzow
www.stadt-roebel.de

Scheune Bollewick (109)
Dudel 1
Bollewick
www.scheune-bollewick.de/

Müritz-Therme (110)
Gotthunskamp 14
Röbel/Müritz
www.mueritztherme.com/